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z  erlinge,  s.  Ruder.
inkennetze  heißen  an  Bord  von
Kriegsschissen  die  auf  dem  obersten  Teil
der  Bordwand  befindlichen  langen  Kasten,
in  denen  bei  Tage  die  Hängematten  der
Mannschaft  aufbewahrt  werden;  zum
Schutz  gegen  Nässe  sind  sie  mit  woesserdichten
  Schutzdecken,  den  Finken  netzkleidern,
  bedeckt.

Slate  s.  Bajonettfechten.

lachlei

157)

Fingerlinge

achkeilderschluß,  s.  Geschütze  (S.

Flagge,  eine  Art  Fahne,  von  welcher
sich  die  F.  aber  dadurch  unterscheidet,  daß
sie  nicht  wie  diese  an  die  Fahnenstange  angenagelt
  ist,  sondern  zum  „Flaggene  an
der  Ulaggenstange  mittelst  der  Flagenleine

  aufgezogen  oder  gehißt  wird.

ie  Flaggen  u  aus  einem  leichten
Wollstoff,  dem  Flaggentuch,  gefertigt,
entweder  aus  verschiebenfarbigen  Streifen
  zusammengesetzt,  oder  mit  gewissen
Zeichen  bemalt.  Flaggen  dienen  sowohl  als
Nationalitätsabzeichen  wie  zum  Zeichengeben:
  so  ist  die  F.  halbstocks  Zeichen  der
Trauer,  umgekehrt  (also  bei  der  deutschen
  F.  rot-weiß-schwarz,  von  oben  gerechnet)
  Zeichen  der  Meuterei,  geknotet  (in
Schau)  Notzeichen;  das  Auf=  und  Niederholen
  der  F.  dient  als  Gruß,  das  Streichen
  der  F.  dient  als  Zeichen  der  Unterwerfung.
  In  den  meisten  Ländern  ist  die
Kriegs=  von  der  Handelsflagge  verschieden.
Die  erstere  führen  sämtliche  Kriegsschisse,
Küstenbefestigungen,  Lotsenfahrzeuge,  sonstige
  Re  serustgeschfee,  die  Posicchuete  mit
einem  Posthorn  als  besondres  Abzeichen
sowie  einige  Konsulate,  die  Schis  entweder
  an  der  Gaffel  des  hintern  Mastes
(Besanmast),  oder  auf  kleinern  Schiffen
an  einem  Flaggenstock  am  Heck.  Im
Hasen  liegende  Kriegsschiffe  zhissen#  unter
Flaggenparade  die  F.  morgens  um  Soder  9
Uhr,  abends  genau  mit  Sonnenuntergang
wird  sie  »niedergeholt«;  hierbei  treten  die
Wachen  ins  Gewehr,  Tambour  und  Pfeiser
schlagen  den  Fahnentrupp-,  womit  noch
häufig  seemännische  Manöver  verbunden
werden.  In  See  wird  die  F.  nur  beim
Passieren  von  Schiffen,  in  der  Nähe  von
Küsten  oder  bei  feierlichen  Gelegenheiten
gehißt.  Kriegsschiffe  hissen  außer  der

—  Flanke.

Kriessssagge.  noch  je  nach  den  Umständen
die  Standarten  souveräner  Fürsten
oder  die  deren  Familienmitglieder,  die
Flaggen  der  Admirale  je  nach  deren  Rang
im  Großtopp,  Vortopp  oder  Kreuztopp,
oder  wenn  ein  Kapitän  der  Kommandant
eines  Schiffs  oder  Geschwaders  ist,  die
Kommodoreflagge  oder  den  fliegenden
Stander.  An  Sonn=  und  Feiertagen
setzt  jedes  Kriegsschiff  am  Bugspriet  die
sogen.  Gösch  (s.  d.).  —  Kaufsahrteischiffe
erwerben  die  Befugnis  zur  Führung  der
Nationalflagge  durch  Eintragung  in  das
Schiffsregister,  dürfen  aber  kein  andres
Abzeichen  in  der  Nationalflagge,  eine  Dekorationsflagge
  nur  neben,  aber
niemals  an  der  Stelle  führen,  wo  die  Nationalslagge
  hingehört.  —  Die  Kriegsflagge
  des  Deutschen  Reichs  ist  weiß,
durch  ein  schwarzes  Kreuz  in  vier  gleiche
Felder  geteilt,  im  Kreuzungspunkt  in
rundem  Felde  der  Reichsadler;  das  linke
obere  Feld  besteht  aus  drei  gleich  breiten
schwarz-weiß-roten  horizontalen  Streifen,
in  der  Mitte  das  Eiserne  Kreuz.  Die  Handelsflagge
  besteht  aus  drei  gleich  breiten,
wagerechten  schwarz-weiß-roten  Streifen.

Flaggoffiziere  sind  die  Admirale,  weil
sie  berechtigt  und  verpflichtet  sind,  am
Topp  eines  der  Masten  eine  Flagge  zu
führen,  sobald  sie  das  Kommando  an
Bord  übernommen  haben,  und  zwar  der
Admiral  am  Großmast,  der  Viceadmiral
am  Fock-,  der  Kontreadmiral  am  Kreuz-(Besan-)
  Mast.  —  Flaggleutnant
heißt  der  einem  Flagesfizier  ur  Ausführung
  der  Signale  des  F  agschiss  beigegebene
  Offizier.

Flaggschiff,  das  Schiff,  welches  die
Flatzge  eines  Flaggoffiziers  (Admiral,
Geschwaderchef)  führt.

Flamberg,  im  16.  Jahrh.  zweihändiges
Schachischwert  mit  geflammter  Klinge.

lanke,  die  rechte  oder  linke  Seite  einer
Truppe,  im  Gegenfatz  zur  Front  und
zum  Rücken.  Um  nach  der  F.  hin  sich
verteidigen  zu  können,  muß  die  Truppe
eine  Schwenkung  oder  einen  Aufmarsch
machen,  während  welcher  Bewegung  sie
verteidigungsunfähig  ist.  Man  sucht  desbaw
  die  l  au  eine  Terraindeckung  anzuehnen
  oder  sorgt  für  Aufklärung  nach