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eines  Staats,  für  Kriegszwecke  Kriegsflotte,
  für  Handelszwecke  Handelsflotte
  genannt.  Im  engern  Sinne  neunt
man  auch  eine  für  einen  Seekampf  vereinte
  Anzahl  von  mindestens  12—20  Schiffen
  eine  F.,  eine  geringere  Anzahl  eine

lottille  oder  ein  Geschwader.  Die

selbst,  unter  einem  Höchstkommandierenden,
  ist  wieder  in  Flottenabteilunen

  oder  Flottendivisionen  unter
Flaggoffizieren  geteilt.  Angriffs=  oder
Schlachtflottensuchen  die  Entscheidung
in  offener  Seeschlacht,  Küstenflotten
sind  dagegen  für  den  Krieg  an  der  Küste
bestimmt.

Flucht,  das  Verlassen  des  Kampfplatzes
aus  Feigheit;  es  wird  in  Osterreich  seets,
in  Deutschland  (nach  dem  Militärstrafgesetzbuch)
  nur  dann  mit  dem  Tod  bestraft,
wenn  der  Fliehende  dabei  zugleich  die  Kameraden
  durch  Worte  oder  Zeichen  mit  zur
F.  zu  verleiten  suchte,  sonst  mit  Zuchthaus-Krafebiszufünf
  Jahren.—  Beim  Batteriiebau
  heißt  die  Linie,  nachwelcher  eine  Brustwehr
  erbaut  wird,  ihre  =  Fc.

lüchtige  Sappe,  s.  Sappe.

lug,  s.  Mörser.

ingbahn  „  die  gekrümmte  Linie,  die
das  aus  einer  Shußwassse  abgefeuerte
Geschoß  von  der  Mündung  bis  zum  Liegenbleiben
  beschreibt.  Das  Berühren  der
Erde  nenut  man  einen  Aufschlag  des
Geschosses.  Der  Teil  der  F.  von  der  Mündung
  bis  zum  höchsten  oder  Scheitelpunkt
heißt  der  aufsteigende,  von  dort  biszum
ersten  Aufschlag  der  niederstei  gende
Ast.  Prallt  das  Geschoß  beim  ersten  Aufschlag
  ab  und  geht  weiter,  so  ist  von  einem
Aufschlag  bis  zum  andern  ein  Sprung.
Die  die  F.  hervorrufenden  Kräfte  sind:  1)
Die  Anfangsgeschwindigkeit,  die  eine  Wirkung
  der  durch  die  Pulverkraft  (Spannkraft
  der  huulvergesse  dem  Geschoß  erteilten
  Bewegung  ist.  2)  Die  Anziehungskraft
  der  Erde  (Schwerkraft).  Würde
das  Geschoß  unter  dem  Einfluß  dieser  beiden
  Kräfte  allein  im  luftlecren  Naum  sich
fortbewegen,  so  würde  der  von  ihm  beschriebene
  Weg  die  Gestalt  einer  Parabel
haben.  Eine  Abweichung  hiervon  bewirkt
3)  der  Luftwiderstand,  der  der  Bewegungsrichtung
  gerade  entgegen  wirkt  und

Flucht  —

Flugbahn.

eine  Verkürzung  der  F.  zur  Folge  hat.
4)  Die  Umdrehund  des  eschosses,  um
seine  Schwerachse  bei  Rundkugeln,  um
seine  Längenachse  bei  zananchse  sie
bewirkt  eine  Abweichung  des  Geschosses
nach  der  Seite,  in  horizontalem  Sinn
hus  der  Vertikalebene),  nach  welcher  die
rehung  erfolgt,  so  daß  eine  doppelt  gekrümmte
  Linie  entsteht,  die  ballistische
Kurve=  genannt.  Die  Bestimmung
dieser  Linie  bildet  das  ballistische
Probleme,  dessen  Schwierigkeit  darin
liegt,  daß  der  Luftwiderstand  und  die  Umdrehung
  des  Geschosses  sich  der  Beobachtung
  selbst  entziehen.  Zweck  dieser  Bestimmung
  aber  ist  die  Aufstellung  einer
allgemeinen  Formel,  die  Sballistische
Gleichung-,  deren  Anwendung  auf  den
einzelnen  Fall  es  ermöglicht,  fehlende
Elemente  in  der  Bestimmung  der  F.  durch
Rechnung  zu  finden.  Das  Messen  der
Anfangsgeschwindigkeit  (s.  7  sowie  der
tudeschundgleit  des  Geschosses  in
andern  Punkten  der  F.  geschieht  mit  dem
Chronographen  (s.  d.).  Die  Anfangsgeschwindigkeit
  des  Geschosses  ist  abhängi
von  seiner  Schwere,  der  Größe  der  Pulverladung,
  dem  Widerstand,  den  das
Geschoß  im  Rohr  findet,  und  der  Läuge
des  Rohrs.  Werden  letztere  beiden  Faktoren,
  die  nach  praktischen  Versuchen  bei
einer  Geschützart  die  gleichen  sind,  außer
Betracht  gelassen,  so  verhalten  sich  die  Anfang
  geschwinkigkeen  wie  die  Quadratwurzeln
  aus  den  Gewichten  der  Ladungen
und  umgekehrt  wie  die  Quadratwurzeln
aus  den  Geschoßgewichten,  oder:  gleiche
Ladungsquotientenergeben  gleiche
Geschwindigkeiten.  Der  Ladungsquotient
  ist  das  Gewicht  der  Pulverladung,
dividiert  durch  das  Granatgewicht  (vgl.
Geschütze,  Tabelle  I).  Die  Schwerkraft
zieht  das  Geschoß  senkrecht  nach  unten  und
wirkt  auf  dasselbe  so  wie  auf  jeden  freifallenden
  Körper.  Es  kommen  daher  auf  das
fliegende  Geschoß  die  allgemeinen  Fallgesetze
  zur  Anwendung.  Der  Luftwiderstand
wich  mit  der  Gese  windigkeit  des  Geschosses,
  wird  aber  von  dem  schwerern
leichter  überwunden,  da  mit  dem  Kaliber
der  Querschnitt  im  auadratischen,  das
Gewicht  dagegen  im  kubischen  Verhältnis