Führer  —  Futtermauern.

Bügel,  in  Osterreich  Knie  an  Knie.  —  F.
am  Feinde  hat  man,  wenn  sich  dieser
in  Seh=  und  Hörweite  befindet.
Führer,  Funktion  von  Unteroffizieren
in  der  öserreichischen  Armee;  Stabsführer,
  etwa  dem  Fourier  entsprechend.

Fuhrpark.  Bis  1870  wurden  in
Preußen  für  die  mobilen  Armeen  zur
Nachführung  der  Verpflegung  und  Fourage
ausgemieteten  Wagen  fuhrparks  fsormiert
undunter  Aussicht  von  Landwehrkavallerie
gestellt.  Die  vielen  damit  verbundenen
Unregelmäßigkeiten  waren  Veranlassung,
1870  bei  jedem  Armeekorps  6  Fuhrparkskolonnen
  à  82  Wagen  durch  das  Trainbataillon
  zu  formieren;  eine  dieser  Kolonnen
  wird  der  Etappeninspektion  des  Armeckorps
  überwiesen.

ührungsband,  s.Geschütze  (S.156).

ührungsspindel,  .  Zünder(S.  381).

x—  swarzen,  s.  v.  w.  Ailetten.

uhrwesen  oder  Militärfuhrwesenskorps,
  in  Osterreich  gleichbedeutend
mit  Train  ((.  d.).

Fundiböla  (Schleuder=  od.  Wurfmaschine),
  s.  Geschütze  (S.  162).

Furkett  (Fourgquette),  die  eiserne
Gabel  mit  Stiel  zum  Auflegen  der  Hakenbüchsen
  und  Musketen  beim  Schießen.

Furt,  seichte  Stelle  in  fließendem  Wasser,
  welche  bis  zu  1,3  m  für  Infanterie
und  Kavallerie,  bis  0,75  m  für  Artillerie
passierbar  ist.

Füsilier.  Der  Name  F.  kam  in  Frankreich
  auf,  als  man  dort  Flinten  (s.  d.),  d.  h.
Steinschloß-,  Flintenschloßgewehre  (fran-Ph
  fusils),  einführte,  also  um  1650.
In  Preußen  erhielt  1704  die  kurmärkische
und  preußische  Gardedie  Bezeichnung-Füsiliergardec,
  1723  wurden  vier  Regimenter
  mit  der  Unisorm  der  Grenadiere  errichtet.
  Später  wurde  F.  die  Bezeichnung
für  eine  leichte  Infanterie.  Gegenwärtig
  hat  dieselbe  nur  noch  historische  Bedeutung.
  Bei  der  deutschen  Infanterie  ist
das  dritte  Bataillon  jedes  Regiments  das
Füsilierbataillon,  außerdem  besteht
ein  Gardefüsilierregiment,  und  die  Regmenter
  Nr.  33—40,  73,  80,  86  und
sind  Füsilierregimenter.  Dieselben  tragen
  schwarzes  Lederzeug.

Fußangeln,  eiserne  Sternchen  von  ca.

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10  cm  Höhe  mit  vier  Spitzen,  von  denen
immer  drei  auf  der  Erde  liegen  und  die
vierte  nach  oben  steht.  Sie  dienen,  mit  Gras,
Heu  2c.  bedeckt,  zum  Ungangbarmachen
von  Furten,  auf  der  Grabensohle  2c.
Fußartillerie,  früher  diejenige  Feldartillerie,
  deren  Bedienungsmannschaften
nicht  berittenwaren.  Seit  1872  in  Deutschland
  Bezeichnung  der  frühern  Festungsartillerie;
  sie  besteht  seitdem  als  besondre
Wasse  neben  der  Feldartillerie.
Fubmörser,  ein  Mörser,  der  mit  einer
Fußplatte  gegossen  wurde,  die  in  der  Regel
unter  45zu  seiner  Rohrachse  stand  und  zur
Befestigung  auf  dem  Laffetenblock  diente.
Stein-,  Hand=  und  Schaftmörser  waren  F.
Futtermanern  (auch  anliegende
Mauern  oder  Revetemenuts)  werden
in  der  permanenten  Befestigung  die  zur  Bekleidung
  von  Erdböschungen,  namentlich
der  Eskarpe  und  Kontreskarpe  dienenden
Mauern  genannt,  durch  welche  dieselben
sturmfrei  werden  sollen.  Die  Eskarpenmauern
  heißen  ganzge  F.,  weun  sie  7,5—
10  m,  halbe,  wenn  sie  etwa  halb  so  hoch
sind.  Die  Erde  wird  unmittelbar  hinter
ihnen  angeschüttet;  sie  werden  gegen  deren
Druck  durch  Verstärkung  nach  unten  um
1½—11/12  ihrer  Höhe  und  durch  Strebepfeiler
  an  der  Rückseite  widerstandsfähig  gemacht,
  oder  es  werden  die  nach  hinten  verlängerten
  Strebepfeiler  in  einer  oder  mehreren
  Etagen  überwölbt.  Da  die  auf  diesen
Gewölbebogen  ruhende  Erde  nicht  von  der
Futtermauer,  sondern  den  Strebepfeilern
getragen  wird,  soheißen  sie  Entlastungsoder
  Dechargenbogen  und  die  Mauern
Dechargenmauern.  Schließt  man  die
so  entstandenen  Räume  durch  eine  der  Futtermauer
  (Stirnmauer)  parallele  Reversmaner,
  so  entstehen  Kasematten
(s.  d.).  Solche  F.  sind  schwer  zu  breschieren,
da  die  Erde  nicht  eher  das  Gewölbe  zusammendrückt,
  bevor  nicht  der  Strebepfeiler
eingeschossen  ist.  Oben  sind  die  F.  in  der
Regel  durch  einen  überragenden  Stein
(Kordon)  bedeckt.  In  ältern  Befestigunen
  wurde  zuweilen  noch  eine  niedrige
Maneraufden  Kordon  (Tablettmauer)
gesetzt,  um  die  Brustwehr  des  Walles  zu
bekleiden.  Da  Eskarpenmauern  dem  direkten
  Geschützfeuer  entzogen  sein  müssen,  so