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bekleidet  man  die  Eskarpen  in  neuerer  Zeit
mit  freistehenden  Mauern  .  d.),

welche  bei  binreichender  Sturmfreiheit

Gaffel  —  Gangarten.

niedriger  sein  dürfen  als  F.  Die  Kontreskarpe
  wird  dagegen  mit  einfacher  Futtermaner
  bekleidet.

G.

Gaffel,  ein  in  der  Längemichtung  des
Schiffs  stehendes  Rundholz,  das  mit  einer
gabelförmigen  Klaue  um  einen  der  Masten
oder  einen  -Schnaumast=  an  der  Hinterseite
  stärkerer  Masten  greift,  an  dem  es
auf  und  nieder  gleitet.  Das  an  der  G.
befestigte  Segel  heißt  Gaffelsegel.

Gage  (pr.  gahsche  heißt  in  Osterreich  die
Offizieren  und  ihuen  im  Range  gleichstehenden
  Militärbeamten  zukommende
Besoldung,  s.  Gehalt.

Galands  Revolversystem  (pr.  lang,
s.  Revolver.

Galeasse,  kleinere  Kauffahrteischiffe
mit  einem  Groß=  und  kleinen  Besanmast;
ersterer  hat  eine  Stenge  und  Gaffel  und
führt  ein  großes  Gaffelsegel,  Mars=  und
Bramsegel.  —  Früher  hießen  die  großen
durch  Segel  und  Ruder  bewegten  Kriegsschiffe
  Venedigs  =  Galeassen“.

Galeeren,  flach  gehende,  für  seichte
Küstengewässer  gebaute  Kriegsfahrzeuge
der  Marinen  des  Mittelmeers  früherer
Zeit.  Siewurden  durch  Ruderer,  meist  Galeerensträflinge
  (Galeerensklaven),  und
Segel  an  lateinischen  Raaen  (sehr  lange
Raa  mit  dreiseitigem  Segel)  bewegt.

Galion,  Schiffsschnabel,  häufig  durch
eine  Iigur  Gelchmückt  welche  auf  den
Namen  chiffs  Bezug  hat.

Gallen  (Gruben),  Höhlungen  in  Geschützrohren
  und  Geschossen,  welche  beim
Guß  durch  die  in  der  erstarrenden  Metallmasse
  zurückbleibenden  Gasblasen  entstehen.
  In  Stahlrohren  werden  dieselben
beim  Schmieden  unterdem  Dampfhammer
meist  flach  zusammengedrückt,  so  daß  sie
beim  Ausbohren  der  Seele  in  dieser  als
Risse  (Gallenrisse)  erscheinen,  durch
die,  vor  oder  nach  dem  Anschießen  entdeckt,
die  Rohre  unbrauchbar  werden.

Gallerien,  in  Festungen  hinter  Futtermauern
  liegende  Reihen  kleiner,  mit
Scharten  versehener  Kasematten  zur  niedern

  Grabenverteidigung.  In  der  Kontreskarpe
  werden  dieselben  in  der  Regel
als  Parallelgallerien  angelegt,  wobeie
die  Kontreskarpenmauer  das  eine,  die
dieser  parallel  laufende  andre  Mauer  das
andre  Widerlager  des  Gewölbes  bildet.
In  den  neuern  Befestigungen  kommen
G.  in  der  Regel  nurin  den  ausspringenden
Winkeln  hinter  der  Kontreskarpe  vor,
um  als  Minenvorhäuser  für  die  Verteidigungsminensysteme
  zu  dienen.  Von  ihnen
laufen  die  meist  in  Mauerwerk  ausgeführten
  Minengallerien  aus,  die  unter  dem
Glacis  sich  verzweigen;  s.  Minen.

Galopp  (altdeutsch:  Gählop,  -Gehlauf.),
  s.  Gangarten.

Gamaschen  (Kamaschen),  ein  vom
Schuhoft  bis  über  das  Knie  reichendes  Bekleidungsstück
  für  den  Unterschenkel  aus
Tuch,  Leinwand  oder  Leder  sie  sollen  das
Eindringen  von  Sand  in  die  Schuhe  und
Verletzungen  des  Beins  durch  Gestrüpp  2c.
verhindern.  Im  vorigen  Jahrhundert  in
allen  Armeen  gebräuchlich,  waren  sie,  das
Marschieren  sehr  erschwerend  und  ein  geschätztes
  Paradestück,  eine  wahre  Plage
für  den  Soldaten,  woraus  sich  die  volkstümliche
  Segeichmung  für  kleinlichen,  pedantischen
  Dienstbetrieb  als  Gamaschendienst
  herleitet.  Mit  der  Einführung
  von  Schaftstiefeln  sind  die  G.
etzt  aus  fast  allen  Armeen  (auch  für  die
französische  steht  es  in  Aussicht)  verdrängt
worden.

Ganasche,  beim  Pferde  die  breiten
Seitenteile  der  untern  Kinnbacken.

Gangarten  des  Pferdes  sind:  Schritt,
Trab,  Galopp  und  Karriere.  Für  die
Kavallerie  istvorgeschrieben:  der  Schritt
ist  zum  Marsch  und  zu  den  Wendungen
bestimmt  94  m  in  einer  Minute,  der  Trab
für  Evolutionen  225  m  in  einer  Minute,
der  Galopp  zu  schnellen  Gefechtsbewegungen,
  Aufmärschen,  Attaken  2c.  375  m  in