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schosse  sich  eignen,  Eisenpanzerungen  mit
Erfolg  zu  beschießen;  sie  sind  daher  vor-8
  Küsten=  und  Schiffsgeschütze.

pus  fallgeschütze  sind  Feldgeschütze,
die,  zu  Batterien  ähnlich  den  Feldbatterien
  formiert,  bei  den  Ausfällen  aus  belagerten
  Festungen  Verwendung  finden.
Flankengeschütze  sind  teils  noch  glatte,
teils  gezogene  G.  kleinen  Kalibers,  die  in
Festungen  zur  Grabenbestreichung  dienen
und  vorzugsweise  Kartätschen
die  Einführung  von  Mitrailleusen  für  diesen
  Zweck  steht  bevor.  Die  Marine  führt
8  cm  Kanonen  als  Landungsgeschütze.
Die  für  die  Belagerung  von  Paris  zum
Beschießen  von  Luftballons  von  Krupp
konstruierten  Ballongeschütze  sind
4  cm  gezogene  Hinterladungskanonen.
Je  nach  der  Konstruktion  ihrer  Seele  unterscheidet
  man  glatte  und  gezogene,
Vorder=  und  Hinterladungsgeschütze,
  kurze,  lange  und  schwere
Kanonen,  Mörser,  Haubitzen,
Bombenkanonen  2c.

Konstraktion.

Die  G.  werden  aus  Gußeisen,  gewöhnlicher
  Bronze  und  Hartbronze,  Gußstahl
oder  Schmiedeeisen  oder  auch  aus  zweien
dieser  Metalle  zugleich  gefertigt,  z.  B.  aus
Gußeisen  mit  schmiedeeisernen  oder  stählernen
  Ringen  (französische  Marinekanonen)
  oder  auseiner  Seelenröhrevon  Stahl
mit  aufgeschobenen  Ringen  von  Schmiedeeisen
  (englische  Frasergeschütze).  Die  Bohrung
  der  G.  heißt  Seele,  ihr  Durchmesser
das  Kaliber,  nach  dessen  Größe  in  Centimetern
  die  Geschützrohre  benannt  werden;
in  Deutschland  sind  8,  9,  12,  15,  17,  21,
24,  26,  28,  30,56  em  gezogene  G.  eingeführt.
  Die  Feldgeschütze  werden  leichte
und  schwere  genannt;  von  glatten  Geschützen
  sind  noch  9  und  12  cm  Kanonen,
  15  und  23  cm  Mörser  im  Gebrauch.
Die  früher  übliche  Bezeichnung  6-oder
12-Pfünder  2c.  bezog  sich  auf  das  Gewicht
der  kalibermäßigen  eisernen  Vollkugel  bei
den  Kanonen,  bei  Haubitzen  und  Mörsern
  (7-,  25=  und  50pfündige)  auf  das
Gewicht  einer  kalibermäßigen  Steinkuel,

  die  früher  aus  Geschützen  dieses  Kaibers
  geworfen  wurde;  dabei  wog  die
50  pfündige  Bombe  108.  Pfd.  (54  kg).

chießen;  b

Geschütze  (Benennung,  Beschreibung).

Die  Kaliberbezeichnung  nach  Centimetern
des  Seelendurchmessers  ist  jetzt  in  den
meisten  Staaten  Gebrauch;  in  England
dagegen  werden  die  G.  unter  7  Zoll  Kaliber
nach  ihrem  Granatgewicht,  siebenzöllige
und  darüber  nach  dem  Seelendurchmesser
in  Zollen  und  dem  Rohrgewicht  in  centweights
  (Centnern),  wenn  dasselbe  10
ewt.  nicht  übersteigt,  andernfalls  nach
tons  (englischen  Tonnen  à  1015,65  kg)
ezeichnet.

Je  nachdem  die  G.  von  vorn  (von  der
Mündung)  oder  von  hinten  geladen  werden,
  nennt  man  sie  Vorder=  oder  Hinterladerz
  erstere  können  sowohl  glatt
wie  gezogen  sein,  leßeerr  sind  stets  gezogen,
  d.  h.  in  die  Seelenwand  sind  flache
Vertiefungen  (Züge),  je  einen  Schraubengang
  bildend  (daher  gewundene  Züge),
eingeschnitten,  die  den  Frec  haben,  dem
Geschoß  eine  Drehung  um  die  Längenachse
  zu  geben  (s.  Flugbahn).  Die  Mittellinie
  der  Seele  (Seelenachse)  soll
bei  richtig  gearbeiteten  Rohren  mit  der
Nohrachse  zusammenfalten.  Zur  Verbindung
  des  Rohrs  mit  der  Laffete  dienen
die  Schildzapfen,  walzenförmige  Angüsse
  zu  beiden  Seiten  des  Rohrs,  deren
Achse  (Schildzapfenachsehsenkrecht  zur
Rohrachse  stehen  muß.  Der  Schnittpunkt
beider  heißt  der  Lagerpunkt:;  liegt  derselbe
  unter  der  Rohrachse,  so  heißt  er  versenkt,
  wie  bei  den  ältern  preußischen
Festungs=  und  jetzigen  österreichischen  Feldgeschützen.
  Neuerdings  angestellte  Versuche
  mit  hohlen  Schildzapfen  sollen  in
Bezug  auf  deren  Haltbarkeit  günstige  Ergebnisse
  geliefert  haben.  Die  Lage  der
Schildzapfen  gibt  dem  Rohr  entweder
Hintergewicht,  damit  es  auf  der  Richtsohle
  gusliege  und  deren  Bewegungen  beim
Nehmen  der  Höhenrichtung  folge,  oder  hält
dasselbe  im  Gleichgewicht,  wie  bei  den  Geschützen
  mit  Centralzündung  (durch  den
Keil  in  der  Seelenachse);  hierbei  muß  die
Richtmaschine  mit  dem  Rohr  verbunden
  sein,  um  dieses  bei  ihren  Bewegungen
mitzunehmen.  Die  Mündung  des  Rohrs
ist  in  der  Regel  durch  den  Geschützkopf
verstärkt,  der  bei  den  ältern  Rohren  eine
bedeutende  Höhe  erhielt,  bei  den  neuern
entweder  nur  klein  ist,  oder  auch  ganz