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iere,  4887  Mann,  422  Pferde.  Uniform:
charlachwaffenroch  mit  blauen  Ausschläzen,
  dunkelblaue  Beinkleider  mit  Scharlachstreifen,
  Helm  (bisher  Bärenmütze).
Bewaffnung:  Snider-Karabiner.
Train:  11  Proviant-,  12  Transportkompanien,
  erstere  für  den  Magazindienst,
  letztere  für  militärische  Fuhren  bestimmt.
  Etatstärke:  8  Offiziere,  3006
Mann,  1095  Pferde.  Unisorm:  dunkelblauer
  Wassenrock  mit  weißen  Aufschlä-En
  ,  dunkelblaue  Beinkleider  mit  weißen
treisen,  blauer  Tuchtschako  mit  schwarzem
  Roßhaarbusch.  —  Für  die  Offiziere
der  englischen  Armee  sind  neuerdings  statt
der  Distinktionszeichen  am  Kragen  und
Tressen  an  den  Rockausschls  en  Gradabzeichen
  nach  Art  der  Feldachselstücke  der
deutschen  Offiziere  eingeführt  worden.  Sie
bestehen  aus  goldnen  geflochtenen  Achselchnüren,
  auf  denen  für  Kapitäne  und
eutnants  Sterne,  für  Stabsoffiziere
Krone  und  Sterne,  für  Generale  Schwert
und  Stab  cfreugt  nebst  Krone  und  Stern
die  Ran  ufen  ezeichnen.  "
Der  seit  Karl  U.  bestehende  Stellenkauf
  im  Offizierkorps  ist  2.  Juli  1871  gegen
  den  Willen  des  Oberhauses  58
die  Beförderung  (im  Regiment,  bei  Generalen
  in  der  Waffe)  geschieht  nach  der
Tour,  beihervorragendem  Verdienst  Rangerhöhung
  ohne  Veränderung  der  Avancementsfolge.
  Bei  freiwilligem  Abgang  sind
Offiziere  nach  20jähriger  Dienstzeit  pensionsfähig.
  Bei  zwangsweiser  Verabschiedung
  erhalten  Halbsold  oder  Berwendung
  in  Stellen  außerhalb  der  Truppe:
Leutnants  und  Hauptleute  nach  20,  Majore
  nach  27  Dienstjahren,  Oberstleutnants
nach  5  Jahren  Dienst  in  der  Charge.
Niliz,  Freiwillige  Streitmacht  2c.
Jeder  Engländer  zwischen  18  und  30
Jahren  kann  durch  Ballottieren  zur  Miliz
  ausgehoben  werden;  Peers,  Geistliche,
  Anwälte,  Quäker  und  Freiwillige
sind  nicht  dienstpflichtig,  Stellvertretung
ist  gestattet.  Die  Rekrutierung  erfolgt
durch  Werbung  in  der  Grasschaft,  zu  welcher
  das  Regiment  gehört,  durch  den  Brigadedepotkommandeur,
  auf  höchstens  sechs
Jahre.  Die  Miliz  ist  formiert  in  136  Infanteriebataillonen,
  30  Artillerieregimen-Großbritannien

  (Milizz  Freiwillige;  Marine).

tern,  2  Ingenieurregimentern.  Zu  jedem
Insäntesiefabistri  gehören  2  Milizinsanteriebataillone,
  welche  mit  den  übrigen
zum  Subdistrikt  gehörigen  Truppenteilen
eine  administrative  Suddistriktsbrigade
bilden.  Die  Ausbildung  der  Rekruten  geschieht
  in  einem  sechs  Monate  nicht  übersteigenden
  Zeitraum,  jährliche  Exerzierperiode
  21—28  Tage.  Die  Milizoffiziere
rangieren  hinter  den  Offizieren  ihrer
Charge  der  regulären  Armee.  —

Im  Fall  einer  wirklichen  oder  drohenden
  Invasion  können  die  Freiwilli-=gen
  durch  königliche  Ordre  zum  Dienst
erufen  und  in  jedem  Teil  Großbritanniens
  zum  Küstenschutz,  Schutz  von  London
  und  zum  kleinen  Krieg  verwandt
werden.  Alle  Männer  zwischen  17  und
55  Jahren  sind  zur  Waffenübung  verpflichtet.
  Formiert  werden:  Infanterie,
leichte  Kavallerie,  Artillerie,  Ingenieurr
berittene  Shüten  ,  Krankenträgerkompanien.
  Für  die  Ausbildung  bestehen  im
Frieden  permaneute  Stäbe.  Die  Übungszeit,
  für  die  Waffen  verschieden,  wird  jedesmal
  besonders  vorgeschrieben.  Außer
diesen  Freiwilligenkorps  besteht  noch  eine
freiwillige  Kavallerie  (Teomanry),
welche  zwischen  der  Miliz  und  den  Freiwilligenkorps
  rangiert  und  verpflichtet  ist,
jederzeit  dem  Aufruf  der  Civilbehörden  zur
Unterdrückung  eines  Aufruhrs  oder  zur
Eskorte  des  Souveräns  zu  folgen.  —

Außerdem  besteht  noch  eine  indische
Armee,  in  die  Armeen  von  Bengalen,
Madras  und  Bombay  zerfallend,  die  teils
aus  englischen  Truppen,  teils  aus  Eingebornen
  formiert  wird.

Marine.

Die  oberste  Marinebehörde  steht  unter
einem  Lord  der  Admiralität.  Der
Etat  für  1877  betrug:  53  Admirale
174  Kapitäne,  206  Kommandeure,  74
Leunants  2c.,  im  ganzen  2313  Seeoffiziere,
  18,000  Mann;  hierzu  kommt  das
technische  Personal,  sodann  die  Küstenbewachung
  mit  403  Offziren  24,000
Mann,  die  Reserve  mit  375  Offizieren,
18,000  Mann,  die  Marine-Infanterie  mit
326  Offizieren,  15,000  Mann  sowie  die
Marine-Artillerie  mit  110  Offizieren,  3000
Mann.  Diejenigen  Seeoffiziere,  welche