Großmontierungsgeld  —  Hafen.

nicht  an  Bord  eingeschifft  oder  sonst  dienstlich

  thätig  sind,  werden,  gewöhnlichauf  drei

Jahre,  auf  Halbsold  gesetzt.  Die  Panzerotte
  zählt  12  Breitselt-,  14  Kasematt-,  3
Gürtelpanzer-,  10  Turmschiffe,  zusammen
  39  Panzerschlachtschifse.  Die  Schiffe
sind  auf  elf  heimische  und  ausländische
Stationen  verteilt.  Die  einzelnen  Schiffstypen
  sind  sehr  zahlreich.  Diese  Verschiedenheit
  ist  ein  übelstand,  welcher  dann  sehr
fühlbar  wird,  wenn  eine  größere  Anzahl
Schiffe  zu  einem  Flottenverband  vereinigt
werden.  Die  Flotte  besteht  (1880)  aus  39
Panzerschlachtschiffen,  46  Küstenverteidiwungsfahrzeugen,
  196  Kreuzern,  gegen
00  Torpedobooten,  einer  großen  Anzahl
von  Transportschiffen,  Avisos,  Jachten,
Hafendampfern,  Schul-,  Wacht-,  Kasern-,
azarettschiffen  2c.  Das  stärkste  Schiff  ist
egenwärtig  der  »Inflexible«,  96  m  lang,
"5  Mm  breit,  11,165  Ton.  Deplacement,
  61  cm  größte  Panzerstärke;  die  Armierung
  besteht  aus  vier  81  Ton.  schweren
  Gesüen,  Unter  den  Küstenverteidigungsfahrzeugen
  befinden  sich  28  Kanonenboote
  der  Staunchklasse,  nach  dem
868  von  Armstrong  erbauten  Typ,  dem
„Staunch-,  benannt.  Sie  sind  nur  24,os  m
lang,  7,62  m  breit,  haben  1,83  m  Tiefgang,
  180  Ton.  Deplacement  und  131

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Pferdekräfte;  sie  führen  nur  eine  1286.=onnen-Kanone
  in  Moncriefflassete  und
werden  deshalb  auch  schwimmende  Laffetene
  genannt.  Zu  den  Kreuzern  gehören
  1  Frchatten  und  44  Korvetten,  die
meist  12—16  schwere  (16—  22  cm  Kaliber)
  Geschütze  führen.
roffmontierungsgeld,  s.  Montierung.


Gruben,  s.  Gallen.

Grundminen,  s.  Torpedos  (S.351).

Grundschuß,  ein  Schuß,  der  ein  Schiff
unter  der  Wasserlinie  trifft.

Grundzapfen,  s.  v.  w.  Abzugsschleuse.

Gniden  (pr.  ai.),  im  vorigen  Jahrhundert
  als  Führer  dienende  Offiziere  oder
F#edfäger,  danndie  Stabswachen  der  Heerührer;
  ähnliche  Verwendung  haben  die
G.  in  der  Schweiz  und  Italien  (s.  d.)  noch
jetzt.  Sonst  sind  G.  jetzt  meist  nur  leichte
Kavallerie,  wie  in  Belgien.

Gut,  Gesamtname  für  das  Tauwerk
eines  Schiffs;  stehendes  G.  sind  die  die
Masten  und  Stengen  seitlich,  nach  vorn
und  hinten  haltenden,  fest  angesetzten
Taue,  die  Wanten,  Pardunen  und
Stage;  dagegen  heißen  alle  durch  Blockscheiben
  laufenden  Taue  das  laufende
G.;  letzteres  besteht  meistens  aus  Hanf-,
ersteres  aus  Drahttauen.

H.

2  s.  Erdhauen.
afen,  ein  gegen  Wind  und  Seegang
eschützter  Platz  an  der  Küste  oder  in
1  Lußmündungen,  wo  Schiffe  landen  und
in  Sicherheit  vor  Anker  liegen  können.
Demnach  muß  ein  guter  H.  guten  Anker-#un,
  genügende,  möglichst  gleichmäßige
ssertiefe,  Geräumigkeit,  gefahrlose
Ansteuerung  und  Schutz  gegen  alle  Winde
bieten.  Hat  der  H.  eine  solche  Form,  daß
die  Ankerplätze  in  der  Richtung  der  Einfahrt
  liegen  würden,  so  würden  auch  die
Schiffe  hier  gegen  Wind  und  See  nicht
geschützt  sein,  und  muß  die  Einfahrt  dann
durch  einen  Molenbau  (Seebrecher)
geschützt  werden.  Dient  ein  H.  gleichzeitig
als  Kriegs=  und  Handelshafen,  so

hat  der  H.  räumlich  eine  entsprechende
Einteilung  zu  erhalten.  Kriegshäfen
müssen  zur  Sicherung  der  Schiffe  und
sonstigen  Hasen=  und  Marineanlagen,
wie  Docks,  Hellinge,  Magazine  2c.,  durch
Hafenbefestigungen  geschützt  werden.  Wo
die  räumlichen  Verhältnisse  einen  solchen
Schutz  gegen  eine  bombardierende  Flotte
nicht  möglich  machen,  muß  ein  Hafenbassin
  (Biunenhafen)  künstlich  hergerichtet
  und  um  dieses  die  Docks,  Hellingec.
angelegt  werden.  Wo  Ebbe  und  Flut
Urrschen,  wird  in  dem  H.  durch  einen

orhafen  mit  Flutschleuse  ein  normaler
Wasserstand  erhalten.  Die  Flut  öffnet  ein
nach  innen  aufschlagendes  Schleusenthor
und  füllt  das  hinter  ihm  liegende  Bassin;