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feder  umgab,  welche  beim  Vorstoßen  des
Bügels  und  Offnen  des  Gewehrs  gespannt
wird.  Hierdurch  ist  der  Hahn  überhaupt
entbehrlich  geworden.  Beim  Zurückziehen
des  Bügels  wird  das  Gewehr  geschlossen  u.
ist  zum  Abfeuern  bereit.  Liefan  Verschluß
ist  mit  einem  Lauf  nach  Henry  bei

dem

Henry-Martini-Gewehr  in  England
  zur  Einführung  gelangt  (s.  Fig.  1,
S.  178).  Eine  Weiterentwickelung  dieses
Systems  gelang  dem  Fabrikdirektor  Werder
  in  Nürnberg,  indem  er  die  weit  ausgreifenden
  Bügelbewegungen  des  Henry-5“


.

Fig.  4.

System  Remington.  Gezffnet  und  gespannt.

Martini-Gewehrs  durch  wesentlich  einfachere
  ersetzte  (s.  Fig.  2  u.  3,  S.  179

Durch  einen  Druck  auf  den  hintern  Abzug
hebt  dieser  in  der  Rast  des  Hahns  B  aus,
der  dann  nach  vorn  schlägt  und  auf  den
Kopf  des  Schlagstifts  1  trifft.  Wird  nun
die  dem  Abzug  Faiierstebende  Stütze
nach  vorn  gedrückt,  so  hebt  der  obere  Arm
denselben  aus,  das  Verschlußstück  Aschnellt
herunter  und  schlägt  auf  den  Extraktor,
der  die  Patronenhülse  nach  hinten  aus
dem  Gewehr  schleudert.  Zieht  man  den
Hahn  nun  zurück,  so  wird  das  Verschlußstück
  gehoben,  das  Gewehr  geschlossen
und  gleichzeitig  gespannt.  Dieses  Gewehr
bildete  1870/71  neben  dem  Podewils-Gewehr
  die  Bewaffnung  eines  Teils  der
bayrischen  Infanterie,  bewährte  sich  gut,
wurde  aber  im  Interesse  der  einheitlichen
Bewassnung  der  deutschen  Armee  durch  das
Gewehr  M/7/1ersetzt  und  für  die  Landwehrformationen
  zurückgestellt.—  Ganz  eigenartig
  ist  das  weit  verbreitete  System  des
Amerikaners  Remington  (s.  Fig.  4).

Handfeuerwaffen  (Cylinder-oder  Kolbenverschlüsse).

Es  besteht  aus  zwei  um  starke  Wellen  drehbaren
  Hähnen,  von  denen  der  vordere  B  das
Verschlußstück,  der  hintere  C  den  eigentlichen
  Hahn  bildet,  der  gegen  den  Schlagstift
  im  Verschlußstück  schlägt  und  dadurch,
daß  er  sich  mit  seiner  obern  kreisbogenförmigen
  Jäcke  unter  die  hintere  Fläche
des  erstern  schiebt,  das  Zurückschlagen
desselben  beim  Abfeuern  verhütet.  Mit
dem  Verschlußstück  ist  ein  Extraktionsschieber
  verbunden,  der  beim
Zurückziehen  die  Patronenhülse  ein  wenig
  lüftet,  so  daß  sie  mit  der  Hand  und
durch  eine  ruckartige  Bewegung
  der  Wasse  gänzlich  entfernt
  werden  kann.  Dieses
mangelhafte  Ausziehen  ist
eine  Schwäche  des  soust  einfachen
  und  sehr  soliden  Syems.



3)  Cylinder=  oder  Kolbenverschlüsse
  werden
charakterisiert  durch  den  in
der  Laufachse  vor=  und  zurückbeweglichen
  Verschlußcylinder
  oder  Verschlußkolben,
  welcher  den  Schloßmechauismus
  enthält.  Die
Entzündung  erfolgt  bei  den  ältern  Kon-.

  Ktruktionen  durch  eine  Zündnadel,  bei

den  neuern  durch  einen  Schlagbolzen;  beide
liegen  in  der  Laufachse.  Erstere  erfordern
Papierpatronen,  letztere  kommen  bei  Metallpatronen
  in  Anwendung.  Zündnadel
wie  Schlagbolzen  sind  auf  ihrem  ft
von  einer  Spiralfeder  umgeben  (das
System  Beaumont  ausgenommen),  die
beim  Spannen  zusammengedrückt  wird
und  beim  Abfeuern  Nadel  oder  Bolzen
nach  vorn  schnellt  und  so  durch  den  Anstich
  oder  Schlag  die  Entzündung  bewirkt.
  Die  wesentlichsten  Unterschiede  der
verschiedenen  Systeme  werden  durch  die
Einrichtung  zum  Spannen  bedingt.  Beie
den  ältern  geschieht  das  Spannen  durch
einen  oder  mehrere  besondere  Grisse,
während  bei  den  neuern  dasselbe  selbstthätig
  beim  Offnen  des  Verschlusses  ausgeführt
  wird,  die  daher  Selbst  pan  ner
genannt  werden.  Gemeinsam  haben  die
Verschlüsse  dieser  Systemgruppe  eine
mit  Kunopf  versehene  Handhabe  (die