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artillerie  und  Pioniere  bewaffnet.  Der  Karabiner
  M/  1  hat  gleichfalls  den  Schloßmechanismus
  des  Gewehrs  und  verfeuert
auch  dessen  Munition.  —  Das  franzesiche
Gras-Gewehr  ist  in  seinem  Schloßmechanismus
  demdeutschen  Infanteriegewehr
sehr  ähnlich.  Es  hat,  wie  dieses,  den
Verschlußcylinder,  die  Kammer  mit  beweglichem
  Kopf  und  das  Schlößchen.  Die
Spannvorrichtung  ist  dieselbe,  das  Spannen
  vollzieht  sich  auch  in  gleicher  Weise
wie  beim  System  Mauser;  dagegen  sitzt
der  splintartige  Anszieher  in  der  Leitschiene
Fig.  8.

Werndl-Gewehrs.

des  Kopfes  und  greift  daher  oben  über  den
Bodenrand  der  Patrone,  welche  mit  ihrem
Boden  in  eine  Aussenkung  des  Kopfes
tritt.  Die  federnde  Wirkung  des  Aussieder
  erleichtert  das  Offnen  des  Verchlusses;
  beim  Zurückziehen  stößt  der  Bodenrand
  der  Patronenhülse  gegen  eine
unten  in  der  Hülse  sitzende  Schraube,  wodurch
  die  Patronenhülse  hochgekippt  und
ausgeworsen  wird.

Die  Frage,  ob  im  Prinzip  das  Kolbendem
  Blockverschlußsystem  oder  umgekehrt
vorzuziehen  sei,  ist  viel  besprochen,  aber  keineswegs
  endgültig  entschieden  worden.  Es
sei  von  den  Unterschieden  zwischen  ihnen
hier  nur  der  hervorgehoben,  daß  die  Blockverschlüsse
  ein  wollssänsdegt  Einsetzen  der

Wellenverschluß  des  österreichischen

Handfeuerwaffen  (Gras-,  Werndl-Gewehr).

Patrone  mit  der  Hand  erfordern,  damit
der  Verschlußblock  am  Patronenboden  vorbei
  sich  hinter  denselben  stellen  kann.  Mit
der  zunehmenden  Verschmutzung  wird  dies
schwieriger,  es  setzt  überhaupt  eine  gewisse
Geschicklichkeit  der  Hand  voraus,  die  durch
Kälte  doch  bedenklich  beeinträchtigt  werden
kann.  Bei  den  Kolbenverschlüssen  wird
die  Patrone  nur  in  die  Ladeöffnung  gelegt,
das  Einführen  in  das  Patronenlager  geschieht
  durch  den  Verschluß  beim  Vorschieben
  desselben.  Jenen  Nachteil  teilt
mit  den  Blockverschlüssen
4)  Der  Wellenverschluß
des  österreichischen  Werndl-Gewehrs
  M/67/73  (s.Fig.8).
Das  Verschlußstück,  die  Welle,
ist  ein  massiver  Cylinder  mit
Laderinne  und  Handhabe,  der
-  um  eine  Achse  drehbar  ist,  die
senkrecht  unter  dem  hintern
Laufmund  ihr  Lager  hat.  Hierdurch
  ist  es  ermöglicht,  durch
die  Laderinne  in  der  Welle  das
Gewehr  zu  öffnen  und  durch
Drehung  der  Welle  ihren  massiven
  Teil  hinter  den  Lauf  zu
bringen  und  diesen  dadurch  zu
verschließen.  Die  hintere
läche  der  Welle  hat  eine
chraubengangartige  Steigung,
ebenso  die  hinter  ihr  liegende
Stoßplatte,  so  daß  beim  Offnen
  des  Verschlusses  die
Welle  sich  etwas  zurückzieht
und  hierbei  durch  einen  Winkelhebel  das
Ausziehen  der  Hse  bewirkt,  während
beim  Schließen  sich  die  Welle  nach  vorn
schiebt  und  so  die  Patrone  in  den  Lauf
preßt.  Die  Entzündung  erfolgt  durch
einen  Hahn,  der  besonders  ausgezogen
wird;  dies  ist  die  Schwäche  des  Syslems.
Die  zwei  Griffe  der  Einlader  mit  Selbstssnnu,
  Offnen  und  Schließen,  werden
ich,  soviel  der  jetzige  Standpunkt  der  Technik
  urteilen  läßt,  nicht  vermindern  lassen.
Um  an  Schnellfeuer  zu  gewinnen,  mußte
daher  das  Laden  vereinfacht  werden;  dies
geschah  durch  die  Konstruktion  der  Magazin=
  oder  Repetiergewehre,  deren
neuere  Systeme  auch  nur  diezwei  Griffe  der
Einlader  erfordern.  Als  ein  Nachteil  der