Hurenwaibel  —  Igel.

HKarrenaltel  s.  Landsknechte.
urra,  allgemein  üblicher  Schlachtruf,
  der  bereits  im  Mittelhochdeutschen
als  Hetz=  und  Jagdruf  gebräuchlich  war,
im  Neuhochdeutschen  aber  erst  um  die
Mitte  des  vorigen  Jahrhunderts  wiederauftauchte.
  Von  den  Russen  überkam  er
in  den  Befreiungskriegen  den  Preußen  und
ist  in  Deutschland  für  die  Attake  und  den
Bajonettangriff  reglementarisch.
Ousaren  erscheinen  zuerst  in  Ungarn,
wo  durch  die  Szegediner  Reichsversammlung
  1458  verordnet  wurde,  daß  auf  allen
größern  weltlichen  und  geistlichen  Besitzungen
  der  20.  Mann  auf  drei  Monate
zum  Dienste  des  Königs  gestellt  werden
sollte.  Von  der  Zahl  20,  husz-,  und
dem  Wort  »ar«  (Löhnung)  erhielten  die
H.  ihren  Namen.  Jeder  Husar  diente  mit
5  Pferden,  war  ganz  gepanzert,  führte

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einen  krummen  Säbel,  am  Sattel  einen
1,6  m  langen  Pallasch,  einen  Streithammer
  (s.  d.)  zum  Durchschlagen  der  Rüstung
  des  Gegners  und  eine  6  m  lange
Pike  mit  oft  1,5  m  langer  Flagge,  um  die
Pferde  der  Gegner  schen  zu  machen.  Das
gegenwärtig  9.  österreichische  Husarenregiment
  wurde  als  erstes  1  errichtet.
—  In  Preußen  mußten  1721  auf  Befehl
Friedrich  Wilhelms  I.  30  polnische  Waachen
  beim  Dragonerregiment  Nr.  6  als
H.  eingestellt  werden;  1729  wurde  das
erste  selbständige  Husarenkorps  errichtet,
1730  das  zweite,  das  jetzige  Zictensche
Husarenregiment.  Die  deutsche  Armee
irt  jetzt  20  Husarenregimenter,  die  österreichische
  16,  die  französische  12.  Die  Unterscheidung
  der  17  preußischen  Husarenregimenter
  zeigt  folgende  Tabelle:
HOusarka,  s.  v.  w.  Attila,  s.  d.

Regi.rundfarbe  der  Attila  .  Schnüre  am  Attila,  Vorstöße
ments.  und  der  Feldmütze,  Farbe  Delatsrreen  der  an  der  Feldmütze,  Farbe  Farte  **m
N.  der  Mantelachselklappen  Feldmüte  der  Kuoͤpfe  am  Mantel  olpals
Garde  ponceau  dunkelblau  gelb  ponceau
1  schwarz  ponceau  weiß  ponceau
2  schwarz  schwarz  weiß  weiß
3  ponceau.,  Achselklappe  dunkelblau  weiß  ponceau
dunkelblau
4  braun  braun  gelb  gelb
5  krapprot  schwarg  weiß  krapprot
6  grün  ponceau  gelb  ponceau
7  russischblau  ponceau  gelb  ponceau
8  dunkelblau  hellblau  weiß  hellblau
o  lornblau  lornblau  gelb  kornblau
10  grün  pompadourtot  gelb  pompadourrot
11  grün  ponceau  weiß  ponceau
12  kornblau  kornblau  weiß  weiß
13  lornblau  ponceau  weiß  ponceau
14  dunkelblau  ponc  eau  weiß  ponceau
15  dunkelblau  gelb  weiß  gelb
16  kornblau  gelb  (ohne  Vor-  weiß  (Vorstoß  nur  am
sioß)  Declel  der  Mütze)  gelb

J.

Igel,  volkstümliche  Bezeichnung  der
kreisrunden  oder  gevierten  Anordnung
des  Spießerfußvolks  bei  den  Schweizern
im  14.  und  den  Landsknechten  im  15.  und
16.  Jahrh.  gegen  Reiterei;  die  Schützen
und  die  mit  Kurzwehren  Bewaffneten  wurden
  in  die  Mitte  genommen,  von  den

Spießern  aber  die  Spieße  nach  außen  in
Brusthöhe  gehalten,  wobei  sie  den  Spießschuh
  in  den  Boden  stemmten.  Das  erste
Glied  kniete  in  der  Regel  nieder.  Nach
Einführung  der  Bajonettflinten  ent-64
  sich  aus  dem  J.  das  Karrce