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beiten,  die  einer  speciellen  Kunstfertigkeit
bedürfen.  Sie  haben  die  Belagerungsarbeiten
  beim  Angriff  von  Festungen,
ausgenommen  dieder  Batterien,  welche  von
der  Artillerie  gebaut  werden,  den  Mineurdienst,
  Bau  von  Kriegsbrücken  2c.
auszuführen.  Die  Ingenieuroffiziere  in
einer  Krirtensttärk=  von  etwa  bilden
zusammen  das  J.,  an  dessen  Spitze,  als
Chef  desselben,  der  „Generalinspekteur  des
J.  und  der  Festungene  steht.  Unter  ihm
sitehen  das  Ingenieurkomitee  und
4  Angenieurinspektionen,  deren
jede  in  1  Pionier-und  2  Festungsinspektionen
  zersällt.  Zur  ersten  Penierinspektion
  gehören  das  Garde-,  1.,  2.;
zur  fveiten  das  3.,  4.,  5.,  6.;  zur  dritten
das  II.,  14.,  15.:  zur  vierten  das  7.,  8.,  9.,
10.  Pionierbataillon.  Von  den  Festungsinspektionen
  ressortieren  die  Festungen  in
sortifikatorischer  Beziehung;  es  gehören  zur
ersten:  Memel,  Pillau,  Königsberg,  Boyen,
Marienburg  und  Dirschau;  zur  zweiten:
Stralsund,  Swinemünde,  Kolberg,  Thorn
und  Danzig;  zur  dritten:  Posen,  Glogau,
Neiße  und  Glatz;  zur  vierten:  Küstrin,
Spandau,  Magdeburg,  Torgauz  zur  fünften:
  Mainz,  Straßburg,  Neubreisach,  Rastatt
  und  Ulm;  zur  sechsten:  Metz,  Diedenhofen,
  Saarlonis,  Bitsch;  zur  siebenten:

Wesel,  Hamm  (Brückenbefestigung),  Köln,  W

Koblenz;  zur  achten:  Sonderburg-Düppel,
Friedrichsort,  Befestigungen  der  Elb=  und
Wesermündungen,  Wilhelmshaven,  Emsmündung
  und  die  mecklenburgische  Küste.
In  jederPestung  istein  Platzingenieur
Leiter  des  Festungsbauwesens,  unter  welchem1—14
  Ingenieur-(Posten-)Offiziere
den  Fortifikationsdienst  versehen.  Die  drei
ersten  Kompanien  jedes  Pionierbatail-=lons
  (die  Feldpionierkompanien)
werden  gleichmäßig  im  allgemeinen  Pionierdienst,
  Pontoneren  appieren  und
Feldmineurdienst  ausgebildet,  während
dievierte  (die  Mineurkompanie)neben
dem  eigentlichen  Mineurdienst  nur  den
allgemeinen  Pionierdienst  und  das  Sappieren
  betreibt  und  deshalb  speciell  bei  der
Belagerung  und  Verteidigung  von  Festungen
  Verwendung  findet,  die  drei  ersten
Kompanien  aber  den  Feldarmeen  für  die
beiden  Divisions=  und  den  Korpsbrücken-Ingenieurpark

  —  Insfpektionen.

train  jedes  Armeekorps  zugeteilt  werden.
Das  Garde=  und  4.  Pionier-Bataillon
sormieren  im  Krieg  12  Feldtelegraphenabteilungen.
  —  Das  Ingenieurwesen  war
früher  mit  der  Artillerie  verbunden,  später
ehörten  die  Ingenieure  zum  Stabder  Feld-Herren.
  Sully  war  der  erste,  welcher  1603
ein  besondres  J.  sammelte  und  für  dessen
wissenschaftliche  und  technische  Ausbildung
sorgte.  In  Deutschland  wurden  die  Pionierarbeiten
  von  den  Schanzbauern
unter  dem  Befehl  des  Schanzbauern-=hauptmanns
  und  Schan  zmeisters
ausgeführt.  Gustav  Adolf  vereinigte  das
J.  mit  dem  Generalstab.  In  Preußen  bildete
  sich  unter  Friedrich  Wilhelm  I.,  in
Sachsen  unter  August  II.  ein  J.;  in  Osterreicherrichtete
  Prinz  Eugen  ein  Geniekorps.
Gegenwärtig  bestehen  in  allen  Löbern-Armeen
  Ingenieur-(Genie-)Korps
in  verschiedener  Organisation,  so  daß  z.  B.
die  Pontoniere  zur  Artillerie  (Frankreich)
oder  die  Pioniere  nicht  zu  den  Genietruppen

  gehören  (Osterreich).
Ingenkeurpark,  s.  Belagerungst



ark.

Ingenleurschulen,  zum  Unterricht
junger  Offiziere  in  den  für  den  Militäringenieurdienst
  erforderlichen  Wissenschaften,
  wurden  zuerst  in  Dresden  1742,
ien  1747,  Mézières  1750,  Potsdam
1788  gegründet:  lebiere  wurde  1816  mit
der  Artillerieschule  in  Berlin  verbunden.

Inhaber  (Oberstinhaber).  Zur  Zeit
Maximilians  I.  wurden  bewährte  Krieger
  unter  Ernennung  zum  Obersten  durch
Patent  ermächtigt,  Regimenter  zu  errichten.
  Da  nicht  seen  rinzen  eine  sol
Bestallung  erhielten,  die  wegen  anderweiter
  Hofämter  das  Regiment  nicht  selbst
kommandieren  konnten,  so  ernannten  sie
sich  hierzu  einen  Stellvertreter  (Oberstleutnant),
  der  nun  der  ausübende  Regimentskommandeur,
  jener  aber  der  Regimentsinhaber
  wurde.  Heute  ist  J.  eine
Ehrensiellung  geworden,  in  Deutschland
Ehelod  penannti?  l.  Ehrenzeichen.

nnere  Wa  e,.  Fahne##eche,

n  Schau  (geknotet),  s.  Flagge.

nspeltionen,  Behörden,  welche  die
kriegstüchtige  Ausbildung  der  ihnen  unterstellten
  Truppen  oder  auch  die  Kriegs-