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Maßeinteilung  auf  der  flachen  Seite  abzelesen.
  Der  K.  wird  auch  häufig  Artilleriemaßstab
  genannt.
Kalibriermaschine  dient  zur  Regulierung
  des  Geschoßraums  der  Patronenhülsen.
  Alleeinmal  gebrauchten  Patronenhülsen,
  wenn  sie  zur  Herstellung  von
Patronen  wiederverwendet  werden  14
müssen  nachkalibriert,  durch  einen
Kalibrierzug  hindurchgepreßt  werden,
um  sie  ladesähig  zu  machen.

Kaltgeschmolzenzeug,  s.  Geschmol-=zenzeug.


Kemasche,  s.  Gamasche.

Kamm,  s.  v.  w.  Krete  (s.  d.).

Kammer,  der  Aufbewahrungsort  für
die  Bekleidungs=  und  Ausrüstungsstücke
der  Truppen.  Aufden  Reg  imentskammeru
  werden  die  Materialien  für  die  Bekleidungswirtschaft
  sowie  die  Kriegsangmentationsbestände,
  auf  den  Bataillonskammerndie
  Kriegsgarnituren  für
die  Kompanien  und  auf  den  Kompaniekammer
  n  die  nicht  im  Dienst  befindlichen
  Stücke  des  Friedenssolletats  aufbewahrt.
  Die  Aufsicht  über  die  Kammern
führen  Bekleidungskommissionen,
unter  deren  Verantwortung  ein  Kammerunteroffizier
  (bisher  Kapitän
d'armes  genannt)  die  Ordnung  in  Verwaltung,
  Verausgabung,  Reparatur  2c.
besorgt.  —  An  Bord  eines  Schiffs
der  Wohnraum  für  die  Offiziere  und
Deckoffiziere  (s.  Kajüte).  —  Bei  den
Feuerwassen  ist  K.  im  allgemeinen  der
Teil  des  Laufs,  welcher  die  Pulverladung
aufnimmt;  vgl.  Geschütze,  "6  ndfeuerwaffen,
  Haubitze,  Mörser.  —
S.  auch  Sattel.

Kammerbüchse,  s.  Handfeuerwaffen
  (S.  175).

Kammerstücke  nannte  man  die  bis  in
das  16.  Jahrh.  gebräuchlichen  Geschütze
(s.  d.),  bei  denen  eine  kurze,  an  einem
Ende  geschlossene  Röhre,  die  Kammer,
oben  mit  henkelartiger  Handhabe  versehen,
  in  das  Rohr  eingesetzt  und  durch
dahinter  eingetriebene  Keile  festgehalten
wurde.  Vor  dem  Einsetzen  wurde  die
Kammer  mit  der  Ladung  gefüllt.  Bei
der  mangelhaften  Dichtung  war  ihr  Gebrauch
  nicht  ohne  Gefahr.

Kalibriermaschine

—  Kantonieren.

Kammerwarze,  1.
wafsen  (S.  181).

Kampierleine  (Kampierpfahl),  s.
Pikettpfahl.

Kandare  (Kandarengebiß),  s.  Zäumung.
  4

Kanoue,  s.  Geschütze  (S.  155r.

Kauonenboot,  s.  Kriegsschif

Kauonenmetall,  s.  Bronze.
’4  „  äiste  aus  ute

ücken  oder  Pappe,  mit  Papier=  oder  Zeugstreifen
  beklebt,  in  mehrfachen  Lagen  e
starkem  Bindfaden  umwickelt  und  daun
eleimt,  wird  mit  Pulver  bis  zu  0,5kg  geüllt,
  mittelst  Schlagröhre  oder  hölzernen
Säulen=  (Spiegelgranat-)  Zünders  entzündet,
  als  Knallsignal  oder  bei  den  Schießübungen
  der  Artillerie  zum  Markieren
feindlicher  Batteriestellungen  verwendet.

Kanonier,  der  Artillerist  ohne  jede
Charge  (Gemeiner).

Kantillen,  die  seinen  Silberfransen
an  den  Epauletten  der  Stabsoffiziere,
s.  Abzeichen.  ·

Kantine  („Feldflasche-),  jetzt  gebräuchliche
  Bezeichnung  für  die  in  den  Kasernen
eingerichteten  Verkaufslokale,  in  denen
der  Soldat  alle  seine  kleinen  Bedürffnisse,
wie  Putzmaterialien,  Lebensmittel  2c.,
stets  gut  und  billig  kanfen  kann.  Die
Errichtung  einer  K.  Feschieht  mit  Erlaubnis
  der  betreffenden  Truppenbehörde  nach
kontraktlicher  Verpflichtung;  dieselbe  steht
dann  unter  Aussicht  einer  von  dem  Truppenteil
  aus  den  verschiedenen  Chargen  gewählten
  Kommission.

antonieren,  das  Tufen  der  Truppen
  außerhalb  der  Garnison  in  Gebäuden,
  im  Gegensatz  zum  Lagern  (Biwakieren).
  Kantonnement  oder  Kantonierungsgquartier,
  die  von  einer
Truppe  auf  längere  oder  kürzere  Zeit
belegte  Ortschaft;  Kantonierungs-=rayon,
  der  Landstrich,  auf  welchem
einzelne  Teile  eines  größern  Truppenkörpers
  einquartiert  sind.  In  den  einzelnen
  Kantonnements  werden  die  Wassengattungen,
  sowohl  aus  taktischen  Rücksichten
  als  im  Interesse  der  Ausnutzung
aller  Unterkunftsräume,  grundsätzlich  gemischt
  untergebracht.  Die  s-Handfeuer-




weite  undenge  Kantonnements  sindvon