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gegen  indirektes  Geschützfeuer  in  der  Längenrichtung
  des  Grabens  zu  decken,  weshalb
  schmale  und  tiefe  Gräben  sich  besonders
  zu  ihrer  Anlage  eignen.

Käppi,  die  aus  dem  Tschako  (s.  d.)
hervorgegangene  leichte  Kopfbedeckung  der
französischen  Truppen,  unten  breiter  als
oben,  mit  gerade  abstehendem  Schirm.
Aus  Tuch,  Filz  oder  leichtem  Leder  gefertigt,
  geht  das  K.  in  seinen  verschiedenen
Formen  zum  Tschako  hinüber,  so  daß  hier
der  Begriff  sich  nicht  mehr  trennen  läßt,
wie  beim  preußischen  Jägertschako.

Kape###,  s.  Zäumung,

Karabiner,  gegen  1  m  lange  Feuerwasse
  der  Kavallerie  für  den  zweihändigen
Gebrauch,  deren  Konstruktion  sich  in  der
Regel  eng  an  die  des  Infanteriegewehrs
anschließt,  so  daß  beide  dieselbe  Munition
verwenden,  wie  es  in  den  meisten  der

rößern  Heere  der  Fall  ist.  In  Deutschand
  ist  der  K.  M/71  gleich  dem  Gewehr
M/71,  nur  kürzer  und  wird  von  den  Dragonern,
  Husaren,  einem  Teil  der  Ulanen
und  dem  Train  geführt.

Karabiniers  (r=  niehs),  früher  die  mit
gezogenen  Karabinernbewaffneten  Scharfschützen
  zu  Pferde.  In  der  deutschen  Armee
heißt  das  sächsische  zweite  schwere  Reiterregiment
  -Karabinierregiment;  es  ist
mit  Helm,  Säbel,  Karabiner,  aber  ohne
Küraß  ausgerüstet.  In  der  italienischen
Armee  sind  K.  die  Gendarmen.  4

Karaule,  türk.  Grenzwachthäuser,  s.
Csardaken.

Kardeel,  s.  Kabelgarn.

Karkasse,  das  aus  schmiedeeisernen
Schienen  mit  Boden  gefertigte  Gerippe
für  Brand=  und  Leuchtkugeln,  welches,
voll  Satz  gestopft,  mit  einem  Zwilchbeutel
überzogen  und  in  Pech  getaucht,  aus  Haubitzen
  und  Mörsern  geworsen  wurde.
»Karkassens  hießen  auch  wohl  diese  Geschosse
  selbst.

Karree  („Vierecke),  die  Formation  der
Infanterie,  deren  sie  sich  in  früherer  Zeit
ausschließlich  gegen  Kavallerieangriffe  bediente.
  Das  K.  war  eine  geschlossene  Kolonne,
  die  nach  allen  vier  Seiten  Front
hatte.  Das  erste  Glied  kniete  in  der  Regel,
das  zweite  und  dritte  seuerte,  das  vierte
lud  die  Gewehre.  Je  nach  der  Größe  des

Käppi  —  Karkätsche.

im  Innern  vorhandenen  leeren  Raums
unterschich  man  volle  und  hohle  Karrees.
  Sie  wurden  in  der  Regel  bataillonsweise
  gebildet,  doch  hatte  Napoleon  I.
Karrees  aus  4—  Mann  formiert.
Das  K.  hat  seinen  Vorläufer  in  dem
Igel  (s.  d.)  der  Landsknechte  und  stand
in  den  Napoleonischen  Kriegen,  zur  Zeit
der  Kolonnentaktik,  in  höchster  Blüte.
Mit  der  Einführung  der  Hinterladergewehre
  hat  das  K.  seine  Bedeutung  verloren
  und  verschwindet  von  den  Schlachtfeldern.
  1866  kam  es  noch  zweimal,
1870/71  gar  nicht  mehr  vor,  da  die
Infanterie  imstande  ist,  Kavalleriean-=griffe
  in  der  Linie,  auch  in  der  Schützeninie,
  abzuweisen.  Das  Exerzierreglement
enthält  zwar  noch  Bestimmungen  über
das  Formieren  der  Karrees,  stellt  den
Führern  aber  anheim,  statt  desselben  die
den  Umständen  nach  passendste  Formation
  zu  wählen.

Karren,  zweiräderige  Fahrseuge  im  Gegensatz
  zu  den  vierräderigen,  den  Wagen.
—  Karrenbüchse,  leichtes  Geschütz  mit
karrenartiger  Laffete.  König  Karl  XV.
von  Schweden  konstruierte  eine  schnell
feuernde  Hinterlader-Bataillonskanone,
die  er  „Karrenbüchses  nannte.

Karriere  (spr.  -rähr),  die  schnellste,  mit
Aufbietung  aller  Kräfte  zu  leistende  Gangart
  des  Pferdes,  die  deshalb  auch  nur  auf
verhältnismäßig  kurzen  Strecken  zur  Anwendung
  kommt,  wie  bei  der  Attake  und
der  Versilgun

Karvobbllistes,  s.  Geschütze  (S.  162).

Karronaden,  nicht  mehr  gebräuchliche,
sieben  Kaliber  lange  Schiffsgeschütze,  die
statt  der  Schildzapfen  unterhalb  einen
durchlochten  Anguß  hatten,  mit  dem  sie  in
der  Laffete  scharnierartig  befestigt  waren.
Die  K.  hatten  12—68pfündiges  Kaliber.

Kartätsche,  eine  mit  kleinen  Kugeln
gefüute  und  an  beiden  Enden  geschlossene
Blechbüchse.  Bei  den  glatten  Geschützen  ist
letztere  aus  Eisenblech,  die  Kartätschkugeln
im  Gewicht  von  86  g  sind  aus  Eisen.  Für
gezogene  Geschütze  ist  die  Büchse  aus  Weißoder
  Zinkblech,  die  Kugeln  aus  Zink,  umdie
Züge  nicht  &amp;  beschädigen.  Die  Feldkartätschen
  C/73  haben  76  Zinkkugeln  und
zwar  die  leichten  zu  50,  die  schweren  zu