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Klinge,  der  wirkende  Teil  blanker  Wajfen
  (s.  d.);  Stich=  oder  Stoßklingen
sind  gerade,  Hieb=  oder  Hauklingen
gekrümmt.

Klüsen,  die  mit  starkem  Eisenbelag  gefütterten
  Löcher  im  Bug  der  Schiffe,  durch
welche  die  Ankerketten  nach  außen  laufen.

Klüver,  dreieckiges  Segel  am  Bugspriet.—
  Klüverbaum,  s.  Bugspriet.

S#büchse,  s.  Handfeuerwaffen

Kniehöhe,  die  senkrechte  Entfernung
vom  Geschützstand  bis  zur  Schartensohle
oder  Feuerlinie;  ihre  von  der  Lagerhöhe
der  Laffeten  abhängige  Größe  beträgt  bei
den  niedrigen  Walllaffeten  Os—1,1  ,  bei
den  Festungs=  und  Belagerungslaffeten
mit  großer  Lagerhöhe  und  flachen  Scharten
  1,6  und,  wenn  bei  höhern  Elevationen
die  Scharten  fortfallen,  2,6  m.

Knoten,  s.  Logg.

Kochgeschirr,  s.  Feldkessel.

Koffer  dienen  in  Festungen  als  geschützte
  Kommnnikationen  durch  den
Hauptgraben  oder  das  Glacis  nach  den
Außenwerken.  Sie  sind  entweder  doxpelte
oder  einfache;  die  doppelten  bestehen
aus  zwei  glacisartig  verlaufenden  Brustwehren,
  die  zwischen  sich  einen  Gang  von
erforderlicher  Breite  frei  lassen;  die  ein  fachen
  haben  nur  ein  derartige  Brustwehr.

Koje,  festes,  kastenartiges  Bettgestell  in
den  Offizierskammern  oder  Kajüten  auf
Kriegsschiffen,  zum  Unterschied  von  den
Kängematten.  Sind  die  Kojen  zum
Schwingen  eingerichtet,  um  den  Bewegungen
  des  Schiffs  zu  folgen,  so  heißen  sie
Schlingerkojen.

Kokarde  (Nationalkokarde,  Nationale,
  s.  d.),  Zeichen  der  Staatszugehörigkeit,
  besteht  meist  aus  einer  -
sette  u.  dgl.  in  den  Landesfarben,  die  an
der  Kopibedeckung  getragen  wird.  In
Deutschland  trägt  die  Marine  die  deutsche
K.  (schwars  weiß  rot),  die  in  preußischen
  Truppenteilen  dienenden  Staatsangehörigen
  andrer  deutschen  Bundesstaaten
  tragen  sowohl  die  preußische  wie  ihre
Landeskokarde.  Die  Farben  dieser  sind:
Preußen  schwarz=  weiß,  Bayern  und
Schwarzburg  hellblau=  weiß,  Sachsen

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(Königreich  und  Herzogtümer)  grün-Klinge

  —  Kolonne.

weiss,  Württemberg  schwarz=  rot,  Baden
und  Lippe-Deitmold  rot-gelb,  Großherzogtum
  Sachsen  schwar;  grün-gelb,  Hessen
  weiß-  rot,  Mecklenburg  rot=  gelbblau,
  Oldenburg  blau-r#t,  Braunschweig
bellblau=  gelb,  Lippe-Bückeburg  rot-blauweiß,
  Anhbalt  dunkelgrün,  Waldeck  und
Reuß  schwarz-rot-gelb,  Hansestädte  rotweiß,
  Elsaß-Lotbringen  schwarz-weiß-rot.
Die  K.  derösterreichisch=  ungarischen
Armee  ist  schwarz-gelb,  der  ungarischen
Landwehr  rot-weiß-grün.

Kolben,  s.  Handfeuerwasfen  (S.
180)  und  Streitkolben.

Kolbenverschluß,  s.  Geschütze  (S.
156)  und  Handfeuerwassen  (S.  180).

Kollateralwerke,  die  neben  der  Angriffsfront
  liegenden  Festungswerke,  deren
Geschütze  aber  noch  an  der  Bekämpfung
des  Angriffs  teilnehmen  können.  «

Koller,  der  weiße  Waffenrock  der  Kürassiere.
  Das  unter  der  Rüstung  getragene
  Steppwams  der  Ritter  wie  der  um
die  Mitte  des  17.  Jahrh.  von  der  schweren
Reiterei  getragene  Lederrock  hießen  auch  K.

Kollermühle,  Läuferwerk,  s.  Pulver.

Kollett,  Uniformjacke  mit  kurzen  Frackschößen
  vor  Einführung  des  Waffenrocks.

Kollisionsschott,  s.  Bug.

Kolonne  (?  Säule-),  Truppenformation
  mit  schmaler  Front  und  großer  Tiese.
Jeuachder  Größeder  hintereinander  Ler:
ten  Abteilungen  unterscheidet  man  Sektions-,
  Zug-,  Kompaniekolonnen
und  je  nach  dem  Abstand  dieser  Abteilungen
  unter  sich  geschlossene,  geöffnete
  oder  halb  geöffnete  Kolonnen.
Marschkolonnen  haben,  je  nach  der
Wegbreite,  Sektionsfront  oder  sind  Doprelreihen.
  Manövrier-oder  Angriffskolonnen
  bilden  den  übergang  von  der
Marsch=  zur  Gefechtsformation;  in  ihnen
werden  die  letzten  Bewegungen  vor  dem
Eintritt  in  das  Gefecht  ausgeführt.  Sie
sind  daher  von  größerer  Breite  und  geringer
Tiefe,  so  daß  der  übergang  zur  Gefechtskolonne
  nur  ein  Auseinanderziehen  der
Abteilungen  erfordert.  Diesen  drei  Formationen
  entsprechen  bei  der  Infanterie
die  Sektionskolonne,  K.  nach  der
Mitte  und  Kompaniekolonnc.  Die
Angriffskolonne  oder  K.  nach  der