Kolonnenjäger  —  Kompaniekolonne.

Mitte  bildet  die  Normalgefechtsstellung,
bei  welcher  die  Kompanien  in  drei  Zügen
stehen,  die  4.  u.  5.  Kompanie  in  der  Frout,
hinter  der  4.  die  3.,  2.,  1.,  hinter  der  5.
die  6.,  7.,  8.  Kompanie.  —  Bei  der  Artillerie
  und  auch  Kavallerie  sind,  der  Fechtart
  dieser  Truppen  entsprechend,  Gefechtskolonnen
  ausgeschlossen.

Kolonnensäger,  die  von  Friedrich  d.  Gr.
im  ersten  Schlesischen  Krieg  zu  Rekognoszierungs=
  und  Kurierdieusten  errichteten
reitenden  Feldjäger,  die  dann  den  Marschkolonnen
  als  Führer  dienten,  daher  »K.«
genaunt  wurden.

Kolonnenwege  werden  die  Wege  genannt,
  welche  von  Truppenabteilungen
eingeschlagen  werden,  um  zu  bestimmten

Punkten  des  Gefechtsfelds  zu  gelangen.

Da  dieser  Marsch  in  der  Regel  in  der
kürzesten  Zeit  ausgeführt  werden  muß,
so  wird  auch  der  nächste  Weg  zu  wählen
Een.—  Soweit  wie  möglich  werden  fiern

erkehrswege  benutzt;  muß  von  denselben
abgewichen  werden,  so  sind  solche  Strecken
zu  wählen,  die  möglichst  geringe  Marschhindernisse
  bieten.  Zum  ssuchen  und
Abstecken  oder  Bezeichnen  derselben  werden
  Offiziere  voraufgeschickt;  diese  Wegstrecken
  heißen  im  besondern  K.=Kolpak,

  die  (ungarische)  Pelzmütze  der
Husaren  ((.  2)  in  Deutschland  wird  nur
der  verschiedenfarbige  tuchene  Beutel,  welcher
  vom  Deckel  der  Pelzmütze  herunterhängt,
  =  K.=  genannt.

Kolumbiaden,  glatte  8-,  9-,  10-,  11-,
15=  und  20zöllige  gußeiserne  Vorderladungsgeschütze
  der  Vereinigten  Staaten,
von  Rodman  für  Schiffs=  und  Küstenarmierungen
  konstruiert,  sind  in  neuerer
Zeit  durch  Ausbohren  und  Einziehen  einer
gezogenen  Stahlseelenröhre  in  gezogene
Geschütze  umgewandelt  worden.

Kombattant,  ursprünglich  der  mit  der
Hamwasse  in  Neih  und  Glied  kämpfende
Soldat,  so  daß  so  wenig  die  Mannschaften
der  Artillerie  wie  des  ganzen  Fuhrwesens
zu  den  Kombattanten  gerechnet  wurden.
Gegenwärtig  gehören  zu  den  Nichtkombaktanten
  die  Arzte,  Krankenträger,  La-Merettgehülfen,
  Geistlichen  und  sämtliche

Grmeebeamten  zalle  übrigen  der  Armee  angehörenden
  Personen  sind  Kombattanten.

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Kombüse,  Schisfsküche;  sie  liegt  meist
vorn  im  Schiff  in  der  Batterie  oder  im
Zwischendeck.

Kommandant,  der  Befehlshaber  einer
Felung  zuweilen  auch  eines  offenen  Orts.

m  Frieden  leitet  er  den  Garnisondienst
wie  die  verteidigungsfähige  Instandhaltung
  der  Festung,  wofür  im  besondern  der
Artillerieoffizier  vom  Platz  und  der  Platzingenieur
  zu  sorgen  haben.  Im  Krieg  ist
er  nicht  nur  der  oberste  Befehlshaber  der
Besatzung,  sondern  auch  der  oberste  Vertreter
  der  Staatsgewalt  gegenüber  der
Civilbevölkerung.  Je  nach  der  Wichtigkeit
und  Größe  der  Festung  hat  der  K.  den
Rang  eines  Obersten  bis  Generalleutnant,
zuweilen  auch  General.  Die  Stelle  eines
Adjutanten  vertritt  bei  ihm  der  Platzmajor.
  Auch  der  oberste  Befehlshaber  eines
Kriegsschiffs  heißt  K.  desselben.

Kommandementtispr.-mangd’'mangh),  die
Überhöhung  einer  Festungslinie  über  eine
davorliegende,  um  über  diese  hinweg  das
Vorfeld  einsehen  und  beschießen  zu  können;
es  beträgt  etwa  3  m.

Kommandeur  (spr.  döhr),  Befehlshaber
eines  taktisch  selbständigen  Truppenteils.
In  Österreich  heißt  er  Kommandant.
E#chennen  deuriazit  s.  v.  w.  Flaggiff

  (s.  d.).

Kommandierender  General,  der  Befehlshaber
  eines  Armeekorps,  s.  Generalkommando.


Kommiß,  volkstümliche  Bezeichnung
für  alles,  was  dem  Soldaten  vom  Staat
geliesert  wird,  z.  B.  Kommißbrot,  Kommißrock
  2c.,  deren  Beschaffung  durch  Kommissionen
  geschieht.

Kompanie  ((Genossenschafte))  kleinster
selbständiger  Truppenteil  der  Fußtruppen,
trat  seit  Ende  des  17.  Jahrh.  an  die  Stelle
des  Worts  Fähnlein  (s.  d.).  Ihre  Kriegsstärke
  beträgt  in  Deutschland  250  Körfe,
vier  Kompanien  bilden  ein  Bataillon;
Kompaniekommandeur  (Chefj  ist  ein
Hauptmann.  Beim  Regiment  Garde  du
Corps  besteht  jede  Eskadron  aus  zwei  Kompanien.


Kompaniegasse,  bei  der  Kavallerie  und
Feldartillerie  Stallgasse,  s.  Lager.

Kompaniekolonne,  die  Gefechtsformation
  einer  selbständig  auftretenden