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Kompanie,  besteht  aus  drei  zweigliederigen
Zügen-  der  Schützenzug  hinten.
ompresse,  s.  v.  w.  Bremse.

Konduitenlisten,  Listen,  die  von  den
höhern  Offizieren  über  die  ihnen  unterstellten
  geslurt  und  von  ihnen  den  höhern
Vorgesetzten  eingereicht  werden.  In  diesen
K.  haben  sich  dieselben  auf  Ehre  und  Pflicht
über  die  moralischen  und  militärischen
Eigenschaften  der  untergebenen  sowie  über
ihre  Befähigung  zum  Aufsteigen  in  eine
höhere  Stellung  auszusprechen.  Das  Urteil
  des  nächsten  Vorgesetzten  muß  durch
das  der  höhern  bestätigt  oder  unter  besondrer
  Begründung  abgeändert  werden.

Konfignieren,  das  Bereithalten  von
Truppen  in  ihren  Kasernen  zum  jederzeitigen
  Ausrücken  beim  Alarm.

Konskription,  Aushebungzum  Kriegsdienst.
  Bei  den  Römern  gesetzlich,  wurde
sie  zunächst  von  der  französischen  Republik
1798  eingeführt  undistjetzt  gleichbedeutend
mit  der  Aushebung  in  den  Staaten  mit
allgemeiner  Wehrpflicht.

Konstabler  hießen  im  16.  Jahrh.  die
Büchsenmeister  und  Feuerwerker  bei  der
Bedienung  der  Geschütze.

Kontaktminen  1  s.  Torpedos  (S.

Kontaktzünder!  351).

stontingent,  der  Anteil  des  Einzelnen
an  einer  geweiulchaselien  Leistung;  so
besteht  das  deutsche  Reichsheer  aus  den
Kontingenten  der  Einzelstaaten  des  Reichs,
deren  Landesfürsten  daher  auch  Kontingeutsherren
  heißen.  —  K.  heißt  auch
der  den  Truppenteilen  für  unbrauchbare
Ausrüstungsstücke  jährlich  überwiesene
Ersatz  an  dergleichen,  welcher  deshalb  auch
als  Jahreskontingent  bezeichnet  wird.

Kontrafechten,  s.  Bajonettfechten.

Kontravallationslinien  wurden  früher
  bei  Belagerungen  zur  Abwehr  der
Ausfälle  des  Verteidigers  der  belagerten
Festung  angewendet  und  bestanden  in  der
Regel  aus  zusammenhängenden  feldmäßigen
  Verschanzungen,  deren  Frout
der  Festung  zugekehrt  war.  Hatte  der
Angreifer  einen  Entsatz  zu  befürchten,  so
umgab  er  sich  nach  außen  noch  mit  einem
Ring  von  Verschanzungen,  deren  Front
nach  auswärts  gerichtet  war,  die  Cirkumvallationslinic.
  Mit  der  Ein-Kompresse

  —  Kontreskarpe.

führung  der  Parallelen  beim  Angriff  von
estungen  sind  sowohl  die  K.  als  die  Cirkumvallationslinien
  außer  Gebrauch  gekommen.


Kontreapprochen  (spr.  kongtrapproschen)

werden  von  dem  Verteidiger  einer  Festung
gegen  den  förmlichen  Angriff  vom  geeckten
  Weg  seitlich  der  Angriffsfront
meist  mit  der  flüchtigen  Sappe  vorgetrieben
  und  an  ihren  Enden  zu  einem
Emplacement  für  Infanterie  oder  leichte
Geschütze  ausgebaut,  um  von  ihnen  aus
schlecht  defilierte  Lausgräben  oder  Belagerungsbatterien
  der  Länge  nach  zu  bestreichen.
  Die  K.  gehören  zu  den  wirkamsten
  Mitteln  einer  energischen  Verteidigung.


Kontrebatterien  (spr.  kongtr),  zur  Bekämpfung
  der  Flanken  gewöhniich  in  der
Krönung  des  Glacis  erbaute  Batterien,
sert  wenig  gebräuchlich;  vgl.  Festungsrieg.



Kontregarden  pr.  kongtr-  und  Couvrefacen
  (spr.  kuwr'fahssen)  gehören  in
ältern  Festungen  zu  den  Außenwerken
und  bilden  einen  parallel  um  die  Bastionsfacen
  und  Raveline  herumlaufenden
Wall,  der  bei  den  K.  die  Geschütz-,  bei  den
Convrefacen  jedoch  nur  die  Infanterieverteidigung
  gestattet.  Bildeten  sie  eine
zusammenhängende  Linie,  so  wurden  sie
Enveloppe  genaunt.  Beide  sollten  zum
Schutz  des  dahinterliegenden  Mauerwerks
  gegen  den  Brescheschuß  sowie  zur
abschnittsweisen  Verteidigung  dienen,
welche  Zwecke  sie  jedoch  nur  unvollkommen
erfüllten.  Dies  und  die  Vermehrung  der
Baukosten  ist  Grund,  daß  sie  in  neuern
Festungen  nicht  mehr  angewendet  werden.

Kontreskarpe  (Ipr.  kongtr.)  nennt  man
die  äußere,  also  die  vom  Verteidiger  aus

esehene  Böschung  eines  Grabens.  Bei
geldschenzen  gibt  man  derselben  die  steilste
Anlage,  welche  die  Bodenart  erlaubt;  bei
permanenten  Befestigungen  erhältsie  in  der
Regel  eine  Bekleidung  mit  Mauerwerk,
um  durch  die  geringere  obere  Breite  des
Grabens  eine  bessere  Deckung  der  Eskarpenmauer
  oder  der  auf  der  Grabensohle
liegenden  Werke,  wie  Kaponnieren,  Reduits,
  gegen  indirektes  Geschützfeuer  zu
erreichen.  Die  gemauerte  K.  erleichtert

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