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geführt,  in  England  in  Einführung  be-Kiissen
  ist  und  in  Frankreich  versucht  wird.
ur  bei  den  Ulanen  und  Husaren  haben
sichaufden  Ursprung  der  Waffengattungen
hindeutende  Kopfbedeckungen,  Czapka
und  Bärenmütze,  erhalten.  Neben  dem
Helm  2c.  als  großer  K.  besteht  überall
in  Rücksicht  au  das  Bedürfnis  nach  einer
leichtern  wie  auch  bequemern  K.  außer
Dienst  und  im  Feldnoch  einekleine-K.,
die  Feldmütze,  Feldkappe  2c.,  die  in
manchen  Armeen  als  ausschließliche  Feldkopfbedeckung
  gilt.  Die  russischen,  österreichischen
  und  französischen  Truppen
saben  in  ihren  letzten  Feldzügen  diese
leine  K.  ausschließlich  getragen.  In
der  deutschen  Armee  ist  man  dasem  Beispiel
  nicht  gefolgt,  sondern  hält  den  Helm
auch  für  den  Feldgebrauch  nicht  nur  für
praktisch,  sondern  auch  nicht  entbehrlich.
Thatsache  ist  es,  daß  der  neuere  leichte,
ventilierbare  Helm  von  den  Truppen  sowohl
  bei  Hitze  wie  Regenwetter  lieber  getragen
  wird  als  die  schirmlose  Feldmütze.
ordon  (ipr.  Long),  die  zusammenhängende
  Reihe  von  Posten,  die  zur  Sicherung
  eines  ganzen  Landstrichs  aufgestellt
sind;  z.  B.  im  Kriege  gesen  den  übertritt
Bewassneter  über  die  Landesgrenze  (Neutralitätsgrenzkordon),
  gegen  das
Einschleppen  ansteckender  Krankheiten
(Rinderpest),  gegen  Schmuggeleirc.  Kordonsystem
  bezeichnet  dem  entsprechend
diejenige  Art  der  Kriegführung,  die  ein
Land  durch  einen  bußgestelleh  K.  verteidigen
  will.  Das  namentlich  im  vorigen
Jahrhundert,  auch  im  Siebenjährigen
Krieg,  vielfach  zur  Anwendung  gekommene
Kordonshstem  entspricht  als  Verteidigungsstellung
  der  heutigen  Kriegführung
nicht  mehr,  da  es  die  Kräfte  bis  zur
Widerstandslosigkeit  zersplittert,  die  gegenseitige
  Unterstützung  erschwert  und  lede
Offensive  ausschlett,  somit  also  denjetzigen
Grundsätzen  er  Sreiegführung  eradewegs
suwiderläft.  —  In  der  Befestigungs-=unst
  wird  die  oberste  Lage  von  Steinen
anliegender  Mauern,  die  diese  gegen
Feuchtigkeit  schützen  8  und  nach  vorn
uͤber  Kordonlinie  oder  K.,  die
hierzu  besonders  geformten  großen  Steine
werden  Kordonsteine  genannt.

Kordon  —  Kotoyieren.

Korn  bildet  den  zweiten  und  zwar
vordern  Punkt  in  der  Visierlinie  auf  den
Handfeuerwassen  und  Geschützen,  dient
daher  r  Richten  der  Waffe  nach  dem
Ziel.  Seine  Form  ist  sehr  verschieden,
immer  aber  tritt  ein  höchster  Punkt  hervor,
  über  welchen  gerichtet  wird,  und  der
in  bestimmter  Höhe  über  der  Seelenachse
liegen  muß.  Bei  den  gezogenen  Geschützen
ist  es  in  der  Regel,  um  es  unter  Umständen
  vor  Beschädigungen  zu  schützen,  abnehmbar
  mit  Schrauben  befestigt,  wie
das  Klappkorn,  oder  in  den  Rohrkörper
  einzuschrauben,  wie  das  Pyramidalkorn
  der  Feld-,  Küsten=  und
Schiffsgeschütze;  vgl.  Visier,  Geschütze.

ornett  hieß  früher  der  jüngste  Offizier
(Fahnenjunker,  Fähnrich)  einer  Reiterkompanie,
  der  die  scornette-,  das  Feldzeichen
  oder  dieFawe  (Standarte),  trug,  weshalb
  auch  die  Reiterkompanie  =  Kornettegenannt
  wurde.  Bei  den  Dragonern,  die
nicht  zur  Kavallerie  gerechnet  wurden,
hieß  der  Standartenträger  -Fähnriche.

orporal,  niederste  Unteroffiziercharge
einiger  Heere,  wie  früher  des  preußischen;
die  unter  seiner  besondern  Aufsicht  stehenden
  Mannschaften  bilden  eine  Korporalschaft,
  deren  die  Kompanie  8—10  hat.
Korporafschaftskochgeschirr,  s.  Feldel.



kes
orps  (spr.  kohr),  im  weitesten  Sinn

jeder  Truppenkörper  ohne  Rücksicht  auf
seine  Stärke  und  Zusammensetzung,  im
engern  Sinn  aber  gleichbedeutend  mit
Armeekorps  ((.  d.).

Korridorsystem,  s.  Kasernen.

Korseke,  s.  Partisane.

Korvette,  1  Kriegsschiff.

Kesalen,  .  Rußland  (S.  309).

Kotoyieren,  eine  Truppenabteilung
seitwärts  durch  eine  andre  begleiten  lassen,
  um  sie  gegen  seindliche  Flankenangriffe
  zu  schützen.  —  Bei  Paraden  k.  die
nicht  in  die  Paradeaufstellung  eingeteilten
  höhern  Vorgesetzten,  indem  sie  vorwärts
  seitwärts  des  rechten  Flügels,  in
Höhe  des  den  Truppenteil  vorbeiführenden
  niedern  Vorgesetzten,  bis  an  die  Aufstellung
  des  die  Parade  Abnehmenden  heranmarschieren.
  Dieser  zieht  nicht  den
Degen,  sondern  grüßt  nur  mit  der  Hand.