Krakusen  —  Kriegsdenkmünzen.

Krakusen,  die  vom  General  Uminski
1812  in  Krakau  errichteten  und  nach  dem
heil.  Krakus  benannten  freiwilligen  Reiter.
  1830  wurde  dieser  Name  auf  allefreiwilligen
  Reiterscharen  übertragen.  Sie
führten  die  Lanze  und  trugen  lange,  blaue
polnische  Röcke  mit  farbigen  Aufschlägen.

Krängen,  das  überliegen  eines  Schiffs
nach  einer  Seite  infolge  Segeldrucks  oder
ungleicher  Belastung.  Das  Maßder  Kränung

  wird  durch  das  Krängungspen-!50

el  angezeigt  und  bei  der  Höhenrichtung
der  Geschütze  angerechnet.
Krankenpflege,  freiwillige,  s.  Sanitätswesen
  (S.  314).
Krankenträger,  s.  Sanitätswesen.
Krankentransport-Kommission,  s.
Sanitätswesen  (S.  314).
Krankenwärter,  1852geschaffen,  werden
  seit  1863  jährlich  26  pro  Armeekorps
in  größern  Lazaretten  aus  den  ein  Jahr
gedienten  Mannschaften  des  Dienststands,
welche  sich  freiwillig  hierzu  melden,  ausgebildet,
  um  für  die  Feldlazarette  im  Fall
eines  Kriegs  ein  vollständig  mit  der  Wartung
  und  Pflege  der  Kranken  vertrautes
Pechonal  zu  gewinnen.  Die  so  ausgebildeten
  Leute  bleiben  während  ihrer  Dienstzeit
  im  Neseroe-  und  Landwehrwerhältnis
um  Dienst  als  K.  verpflichtet  und  werden
i  der  Mobilmachung  den  Sanitätsdetachements
  und  Feldlazaretten  überwiesen.
Kreneliert,  mit  Schießscharten  versehen.



Krepieren,  das  Zersprengen  der  Hohlgeschosse
  durch  die  Sprengladung.

Krete  (Kamm,  obere  Kante,  franz.
erête),  die  Linse,  in  der  die  Brustwehrkrone
  und  innere  Brustwehrböschung
(innere  K.  oder  Feuerlinie),  die  Konstruktionslinie
  in  dereldbesesüigung  oder
die  Brustwehrkrone  und  äußere  Brustwehrböschung
  (äußere  K.)  sich  schneiden.
  Glaciskrete  ist  die  Feuerlinie  des
gedeckten  Wegs.

Kreuzen,  in  bestimmten  Gegenden  oder
Gewässern  manövrieren,  oder  bei  Segelschiffen
  gebraucht,  die  gegen  den  Wind  aufkxreuzen,
  wenndieser  dem  Kursentgegenkommt,
  d.  h.  die  Fahrt  ist  abwechselnd  nach
der  einen  oder  andern  Seite  des  Windes.

Krenzer,  s.  Kriegsschiff.

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Kreuzhaue,  s.  Erdhauen.
Kriegsukademien,  militärische  Hochschuben.
  Die  Kriegsokademie  zu  Berlin
st  1756  von  Friedrich  d.  Gr.  gegründet
worden  und  erhielt  ihre  jetzige  Stellun
durch  Kabinettsordre  vom  21.  Nov.  1872.
Sie  dient  zur  Ausbildung  hervorragend
befähigter  Offiziere  für  den  Generalstab,
die  Adjutantur  und  zu  höhern  Truppenführern.
  Kursus  dreijährig,  jeder  Cötus
0—60  Schüler.  In  München  ist  1867
eine  Kriegsakademie  von  ähnlicher  Organisation
  gegründet  worden.
Kriegsartikel,  ursprünglich  Artikulsbriefe
  genannt  und  in  der  Zeit  der
Söldnerheere  entstanden,  enthalten  die
Pflichten,  Befugnisse  und  Belehrungen
des  Soldaten  für  erfüllte  Pflichten  sowie
einen  Auszug  aus  dem  Militärstrafgesetzbuch.
  Die  K.  werden  jedem  Soldaten  vor
seiner  Vereidigung  vorgelesen  und  erläutert
  und  dies  von  Zeit  zu  He#  wiederholt.
Kriegsaugmentatlonsbestände,  diejenigen
  Bestände  an  Kriegsmaterial,  die
nebst  Mannschaften  und  Pferden  bei  eintretender
  Mobilmachung  zur  Ergänzung
der  Friedensausrüstung  oder  Friedensstärke
  auf  den  Kriegsetat  dienen.  Die  K.
werden  meist  im  Frieden  bereit  gehalten.
Krlegsbereitschaft,  ein  übergangszustand
  vom  Friedens=  zum  Kriegsfuß,  der
meist  in  einer  Komplettierung  der  Friedensformationen
  mit  Mannschaften  und
Pferden  (Bespannung  der  5.  und  6.  Geschütze
  und  der  Munitionswagen  der  Batterien)
  besteht,  um  bei  eintretender  Mobilmachung
  diese  Truppen  sofort  verwenden
zu  können  und  für  den  Fall  der  Nichtmobilisierung
  die  Kosten  zu  ersparen,  die
mit  der  Aufstellung  der  Trains  und
Kriegsformationen  verbunden  sind.  Die
Erfahrung  hat  gelehrt,  daß  die  K.  die  wirkliche
  Mobilmachung  oft  mehr  erschwert,
als  erleichtert.  ·
Kriegsbrückenequipage,  s.  Brücken.
Kriegsdenkmünzen  (Feldzugsmedailleu),
  Dekorationen  (Erinnerungszeichen),
  die  allen  an  einem  Feldzug  beteiligten
  Personen  verliehen  werden.  Es
bestehen  die  K.  für  den  Krieg  1870/71
Erläste  20.  Mai  1871),  für  den  Krieg
813/15  (gestiftet  24.  Dez.  1813),  für