Kriegszulage  —  Kürassiere.

schichte,  Strategie  und  Taktik,  welche  die
Kriegführung  selbst  lehren.  Zu  den  Hülfskriegswissenschaften
  rechnen:  Waffenlehre,
Befestigungskunst.  Terrainlehre,  Militärgeographie,
  Militärverwaltung,  Militärrecht,
  Militärgesundheitspflege  2c.
Kriegszulage,  s.  Vers  or  ung
Kriegszustand,  das  mit  der  Mobilmachung
  beginnende  Verhältnis,  innerhalb
  dessen  für  alle  Militärpersonen  die
verschärften  Strafbestimmungen  (Kriegsßesetze)
  gelten.  Jedes  außerhalb  der  heimi-4
  ewässer  fahrende  Kriegsschiff  be-Kroaten,

  in
rei,  welche  im  Hreßigiähripen  Krieg,  aus
Kroaten  dlauch  Ungarn)  gebildet,  vorzügliche
  Dienste  leistete.  Zuweilen  auch  Husaren
  genannt,  behielten  sie  später  desen
Namen,  wurden  zuletzt  als  Grenzer  der
regulären  Armee  eingefügt  und  in  der
Militärgrenze  stationiert.

Krongardisten,  s.  Schloßgardekompanie.


Krönung  des  Glacis,  s.  Couronnement;
  K.  der  Minentrichter,  s.
Minen  (S.  250).  "⅞d:z:

Kronwerk,  s.  Hornwerk.

Krümper  (Krümperpferde),  zum
Zweck  des  Garnisondienstes  über  den
Etat  bei  den  Truppen  verpflegte  Pferde.
Als  Preußen  infolge  des  Tilsiter  Friedens
  nur  42,000  Mann  bei  der  Fahne
halten  durfte,  wurden,  um  eine  möglichst
große  Zahl  ausgebildeter  Leute  als  Reserve

  in  kürzester  Zeit  bereit  zu  haben.

die  Rekruten  nach  notdürftiger  Ausbildung
  entlassen  und  sogleich  durch  andre
ersetzt;  1811  wurden  zu  diesem  Zweck  bei
den  Regimentern  Ererzierdepot  errichtet.
Dieses  Verfahren  ist  Krümpersystem
enannt  worden.  —  Der  Ansdruck  -K.=son

  dem  Sprachgebrauch  der  Tuchmacher
entlehnt  sein,  welche  in  Brandenburg,
Schlesien  und  Pommern  eine  große  Zahl
dieser  Leute  stellten.

Kugel,  s.  Geschoß.

Kugelpfropsen,  s.  Leck.

Kugelspiegel,  ein  kalibermäßiger  Holzcylinder
  mit  halbkugelförmiger  Höhlung

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für  das  Geschoß  und  gwei  eingedrehten
Ringen,  in  welchen  die  Kartusche  (s.  d.)  mit
Bindfaden  an  den  K.  angebunden  wurde.

Kugelspritze,  die  zuerst  1848  scherzweise
  gebrauchte  Bezeichnung  der  1832
von  Steinheil  konstruierten  Maschine,  die
mittelst  einer  rasch  rotierenden  wagerechten
Platte,  von  deren  Mittelpunkt  Rinnen
nach  dem  Umfang  führten,  Kugeln,  die  in
dieselben  gebracht  waren,  in  schneller  Aufeinanderfolge
  und  mit  großer  Geschwindigkeit
  in  bestimmter  Richtung  fortschleuderte.
  Später  wurde  der  Name  auf  die
Kartätschgeschütze  (s.  d.)  übertragen.

Kugelzieher,  s.  Entladen.

Kumt
Kumtfeder  s.  Geschirre.
Kumtkissen

Kundschafter,  s.  Spion.

Künette,  Gräben  von  kleinerm  oder

rößerm  Profil  auf  der  Sohle  trockner
Prstange  räben,  um  die  sich  sammelnden
Tagewasser  abzuleiten  oder  durch  Grundnafeer
  und  zugeleitetes  Wasser,  auch  unter
  Anwendung  von  Stauvorrichtungen
gefüllt,  ein  wirksames  Hindernis  zubilden.

Künstliche  Metallkonstruktion,  s.  Geschütze
  (S.  157).

Kupferringführung,  s.  Granaten.

Kuppelschiff,  s.  Kriegsschiff.

Küraß,  Harnisch  aus  Stahlblech,  bestehend
  aus  der  Brust=  und  der  Rückenplatte,
  die  durch  Schuppenbänder  auf
den  Schultern  verbunden  und  miteelst
Leibriemen  oberhalb  der  Hüften  befestigt
sind.  Die  Brustplatte  wird  mit  dem  Infanteriegewehr
  angeschossen  und  zeigt  als
Eeschußrot  die  Schießgrube.  Der
preußische  K.  wiegt  7,5  kg.

Kürasslere,  aus  den  ganzgeharnischten
Kürissern  des  16.  Jahrh.,  welche  Lanzen
führten,  Anfang  des  17.  Jahrh.  hervorgetangene
  schwere  Reiterei,  welche  zuerst
1618  in  ÖOsterreich  als  Kürassierregiment
Dampierre  (jetzt  Dragonerregiment  Nr.  8,
Prinz  Karl  von  Preußen)  auftritt.  In
Preußen  tritt  der  Name  »K.«  unter  Frichrich
  Wilhelm  I.  an  Stelle  der  Reuter.
Sie  trugen  Kollette  aus  Elenhaut,  später
von  blaßgelbem  Tuch,  Brustharnisch,  Lederhosen,
  steife  Stiefel,  führten  Degen  (Pallasche),
  Karabiner  und  Pistolen.  1740  be-