Labarum  —  Ladung.

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Labarum,  s.  Beldzeichen.
Labefslasche,  s.  Feldflasche.
Laboratorfum,  eine  Anzahl  von  Gebäuden
  besondrer  Einrichtung  zur  Anfertigung
  von  Munition  und  Kriegsfeuern
aller  Art.  Die  Laboratorien  gehören  zu
den  Artilleriedepots,  deren  Bedeutung  ihre
Größe  entspricht.  Man  unterscheidet:
Friedens-,  Central-,  Kriegs-,  Belagerungs-,
  Speciallaboratorien.  Friedensoder
  stehende  Laboratorien  sind  in
freistehenden,  von  Wohngebäuden  entfernt
liegenden  Gebäuden  eingerichtet  und  bestehen
  in  der  Regel  aus  einem  Hauptgebäude
  mit  Arbeitssälen,  einem  Feuerhaus
mit  Gießofen  und  großer  Küche  zum  Reinigen
  von  Patronenhülsen,  einem  Satzhaus
  zum  Satzansetzen  2c.  und  einem  Hand-=magazin.
  Von  größerer  Ausdehnung  sind
die  Centrallaboratorien  zu  Berlin,
Breslau,  Danzig,  Erfurt,  Hannover,
Karsruhe,  Koblenz  und  Stettin,  in  welchen
  vorzugsweise  die  Munition  für  Handfeuerwaffen
  unter  Verwendungzahlreicher
Maschinen  (Pulverfüll-,  Zündhütchen-,
Geschoßeinsetz-,  Kartonplättcheneinsetzmaschinen
  2c.,  von  denen  jede  mit  Handbetrieb
in  zehn  Stunden  135—150,.000  Patronen
herstellt)  durch  Arbeiterinnen  fabrikmäßig
angefertigt  wird.  Bei  eintretender  Armierung
  wird  in  Festungen  das  Friedenslaboratorium
  aufgegeben  und  dessen  Ansrüstung
  in  das  Kriegslaboratorium
eschafft,  das  in  der  Regel  innerhalb  eines
alles,  bombensicher  und  dem  direkten
Feuer  entzogen,  angelegt  ist.  Eine  gleiche
Anlage  haben  die  Speciallaboratorien
  in  selbständigen  Festungswerken,
namentlich  in  jedem  detachierten  Fort.
Belagerungslaboratorien  werden
bei  der  Belagerung  von  Festungen  entweder
  in  vorhandenen  Gebäuden  oder  in
besonders  hierzu  erbauten  Bretterschuppen
angelegt.  Bestimmungen  über  die  Anlage
und  Einrichtung  der  Laboratorien  wie  über
den  Dienstbetrieb  in  denselben  enthält  die
Kriegsfeuerwerkereir.  Das  L.  wird  von
einem  Feuerwerksoffizier  verwaltet,  die
Arbeiten  in  demselben  von  ihm  mit  Hülfe
Militär-Lexikon.

von  Oberfeuerwerkern  und  Feuerwerkern
geleitet.  Das  Feuer  werkslaboratorium
  in  Spandau  fertigt  diejenigen
Munitionsgegenstände,  für  deren  Herstellung
  besondre  Maschinen  u.  technische  Fertigkeiten
  der  Arbeiter  erforderlich  sind,  wie
Schlagröhren,  Shrapnelzünder,  Zündvorrichtungen
  2c.;  s.  Technische  Institute.
abestock,  anfänglich  hölzerner  Stab
zum  Einseten  der  Ladung  in  Kuandfuer
waffen;  Leopold  von  Dessau  ließ  ihn  1698
zuerß  ausEisen  fertigen,  worauf  der  eiserne
.  1730  bei  der  ganzen  Freubischen  Infanterie
  Eingang  fand.  Gezogene  Hinterladungsgewehre
  haben  einen  Entladestock.
Ladesysteme,  in  Festungen  Bezeichnung
  einer  Gruppe  artilleristischer  obträume,
  in  denen  der  Tagesbedarf  an  Munition
  für  5—14  Geschütze  sertig  gemacht
und  aufbewahrt  wird.  Man  unterscheidet
  kleine  und  große  L.;  erstere  dienen
für  5—10,  letztere  für  10—14  Geschütze.
Zu  einem  Ladesystem  gehören  ein  Verbrauchspulvermagazin
  (s.  Pulvermagazine),
  eine  eschoblabekelle
und  ein  Verbrauchsgeschoßmagain,
  welche  sämtlich  in  den  Wall  in
auerwerk  bombensicher  eingebaut  sind.
I  den  Geschoßladestellen  werden  nur
ranaten,  keine  Shrapnels  (wenn  nötig,
bei  künstlicher  Erleuchtung),  geladen  und
dann  in  den  Verbrauchgherhm#a  inen
aufgestapelt;  von  diesem  Raum  führt  dann
häufig  eine  Munitionsfördervorricht
  ung  (Hebewerk)  senkrecht  nach  oben
in  eine  Hohltraverse.  Die  Zündungen
werden  in  einer  verschließbaren  Nische
im  Geschoßmagazin,  früher  in  besonders
hierfür  erbauten  Zündungenreservoirs
  aufbewahrt.
Ladetrommel,  s.  Revolver.
Ladung,  die  Pulvermenge  eines  Schusses;
  je  gröber  dieselbe  im  Verhältnis  zum
Geschoßgewicht  ist,  desto  größer  wird  die
Ansangegel  windigkeit  des  Geschosses
sein.  Man  bezeichnet  das  Gewicht  der  L.,
dividiert  durch  das  Granatgewicht,  als
Ladungsverhältnis.#ent)  Bei
glatten  Kanonen  war  es  in  der  Regel  1:3,
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