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kreuz  wurde  mit  grober  Leinwand  überzogen
  und  in  Pech  getaucht.  Die  L.  wurden
mit  schwachen  Ladungen  aus  Haubitzen
und  Mörsern  bis  auf  600  m  geworfen
und  dienten  zum  Erleuchten  des  Vorterrains.
  Trefssicherheit  und  Erleuchtungskreis
  waren  gering,  letzterer  überhauptvon
der  Bodengestalt  abhängig,  und  da  durch
Beschütten  mit  Erde  ihre  beuchtwirkung
aufgehoben  werden  konnte,  so  sind  sie  187
ganz  ausgeschieden  und  durch  Leuchtraketen
  (s.  Raketen)  und  elektrisches
  Licht  ersezt.

Leuchtsatz,  ein  mit  hell  leuchtender
weißer  Flamme  brennender  Satz,  dessen
Zusammensetzung  je  nach  seiner  Verwendung
  zu  Leuchtkugeln,  Leuchtfackeln,
Leuchtraketen  2c.  verschieden  ist.  Im  allgemeinen
  besteht  er  aus  Salpeterschwefel,
Mehlpulver  und  Schwefelantimon.  In
neuerer  Zeit  hat  man  statt  des  Schwefelantimons
  Magnesium  mit  Erfolg  verwendet.


Leuchtturm,  s.  Seezeichen.

Leutnant,  inursprünglicher  Bedeutung
(auch  des  Worts)  Stellvertreter  einer
höhern  Charge.  L.  war  Stellvertreter  des
Lauptmanns“  Oberstleutnant  der  des

bersten.  Jetzt  ist  L.  die  niedrigste  Offizierscharge,
  die  sich  in  Premier  und  Sekondeleutuant
  dem  Alter  nach  scheidet.

Libellenqnadrant,  zum  Nehmen  der
Kßenrichiung  bei  Geschützen  dienendes

Unstrument,  aus  einer  rechtwinkelig-dreieckigen
  Messingplatte  besiehend,  deren
Kathetenseiten  zum  Aussetzen  auf  die
Quadrantenebene  rechtwinkelig  angesetzte
Lappen  haben.  Parallel  einer  derselben
ist  eine  Röhrenlibelle  an  der  Platte
um  das  linke  Ende  drehbar  befestigt,  die
rechts  einen  Nonius  trägt,  der  it  an
einem  Gradlimbus  bewegt  und  so  eingerichtet
  ist,  daß  man  Sechzehntelgrade  ablesen
  kaun.  Der  L.  wird  bei  allem  indirekten
  Schießen  angewendet,  überhaupt
dann,  wenn  man  das  Ziel  nicht  sehen,  also
auch  nicht  über  den  Aussitz  richten  kann.

Liderung,  die  gasdichte  Abschließung
des  Verschlusses  von  Hinterladungsfeuerwaßten.
  Bei  den  Handfeuerwaffen  wird
die  L.  jetzt  ausschließlich  durch  die  Metallpatronenhülsen
  bewirkt.  Bei  Geschützen,

Leuchtsatz  —  Lineartaktik.

bei  denen  es  noch  üblich  ist,  die  Pulverladung
  nur  in  Säcke  aus  Zeug  (Kartuschtruteßt
  einzuschließen,  muß  die  L.  in  den
Verschluß  oder  das  Rohr  selbst  gelegt  werden.
  Beim  Kolbenverschluß  dient  hierzu
der  Preßspanboden,  ein  flaschenbodenähnlicher
  Napf  aus  Hanfpappe,  der
vor  den  Kolbenkopf  gelegt,  durch  die  Pulvergase
  gegen  diesen  und  die  Seelenwandung
  gepreßt  wird.  Beim  Keilverschluß
setzt  man  in  die  Bodenfläche  des  Verschlusses,
  die  durch  eine  einsetzbare  Stahlplatte
  gebildet  wird,  eine  Kupferliderung,
  deren  Querschnitt  ein  rechtwinkeliges
  Dreieck  bildet.  Die  eine  Kathete
bildet  die  Liderungsfläche,  indem  die  Pulvergase
  geen  die  Hypotenusenfläche  wirken
und  so  die  L.  nach  vorn  gegen  die  hintere
Mündungsfläche  der  Seele  pressen.  Sie
ist  sehr  leicht  verletzlich  und  bei  starken
Ladungen  unzureichend,  auch  beim  Einheitskeil
  nicht  verwendbar,  weil  derselbe
nicht  immer  dieselbe  Lage  im  Keilloch  hat.
Bei  ihm  mußte  die  L.  in  das  Rohr  selbst
gelegt  werden.  Eine  solche  wurde  zuerst
von  Broadwell  angegeben:  Ein  stählerner
  Ring  mit  kugelsegmemtartiger  Außenfläche
  ist  in  das  Rohr  an  der  hintern
Mündungskante  einzeschliffen,  Die  scharf
auslaufende  vordere  Kante  wird  gegen  das
Ringlager  gepreßt,  während  durch  den
Druck  auf  die  Brücke  der  Ring  sich  gegen
den  Keil  legt  und  so  die  Abdichtung  bewirkt.
  Die  leicht  verletzliche  vordere  Kante
hat  der  sächsische  Hauptmann  Piorkowski
durch  Konstruktion  des  Liderungsrings
CI73  glücklich  beseitigt.  Immerhin  ist  dic
L.  der  wunde  Punkt  unfrer  Geschütze.  Die
biterungsfrage  wird  voraussichtlich  nur
durch  den  Metallpatronen  ähnliche  Kartuschhülsen
  gelöst  werden,  wie  Major  Wille
bereits  angeregt  hat.  Die  bei  den  französischen
  Ressye-Kanonen  (Hinterladungseldgeschütze,
  canon  de  5  und  de  7)  zur
Verwendung  gekommene  Karkonkariuschhülse
  mit  Metallboden  (ähnlich  den  Lefancheur-Patronen)
  hat  in  ihrem  Verhalten
nicht  befriedigt.

Lineartaktik,  die  dem  18.  Jahrh.
eigentümliche  Kampfweise,  für  welche  die
Aufstellung  in  Linie,  Infanterie  in  drei
Gliedern,  in  geschlossener  Ordnung  sowie