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fragt,  der  Angerufene  hierauf  den  ersten
Teil  des  Losungsworts,  der  Anrufende
den  zweiten  sagt  und  das  F.  fordert,
das  in  der  Regel  ein  kurzes  Wort  ist.  Das
F.  war  namentlich  zu  der  Zeit  und  zwar
auch  bei  Tag  im  Gebrauch,  als  die  kriegführenden
  Parteien  sich  noch  nicht  durch
Uniformen  unterschieden,  und  war  es  dann
meist  irgend  ein  Sinnspruch.  So  riefen
die  Schweden  im  Dreißigjährigen  Krieg:
„Gott  mit  uns!«

Lot,  Instrument  zum  Messen  der
Wassertiefe,  besteht  für  Wassertiefen  bis
u  25  m  aus  einem  bis  4  kg  schweren
änglichen  Bleikörper,  dessen  untere  Höhlung

  mit  Talg  ausgestrichen  wird,  damit

Grundproben  daran  hängen  bleiben  und
mit  nach  oben  gefördert  werden.  Die  Lotleine
  ist  durch  Einknotung  von  Tuchoder
  Lederstreifen  in  Meter  abgeteilt.  Diese
Lote  werden  durch  einen  oder  zwei  Mann
gehandhabt.  Die  Lote  für  größere  Tiefen
sind  von  mannigfacher  Konstruktion;  die
Gewichte  sind  erheblich  schwerer  (bis  zu
25  kg#),  die  Lotleine  ist  aus  starken,  guten
Hanfleinen  oder  aus  Stahldraht  gefertigt
und  läuft  von  einer  Nolle  ab.  Das
von  Brooke  trägt  eine  schwere  Kugel,
welche  beim  Aufstoßen  des  Lots  abfällt.
Das  Tieflot  von  Hopfgartner  besteht
  aus  zwei  durch  ein  Scharnier  verbundenen
  zoolen  Halbkugeln,  über  welche
bei  ihrem  Aufstoßen  eine  schwere  Kappe
fällt,  wodurch  das  Herausfallen  der  Grundprobe
  verhütet  wird.
Lotsen  sind  Seeleute,  welche  durch  länern
  Aufenthalt  in  ein  und  demselben
wässer  sich  die  eingehendste  Kenntnis
desselben  erworben  haben  und  deshalb  in
demselben  als  Führer  dienen.  Sie  sind  entweder
  staatlich  angestellt  (Regierungslotsen)
  oder  Privatlotsen  und  werden
nur  staatlicherseits  kontrolliert.  Zum  Heranrufen
  des  2.  oder  des  Lotsenboots
dient  bei  Tag  die  Lotse  uflagas,  nachts
das  Fackelfener  (s.  d.).  Die  Lotsenboote
sind  Fahrzeuge  von  vorzüglicher  Seetüchtigkeit
  und  besonders  für  diesen  Wekt  gebaut;
  sie  werden  von  den  L.  und  Lotsenknechten
  gehandhabt.  Die  L.  sind  auf
Lotsenstationen  vereinigt,  deren  Vorsteher
  der  Lotsenkommandeur  ist.

Lot  —  Luftballons.

N3  s.  Einludeln.

Luftballons  sind  schon  zu  wiederholten
Malen  und  in  verschiedenster  Weise  zu
Kriegszwecken  verwendet  worden;  so  haben
die  Russen  schon  1812  K.  versucht,  welche
Bomben  trugen,  die  auf  die  Franzosen
niederfallen  sollten.  Diese  Versuche  sind
ebenso  mißlungen  wie  die  gleichen  der  Osterreicher
  1849  gegen  das  belagerte  Venedig.
Eine  häufigere  Verwendung  haben  die
sogen.  Ballons  captifs  (mit  langen
Tauen  an  der  Erde  festgehaltene  L.)  zu
Beobachtungen  bei  Belagerungen  gefunden
und  zwar  am  zahlreichsten  während  der
französischen  Revolutionskriege  durch  eine
besondre  Luftschifferkompanie  bei
den  Belagerungen  von  Mainz,  Neuwied,
Mannheim,  Düsseldorf;  ebenso  wurden
solche  Ballons  captifs  1814  bei  der  Verteidigung
  von  Antwerpen,  1830  in  Algerien,
1859  in  der  Schlacht  bei  Solferino  (von
Nadar  zu  bbotograbbischen  Aufnahmen)
mit  mehr  oder  minder  befriedigendem  Erfolg
  verwendet.  Dagegen  gelang  es  1866
der  brasilischen  Armee  im  Krieg  mit  Pa-.raguay,

  mittelst  L.  den  Weg  durch  die  Nembucasümpfe

  aufzufinden.  Obgleich  bis
1870  von  Preußen  militärischerseits  für
die  Verwendung  von  L.  am  wenigsten  geschehen,
  wurden  doch  Anfang  September
1870  in  Köln  zwei  Luftschifferdetachements
  mobil  gemacht,  die  bei  der  Belagerung
  von  Straßburg  verwendet  werden
  sollten.  Der  Erfolg  bei  den  ausgeführten
  Rekognoszierungen  war  aber  des
heftigen  Windes  wegen  wenig  befriedigend.
  Bevor  aber  nochdie  Mängel  beseitigt
waren,  hatte  Straßburg  kapituliert.  Die
sodann  nach  Vrrsailles  geschickten  Detachements
  kamen  wegen  Mangel  an  Füllgas
und  nebeligem  Wetter  zu  keiner  Thätigkeit.
  —  Die  Verwendung  der  2.  als  Verkehrsmittel
  hat,  obgleich  sie  wegen  der  noch
nicht  erreichten  Lenkbarkeit  sehr  beschränkt
ist,  die  meisten  Erfolge  aufzuweisen,  die
allerdings  bei  der  Belagerung  von  Paris
durch  die  Umstände  begünstigt  wurden.
Vom  23.  Sept.  1870  bis  28.  Jan.  1871
stiegen  66  Deppschemballo  mit  161
Personen,  3  Mill.  Briefen,  364  Brieftauben
  2c.  in  Paris  auf,  von  denen  51  in