Luftschifferdetachement  —  Magistrale.

Frarreig,  5  in  Belgien,  4  in  Holland,
in  Preußen,  1  in  Norwegen  niederfielen;
3  gingen  verloren,  16  fielen  in  den  Bereich
der  deutschen  Armeen,  doch  nur  5  wurden
gefangen.  Dagegen  ist  es  trotz  verschiedenster
  Versuche  nicht  gelungen,  einen  Luftballon
  von  außerhalb  nach  Paris  hineinzuschaffen.
  —  Die  in  England  seit  dem
Krieg  1870/71  fortgesetzten  Versuche  über
die  Verwendung  von  L.  zu  Kriegszwecken
hat  zu  deren  Einführung  und  zur  Errichtung
  einer  Lufts  ifsernompanis  ge#
führt,  welche  bereits  im  Frühjahr  1
an  der  Parade  sich  beteiligte  und  hierbei
mit  einem  durch  einen  Wagen  in  60  m
Höhe  gehalteren  Luftballon  defilierte.

Luftschifferdetachement,=  Kompanie,
s.  Luftballons.

Lünetten,  offene  Werke  von  der  Grundrißform
  isolierter  Bastione,  deren  Benennungen
  auch  die  einzelnen  Teile  derselben

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fübren.  Die  detachierten  Forts  (s.  d.)
haben  gewöhnlich  Lünettenform.
Lünse,  s.  Achse.  "
Lunte,  ein  loses,  seilartiges  Gespinst
aus  Hanfwerg  von  13—16  mm  Stärke,  mit
einer  Lösung  von  essigsaurem  Bleioryd
(Bleizucker)  oder  chromsaurem  Kali  getränkt,
  diente,  um  einen  Luntenstock  gewickelt,
  zum  Abfenern  der  Geschütze  mittelst
Stoppinen=  und  Lunteuschlagröhren,  ist
aber,  seitdem  Schlagröhren  an  ihre  Stelle
getreten,  aus  den  Beständen  ausgeschieden.
Luntenschloß,  Ende  des  14.  Jahrh.  ersunden,
  bestand  auseinem  Hahn,  der  durch
einen  Abzug  nach  vorn  geschnellt  wurde,
wobei  die  durch  seinen  Kopf  gesteckte
breunende  Lunte  das  auf  die  Pfanne  geschüttete
  Pulver  traf.  Das  L.  war  der
erste  Mechanismus  der  Handfenerwasfen
zum  selbstthätigen  Abfeuern  derselben.
Luv,  s.  Anluven,  Lee.

M.

Maat  (engl.  mate,  Gehülfe),  Bezeichnung
  für  die  Unteroffiziere  der  Marine
als  Gehülfen  der  Deckoffizierschargen,  wonach
  es  Bootsmanns-,  Feuerwerks-,  Maschinisten-,
  Zimmermanus-,  Meisters-,
Torpeders-,  Segelmachers=  2c.  Maategibt.
In  der  deutschen  Marine  zerfallen  die
Maate  in  zwei  Klassen,  von  denen  die  erste
den  Zusatz  -Ober=  zur  Charge  führt,  also
Oberbootsmannsmaate;  diese  stehen  im
Rang  der  Sergeanten,  die  zweite  Klasse  im
Rang  der  Unteroffiziere  der  Landarmce.

Machiculi  (Ipr.  masch-),  bei  den  mittelalterlichen
  Befestigungen  balkonartig  vorspringende
  Krönungen  von  Mauern,  die
auf  Kragsteinen  ruhten,  zwischen  denen
Schießöffnungen  angebracht  waren,  durch
welche  der  Fuß  der  Mauer  mittelst  Beschießens
  oder  Hinuntergießens  von  siedendem
  Ol  #u.  gegen  den  stürmenden  Feind
verteidigt  werden  konnte.  Z„

Macömber-Kanone,  nach  seinem  Erfinder
  benanntes  Geschütz,  welches  durch
das  Aneinanderschweißen  schmiedeeiserner,
durchlochter  Scheiben  hergestellt  wurde.

Militär-Lexikon.

Über  das  Bodenstück  sind  nach  dem  System
der  Ringrohre  durch  hydraulischen  Druck
Ringe  aufgepreßt.  Durch  diese  Anfertigungsart
  sollte  das  Rohr  eine  große
Widerstandsfähigkeit  gegen  den  Gasdruck
erhalten  und  somit  große  Ladungen  gestatten.
  Der  Versuch  fand  mit  einem  Rohr
von  3,74  cm  Kaliber  statt,  dessen  Granate
von  1,36  kg  mit  einer  Ladung  von  0,  ss  kg
610  m  Anfangszeschwindigkeit  erhielt.
Das  Herstellen  größerer  Kaliber  in  dieser
Weise  erscheint  nach  bisherigen  Erfahrungen
  zweifelhaft.
Madrillbrett,  s.  Petarde.
Magazine,  Gebäude,  welche  nach  den
Gegenständen  benannt  werden,  diein  ihnen
lagern.  Man  hat  daher  Mehl-,  Brot-,
Getreide-,  Fourage-,  Proviant-,  Pulver-2c.
Magazine.
Magazingewehr,  s.
waffen  (S.  184).  ç
Magisträle,  die  Hauptkonstruktionslinie
  von  Festungswerken,  früher  in  Festungen
  die  Kordonlinie,  in  Feldwerken
die  Feuerlinie,  bei  Batterien  ger  Fuß  der
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Handfeuer-