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innern  Brusiwehrböschung;  in  dieser  letztern
  Bedeutung  ist  die  Bezeichnung  -M.=heute
  nicht  mehr  gebräuchlich.

MRejer,  niedrigster  Grad  der  Stabsoffiziere,
  in  der  Ansprache  auch  Oberstnachmeister
  genannt.  Der  Titel  M.  tritt
zwerst  um  Mitte  des  16.  Jahrh.  auf.  Der

.  ist  in  der  Regel  Bataillons=  oder  Abteilungskommandeurts.
  Wachtmeister).

Mamelucken,  Anfang  des  13.  Jahrh.
aus  gekauften  Sklaven  formierte  Leibgarde
  der  ägyptischen  Herrscher,  spielten
jahrhundertelang  eine  große  Rolle  in
Agypten  und  bildeten  den  Kern  des  Heers,
wurden  dann  1811  durch  Mehemed  Ali,
um  sich  ihrer  zu  entledigen,  bei  einer
Festlichkeit  in  Kairo  niedergemetzelt.  Napolcon
  I.  errichtete  21.  Jan.  1804  eine
Schwadron  M.  aus  Farbigen  aller  Länder,
  welche  zur  Garde  gehörte,  die  aber  nach
seinem  Sturz  aufgelöst  wurde.  ç

Mange,  im  Mittelalter  gebräuchliche
Wurfmaschine,  s.  Geschütze  (S.  162).

Nanuschaft,  ein  nicht  feststehender  Begriff,
  da  man  bald  sämtliche  Personcn
des  Soldatenstands  mit  Ausschluß  der
Offiziere,  bald  nur  die  Soldaten  ohne
Charge  unter  diesem  Ausdruck  versteht.

Maunschaftstraversen,  s.  Hohltraversen.


Maunszucht,  s.  v.  w.  Disciplin  (s.  d.J.

Manöver,  Vorübungen  für  das  Gefecht,
sind  die  größern  Übungen  aus  allen  Wasfen
  zusammengesetzter  Truppenkörper  im
steten  Anschluß  an  das  Terrain  und  in
Wechselwirkung  mit  einem  wirklich  vorhandenen
  Feind,  um  so  Führer  und
Truppen  in  der  richtigen  Benutzung  des
Terrains,  im  Zusammenwirken  der  verschiedenen
  Wafsen  lowie  im  Erkennen
der  gegnerischen  Maßregeln  und  in  dem
raschen  Entschluß  zu  eignem  Handeln  zu
üben  und  so  dem  wirklichen  Krieg  möglichst
  nahe  kommende  Verhältnisse  zum
Ausdruck  zu  bringen.  Dem  M.  wird  eine
bestimmte  Gesechtsidee  für  beide  Gegner
zu  Grunde  gelegt,  deren  Durchführung
die  Aufgabe  des  das  M.  Leitenden  ist.
Die  Ubungen  finden  in  feldkriegsmäßiger
Ausrüstung  der  Truppen  statt,  und  werden
  für  das  Feuergefecht  Manöverkartuschen
  und  Platzpatronen  verwendet.

Major  —  Mantel.

Jur  Entwickelung  eines  möglichst  getreuen
iegsbildes  sind  schon  durch  Friedrich
d.  Gr.  die  fortschreitenden  M.  eingeführt
  worden,  welche,  im  Lauf  der  Zeit
in  Preußen  weiter  durchgebildet,  allen
andern  Armeen  als  Muster  für  ähnliche
Einrichtungen  gedient  haben.  Ju  Deutschland
  werden  jährlich  solche  M.  divisionsweise,
  bei  drei  oder  vier  Armeekorps  im
anzen  Korpsverband  abgehalten.  Sie  zerallen
  der  Reihenfolge  nach  in  Detachementsübungen,
  in  denen  die  Infanterieregimenter
  mit  etwas  Artillerie  und
Kavallerie  unter  Leitung  der  Brigadekommandeure
  sich  gegenüberstehen,  um  vormsseise
  den  Feld=  und  Vorpostendienst
und  den  kleinen  Krieg  zu  üben;  ihnen
sesgen  die  Feldmanöver,  übungen  der
Brigaden,  beziehentlich  der  Divisionen
gegeneinander,  wobei  die  Truppen  unter
Anwendung  des  Sicherungsdienstes  biwakieren;
  darauf  beginnt  das  Divisions-=ererzieren,
  ÜUbungen  der  ganzen  Dinvision
  gegen  einen  durch  Sektionen  Infanterie
  oder  kleine  Reitertrupps  mit  Flagen
  markierten  oder  supponierten  Feind.
F.  Übung  dauert  drei  Tage,  zu  denen
die  Ruhe=  und  Marschtage  noch  hinzukommen.
  —  Festungsmanöver  unter
Leitung  der  Kommandanten  sollen  namentlich
  der  Infanterie  Gelegenheit  geben,
  im  Sicherheitsdienst  in  und  vor  der
Festung  sich  zu  üben.  Die  Thätigkeit  der
Artillerie  und  Pioniere  bei  denselben  ist
gering  und  kommt  bei  besondern  Armierungsübungen
  zur  Geltung.  —
Schiffsmanöver  sind  alle  die  von  der
Besatzung  eines  Schiffs  nach  bestimmten
Regeln  und  nach  Maßgabeder  Manöver--rolle,
  durch  welche  jedem  Einzelnen  die
Thätigkeit  vorgeschrieben  wird,  an  Bord
ausgeführten  Verrichtungen.  Im  weitern
Sinn  begreift  man  unter  M.  auch  die  taktischen
  Bewegungen  der  zu  einem  Geschwader
  vereinigten  Schiffe.

Mantel,  Kleidungsstück  des  Soldaten,
soll  für  Fußtruppen  bis  übers  Knie,  für
Reiter,  wenn  sie  zu  Pferd  sitzen,  bis  zum
halben  Unterschenkel  reichen  und  mit
einem  Umschlagkragen  Versehen  sein.  Der
M.  wurde  Ende  vorigen  Jahrhunderts
eingeführt,  als  der  Rock  sich  zur  Jacke