Mitrailleur  —  Montierung.  257

Mitrailleur,  Mitrailleuse  (spr.  tral-ISr.),
  s.  Kartätschgeschütze  (S.  207).
Nittelpferde,  s.  Angespann.
-Nittelpivotlaffete  (pr.  Hiwoh-,  s.  Laffeten
  (S.  228).
Nittelstock  (Mittelachse),  s.  Achse.
Mittelunterstützung,  s.  Brücken.
-ittelwall  (Kurtine),  s.  Bastion.
Mobile  Kolonnen,  gleichbedeutend  mit
fliegende  Korps  (s.  d.).  ,
Wohllaut-dewurbezuerstinParis
1818  in  Stärke  von  24  Bataillonen  à  1000
Mann  meist  aus  beschäftigungslosen  jungen
  Männern  formiert.  Als  dann  durch
as  Militärgesetz  vom  1.  Febr.  1868  die
mobile  Nationalgarde  als  besondre  Katesorie
  der  Armee  eingefügt  wurde,  erhielt
ie  im  Krieg  1870/71,  im  Gegensatz  zu  der
sedentären,  die  Bezeichnung  »M.«
Mobilmachung  (Mobilisierung),
die  überführung  der  Armee  aus  dem
Airierene-  in  den  Kriegszustand;  sie  umaßt
  also  die  Ergänzung  der  Truppenteile
und  Behörden  mit  Offizieren,  Mannschaften,
  Beamten  und  Pierden,  die  Aufstellung
  der  nur  im  Krieg  bestehenden
Truppenteile  und  Behörden  wie  derjenigen,
  welche  im  Land  zurückbleiben.
Hiernach  gliedert  sich  das  Mobilmachungsgeschäft
  im  allgemeinen  in  die  Ergaͤnzung
  der  Feldtruppen,  die  Aufstellung
der  Ersatz=  und  Besatzungstruppen
(Landwehrinfanterie,  Fußartillerie,  Pioniere
  2c.),  der  Intendawtur  Feldproriamtämter,
  Feldpost,  Feldtelegraphie,  Etappenbehörden
  2c.  Die  M.  selbst  erfolgt  nach
einem  Mobilmachungsplan,  welcher
im  Frieden  aufgestellt,  aber  geheim  gehalten
  wird.  Die  gleichfalls  geheim  gehaltenen
  Ausführungsbestimmungen  zu  demselben
  müssen  so  gründlich  und  ausführlich
  getroffen  sein,  daß  alle  Truppenteile
und  Behörden  nicht  allein  genau  die
ihnen  zusallende  Thätigkeit,  sondern  auch
die  Zeit,  in  welcher  die  Ausführung
für  jeden  Gegenstand  beendet  sein  muß,
daraus  ersehen  können.  Zusammenstellungen,
  welche  diese  Zeitangaben  enthalten,
  heißen  Mobilmachungskalender.
Diese  Anordnungen  sind  von  größter  Wichtigkeit,
  weil  mit  der  beendeten  M.  eines
Truppenteils  seine  Marschbereitschaft  ein-Militär-Lexikon.


tritt,  die  Heranziehung  desselben  nach  der
feindlichen  Grenze  und  somit  der  strate-Lesche
  Aufmarsch  der  Armee  beginnt.  Die
Berücksichtigung  aller  maßgebenden  Verhältnisse
  wie  die  volle  Ausnutzung  aller
in  Betracht  kommenden  Eisenbahnen  zum
Truppentransport,  die  Heranziehung  der
Truppen  nach  der  Ordre  de  bataille  zur
feindlichen  Grenze  und  das  Treffen  aller
Vorkehrungen,  welche  die  zeitgerechte  M.
der  bezüglichen  Truppen  ermöglichen,  ersordern
  die  eingehendsten  Studien  und  machen
  die  Aufstellung  des  Mobilmachungsplaus
  zu  einer  der  schwierigsten  und  bedeutungsvolsten
  Aufgaben  der  Heereseitung.


Mönch,  ein  durch  ein  Stück  Papier  gesteckter
  Streisen  Feuerschwamm,  welcher,
an  einem  Ende  entzündet,  früher  auf  die
Feuerleitung  von  Minen  behufs  deren

mgündun  elegt  wurde.

oncrichn  e  Gleichgewichtslaffete,
s.  Milchere  S.  DWichish  (#n  "

onitor  (Kuppelschiff),  s.  Kriegsschiff
  (S.  221).  4

Montenegro.  Heerwesen.  Dem
Fürsten  ist  im  Sommer  1879  ein  Entwurf
  zur  Reorganisation  der  Armee  vorgelegt
  worden,  nach  welchem  die  Feldarmee
  aus  26  Bataillonen  à  800  Mann
Infanterie  in  13  Regimentern  und  6
Brigaden),  6  Feld-,  8  Gebirgs=  und  3
Belagerungsbatterien  zu  6  Geschützen,  1
Sappeur-,  1  Pionierbataillon,  1  Sanitätskompanie
  bestehen  sollte.  Der  hiermit
bezweckten  Annäherung  an  die  Heereseinrichtungen
  der  eropällchen  Kulturländer
sollte  auch  durch  Verkürzung  der  Diensteit

  auf  26  Jahre  (vom  20.—46.  Jahr)
schnung.  getragen  werden.  Welche  Aussicht
  auf  Ausführung  dieser  Entwurf  hat,
ist  noch  nicht  ab  uschene  Bisher  war  die
Armee  ein  Volksheer  im  eigentlichen  Sinn
des  Worts.  Jeder  Wasfenfähige  gehört  vom
17.—50.  Jahr  der  Miliz,  bis  zum  60.  der

Reserve  au.
ontierung,  die  Bekleidungsstücke  des
Soldaten.  Man  unterscheidet  große  und
kleine  Montierungsstücke;  zu  letztern
ehören  Hemd  und  Stiefel,  während  alle
übrigen  Bekleidungsstücke  zu  den  großen
gehören.  Dem  entsprechend  wird  auch  ein

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