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Groß=  und  Kleinmontierungsgeld
unterschieden.

Montierungsdepots  dpr.  ·  depoht)  haben
  den  Zweck,  die  Bekleidungsmaterialien
  (namentlich  Tuche)  für  die  Truppen
zu  beschaffen,  in  betreff  ihrer  Güte  zu
prüfen  und  an  die  Truppen  zu  verabfolgen,
  welchen  demnächst  die  Anfertigung
der  Kleider  und  deren  Aufbewahrung  obliegen.
  M.  bestehen  in  Berlin,  Breslau,
Graudenz,  Düsseldorf,  Straßburg,  Dresden,
  Stuttgart,  München  und  Nürnberg.
Jedes  Montierungsdepot  wird  von  einem
Rendanten,  1  Kontrolleur  und  2  Assistenten
  verwaltet.  —  In  Osterreich  heißen  sie
Montuxrsverwaltungsanstalten.

ontierungsge  :#

Montierungs  üce|s.  Montierung.

Montur,  in  der  österreich.  Armee  Bezeichnung
  für  die  Montierung  ((.  d.).

Mordkeller,  s.  Kasematten.

Morgenstern,  Stachelkeule,  ein  mit
Stacheln  besetzter  Streitkolben,  eine  namentlich
  von  den  Schweizern  im  15.
Jahrh.,  auch  in  den  Bauernkriegen  viel
geübrte  Schlagwaffe  Ein  zu  Anfang  des

5.  Jahrh.  vorkommendes  kurzes  Feuerrohr,
  wie  ein  M.  mit  Stacheln  besetzt,
hieß  Schießprügel.

örser  (Mortare,  Meertiere)
sind  glatte  oder  gezogene  Geschütze  von  geringer
  Rohrlänge.  Die  glatten  M.  sind
2½  —3  Kaliber  lang  und  haben,  um  Geschosse
  großen  Kalibers  mit  verhältnismäßig

  kleinen  Ladungen  in  hohem  Bogen

u  schießen,  die  Schildzapfen  am  Boden-1
  Zur  günstigen  Lagerung  der  kleinen
Ladungen  verengtsich  die  Seele  (der  Flu  g)
binten  zur  Kammerz;  der  beide  rerbinende

  halbkugelförmige  Teil  heißt  der  Kessel.
  Die  Benennung  der  M.  geschah  früher
nach  dem  Gewicht  einer  kalibermäßigen
Steinkugel  (vgl.  Bombe).  Es  waren
Schaft-,  Hand-,  7-,  10-,  25-,  50pfündige
und  Steinmörser  im  Gebrauch,  von
denen  z!  nur  noch  die  15  und  23  cm  (7-und
  25pfündigen)  bestehen,  aber  auch  in
kurzer  Zeit  ausscheiden  werden.  9  und  15
em  gezogene  M.  sind  im  Versuch,  21  cm
eingeführt.  Die  geringe  Schußweite  und
Treffsicherheit  der  glatten  M.  neben  den
gezogenen  Kanonen  hat  die  Konstruktion

Montierungsdepots  —  Munitionsersatz.

90.  bogener  M.  veranlaßt,  deren  Ausildung
  aber  erst  für  wenige  Kaliber  abeschlossen
  ist.  Vgl.  Geschütze  (S.  155),
Faffelen  (S.  227).—  Mörserfeuer,
s.  Vertikalfeuer.

Nortare,  s.  v.  w.  Mörser  (s.  d.).

Muldenscharte,  s.  Scharte.

Mundlochschraube,  s.  Zünder  (380).

Munition,  die  Geschosse,  Ladungen
und  Zündungen  für  Geschütze  und  Handseuerwaffen;
  vgl.  Kartusche,  Patrone.

Munitionsersatz.  Der  rechtzeitige  M.
ist  zur  Erhaltung  der  steten  Kampfbereitschaft
  der  im  Feld  stehenden  Trurpen
von  größter  Bedeutung  und  bedarf  der
Bereithaltung  großer  Munitionsbestände
im  Frieden  und  sorgfältiger  Regelung  des
Nachschubs.  Hierzu  dienen  die  Feldund
  Reservefeldchargierungen;  erstere
bestehen  für  Handfeuerwaffen  in  fertigen
Patronen,  letztere  in  deren  Materialien;
für  Geschütze  in  ummantelten  Geschossen,
fertigen  Kartuschbeuteln,  Pulver  und
Zündungen.  Die  Feldchargierung  wird
von  den  Truppen  als  erste  Ausrüstung
mit  ins  Feld  genommen  und  zwar:  1)  bei
der  Infanterie  als  Taschen=  und  Tornistermunition
  jedes  Mannes,  im  Kompaniepackwagen,
  Bataillonspatronenwagen,
  in  den  Infanteriemunitionskolonnen
und  im  Feldmunitionspark.  Jedes  Armeekorps
  führt  so  ca.  4½  Mill.  Patronen  mit,
von  denen  auf  jeden  Infanteristen  180,
anuf  den  Jäger  190  Patronen  kommen;
2)  bei  der  Artillerie  in  den  Geschützprotzen
  und  Batteriemunitionswagen,  in
den  Artilleriemunitionskolonnen  und  im
Feldmunitionspark,  mithin  für  leichte  Geschütze
  4500,  für  schwere  16,500,  mithin
pro  keichtes  Geschütz  250,  pro  schweres  200
Schüsse;  3)  für  die  Kavallerie  werden
pro  Mann  60  Patronen  mitgeführt.

Der  M.  im  Gefecht  geschieht  in  folgender
  Weise:  1)  bei  der  Infanterie:
die  Kompanien  ergänzen  sich  durch  2
bis  3  Mann  aus  den  etwa  1000  Schrit“
hinter  den  größern  Truppenkörpern  zusammengezogenen
  Bataillonspatronenwagen,
  die  sich  ihrerseits  aus  der  noch
weiter  zurück  aufgestellten  ersten  Staffel
der  Munitionskolonnen  ergänzen;  2)  bei
der  Artillerie:  Die  Procemnanstion