Munitionsfördertraversen  —  Munitionswagen.

wird  aus  einigen  herangezogenen  Munitionswagen
  der  Batterien  ergänzt,  die,
in  zwei  Staffeln  formiert,  abteilungsweise
  wusommengefogen,  rückwärts  aufgestellt
  sind  Herl.  atterie).  Die  leer  gewordenen
  Wagen  der  ersten  Staffelwerden
vereinigt  zur  zweiten  zurückgeschickt  oder
gleic  zur  ersten  Staffel  der  Munirions-=elonnen,
  um  sich  dort  zu  füllen.  Bei  dieser
werden  zunächst  die  Wagen  einer  Infanterie=
  oder  Artilleriemunitionskolonne
Elerrt,  welche  dann  geschlossen  zur  zweiten

taffel  geht  und  von  dort  durch  eine  volle
Kolonne  ersetzt  wird.  Die  entleerten  Kolonnen
  der  zweiten  Staffel  werden  dann
gemeinsam  zum  Feldmunitionspark  zurückgeschickt
  und  von  diesem  ergänzt,  der
seinerseits  den  Nachschub  aus  den  Hauptmunitionsdbepots
  der  Heimat  erhält.
Von  letzteru  werden  drei,  je  eins  zu  Torgau,
  Magdeburg  und  Erfurt,  formiert,
in  denen  die  Munition  zum  Gebrauch
sertig  gemacht,  in  Transportkasten  verpackt
  und  dem  Feldmunitionspark  per
Eisenbahn  übersandt  wird.  Dieser  besteht
aus  8  Kolonnen  in  2  Abteilungen,  die  an
Nößern  Eisenbahnorten  im  Rücken  der
Armee,  dieser  möglichst  nahe,  stationiert
werden  und  ihren  Stationsort  möglichst
wenig  wechseln.  Jede  Kolonne  hat  17  bespannte
  Munitionstransportwagen,  die
übrige  Munition  nur  in  Transportkasten.
Der  fahrbare  Teil  wird  nach  Bedarf  der
Armee  per  Eisenbahn  oder  Landtransport
nachgeschickt,  damit  sich  aus  ihm  die  Munitionskolonnen
  komplettieren  und  diese
in  möglichst  kurzer  Zeit  ihre  Truppenteile
wiebererreichen  können.  Für  jedes  Geschütz
  des  Belagerungstrains  werden  im
Frieden  etwa  1000  Schuf  bereit  gehalten,
die  sosort  mit  jenem  zu  der  zu  belagernden
  Festung  abgehen.  Der  Nachschub  wird
nach  Bedarf  auf  besondres  Verlangen  des
Kommandeurs  der  Belagerungsartillerie
vom  Kriegsministerium  aus  —

nen  Festungen  direkt  überwiesen.  In  belagerten
  Festungen  ist  der  M.  nur  so  weit
ilic,  als  die  Vorräte  reichen.  Es  muß
deshalb  im  Frieden  auf  die  Bereithaltung
hinreichender  Mengen  Bedacht  genommen
werden.-  Man  rechnet  für  jedes  Geschütz,
außer  den  Flankengeschützen,  etwa  700

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Schuß,  für  jedes  Gewehr  etwa  300  Schuß,
welche  Munition  teils  fertig,  teils  in  Materialien
  bereit  gehalten  wird.
Munitionsfördertraversen,  s.  Hohltraver
  1  een.
Munitionsfördervorrichtung,  s.  Ladespsteme.

Munitions-Fuhrparkskolonnen  dienen
  zum  Transport  von  Munition  und  Belaserungemoterial
  bei  Belagerungen;  sie
bilden  deshalb  auch  einen  Teil  der  Belaerungstrains,
  bei  deren  Mobilmachung
e  formiert  werden.  Jede  Kolonne  besteht
aus  32  Munitionstransportwagen  C/72
und  8  Leiterwagen.  2—3  M.  bilden  eine
Abteilung,  4—8  ein  Munitionsfuhrparkskolonnen-Regiment
  zu  2,  9—12  ein  Regiment
  3  Abteilungen.
Munitionskolonnen  sind  Formationen,
  deren  bei  eintretender  Mobilmachung
von  jeder  Feldartilleriebrigade  10  und
zwar  6  Artillerie=  und  4Infanteriemunitionskolonnen
  sormiert  werden.
für  welche  das  ganze  Material  im  Frieden
bereit  gehalten  wird.  3  Artillerie=  und  2
Iufanteriemnitionssolonnen  bilden  eine
unitionskolonnenabteilung.  Erstere  bestehen
  aus  je  17  schweren,  3  leichten
Munitionswagen,  2  schweren,  1  leichten
Vorratslassete,  2  Vorratswagen,  1  Feldschmiede;
  jede  Infanteriemunitionskolonne
  aus  21  Patronenwagen,  2  Vorratswagen,
  1  Feldschmiede.  Über  den
Zweck  der  M.  s.  Munitiontersatz.
Nunitionspark,  s.  Belagerungspark.



Munitionsberpackung  soll  die  Munition
  bei  Trausporten  vor  Beschädigungen
und  möglichst  vor  Explosionen  schützen.
Die  Feldartillerie  transportiert  ihre  Geschosse
  in  Protzen  und  Munitionswagen,
jedes  Geschoß  in  einem  besondern  Fach
sestgestelltt  die  Kartuschen  in  ledernen
Kartuschtornistern.  Alle  andern  Geschosse
stehen  in  Geschoßtransportkasten,  in  denen
sie  durch  einen  Einlegedeckel  feste  Lage  erhalten.
  Die  21  em  und  größern  Erschafte
werden  einzeln  in  Körben  von  Rohrgeflecht
transportiert.  Metallpatronen  stecken  in
Packschachteln  aus  Pappe,  die  in  Patronenkasten
  zu  960  Stück  verpackt  sind.

Munitionswagen  sind  zur  Mitfüh-17*

