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rung  der  Munition  dienende  Truppenfahrzeuge,
  die  durch  ihre  Konstruktion  und
Bespannung  befähigt  sind,  allen  Gangarten
  und  Bewegungen  der  Truppen  zu
folgen.  Die  Artilleriemunitionswagen  der
Batterien  und  Kolonnen  sind  von  gleicher
Konstruktion  und  innerer  Einrichtung  zur
Geschoßverpackung.  Die  M.  bestehen  aus
Protze  und  Hinterwagen  und  sind  verpackt

mit  Geschossen  und  der  entsprechenden  Anzahl
  Kartuschen:
Schwere  Leichte

Protze  Hinterwagen  Protze  Hinterwagen
Granaten  .  20  24  30
Shrapnels  10  10  12  12
Kartätschen.  2  —  2  —
Zufammen  32  45  38  48

Schuß:  .  d

Die  Protzen  sind  den  Geschützprotzen  gleich.
Die  Infanteriemunitionswagen  (Patronenwagen)
  haben  nur  eine  innere
Einteilung  durch  zwei  Scheidewände  und
nehmen  in  der  Protze  8,  im  Hinterwagen
12=  20  Patronenkasten  à  960  =  19,200
Patronen  M  /71  auf.
Munitions-Zwischendepot,  s.  Belagerungspark.

uskete  wurde  die  zu  Anfang  des
16.  Jahrh.  eingeführte  Handwasse  genannt,
  die  vierlötige  Kugeln  schoß,  um
mitihnen  die  starken  Brustharnische  durch-Munitions-Zwischendepot

  —  Nachtgefecht.

schießen  zu  können,  wozu  die  halben  Haken
mit  1—2lötigen  Kugeln  nicht  hinreichten.
Die  Musketen  hatten  Luntenschloß.  Die
aus  ihnen  1519—20  gebildeten  Schützenabteilungen
  nannte  man  Musketiere.
Sie  trugen  an  einem  Bandelier  elf  Kapseln
  mit  je  einer  Pulverladung  und  eine
Kapsel  mit  feinem  Zündpulver.  Bei  den
deutschen  Insanterier-himemtern  ißen
die  ersten  und  zweiten  Bataillone  Musketiere;
  sie  tragen  weißes  Lederzeng.
Mustahsis,  die  Landwehr  der  türkischen
Armee,  s.  Türkei.
Musterherr,  s.  Landsknechte.
Mustern,  s.  In  spizieren.
Musirrschrei  er,  s.  Landsknechte.
Musterung  der  Militärpflichtigen,  s.
Ersatzwesen  (S.  100).—  Die  ökono-=mische
  M.  bei  den  Truppen  hat  den  Zweck,
festzustellen,  ob  die  Truppen  mit  den  ihnen
auf  ihre  Stärke  gegebenen  Beständen  und
Vorräten  an  1ee  Bekleidungs=  und
enstigen  Ausrüstungsstücken  in  vorgeschriebener
  Zahl  und  kriegsbrauchbarer
Beschaffenheit  versehen  und  die  ihnen  zur
Selbstbewirtschaftung  überwiesenen  Geldmittelvorschriftmäßhg
  verwaltet  und  verwendet
  sind.  Diese  Musterungen  werden
alle  zwei  Jahre  von  Musterungskommissionen
  abgehalten,  die  aus  einem
Brigadekommandeur  oder  Inspekteur  und
einem  obern  Intendanturbeamtenbestehen.

N

Nabe,  s.  Rad.
Nachbut,  s.  Sicher  ungsdienst.
Nackallbrieren,  s.  Kalibriermachine.



Nachrichtenwesen.  Um  im  Krieg  die
den  jeweiligen  Verhältnissenangemessenen
Entschlüsse  fassen  zu  können,  ist  es  notwendig,
  über  die  Stärke,  Organisation,
Bewaffnung,  Stellung  2c.  der  feindlichen
  Streitkräfte  sowie  die  Beschaffenheit
  des  in  Frage  kommenden  Geländes
mööglichst  genau  unterrichtet  zu  sein.  Das
Einziehen  aller  hierauf  bezüglichen  Nachrichten
  ist  daher  von  höchster  Bedeutung.
Das  Sammeln  und  Bearbeiten  derselben

gelchicht  im  Frieden  vom  Generalstab.
dach  Ausbruch  der  Feindseligkeiten  liegt
das  Einziehen  von  Nachrichten,  was  Stellung,
  Stärke  und  Thätigkeit  des  Feindes
betrifft.  vorzugsweise  in  der  Hand  der
Kavallerie,  überhaupt  der  mit  dem  Aufklärungsdienst
  betrauten  Truppen.  Das
Beobachten  an  und  für  sich,  selbst  das
Sehen  (das  Richtige  sehen,  das  Wesentliche
  vor  dem  Nebensächlichen  erkennen)
und  die  Erstattung  bezüglicher  Meldungen
ist  schwerer,  als  es  scheint,  und  bedarf  sorgfältigster
  Friedensübungen.

Nachsp  ß  s.  Arrieregarde.

Nachtge  eckt.  Kämpfe,  unter  dem