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Offiziere  des  Beurlaubtenstands  sind  den
Ehrengerichten  unterworfen.  In  Uniform
erscheinen  sie  stets,  wenn  sie  zum  Dienst
einberufen  werden;  sonst  ist  dieselbe  nur
bei  feierlichen  Gelegenheiten  zu  tragen.
Offizieraspiranten  (Avantageure),
sowohl  im  Heer  wie  in  der  Marine  die  auf
Beförderung  zum  Offizier  dienenden  jungen
  Leute.  I#  Beurlaubtenstand  sind  O.
die  mit  dem  Zeugnis  der  Qualifikation
um  Reserveoffizier  entlassenen  Einjährig-Hreiwilligen
  s.  Offizier.
Offizierreitschule,  s.  Militärreitl


ule.

Offiziersdiener,  s.  Burschen.

Offizierunterstützungsfonds  hat  den
Zweck,  unbemittelten  Offizieren  und  Arzten
  vom  Hauptmann  zweiter  Klasse  abwärts
  in  genan  bestimmten  Fällen  (bei
infolge  des  Dienstes  entstandenen  Krankheiten,
  bei  Daaßl,  Brandschaden,  Verlust
  eines  Dienstpferds  rc.)  eine  Unterstützung
  oder  einen  Vorschuß  in  bestimmten
  Grenzen  zu  gewähren.  Die  Verwaltung
  ist  Kormisonen  übertragen,  die
aus  den  betreffenden  Offizierkorps  gebildet
  sind.

Okkupation  ist  die  militärische  Besetzung
  eines  fremden  Landes  oder  Teils
desselben,  entweder  um  gewisse  Rechtsansprüche
  geltend  zu  machen,  oder  um
ein  Pfand  für  die  Erfüllung  der  dem  Land
auserlegten  Verpflichtungen  in  Besitz  zu
haben.  Die  eine  solche  O.  ausführenden
Truppen  bilden  die  Okkupationsarmee.


Skonomiehandwerker,  zum  Dienst
ohne  Waffe  ausgehobene  Militärpflichtige,
die  den  Truppen  als  Handwerker  für  die
Handwerksiätten  der  Okonomiekommisionen
  überwiesen  werden.  Bei  der  Infanterie,
  Fußartillerie,  den  Jägern  und
den  Pionieren  dürfen  nur  Schneider  und
Schuhmacher,  bei  der  Kavallerie  und  Feldartillerie
  nur  noch  Sattler  als  O.  eingestellt,
  aber  nicht  bei  den  Kompanien,  Eskadrons
  2c.  als  solche  verwendet  werden;
diese  sind  vielmehr  aus  den  Mannschaften
dieser  Truppenteile  zu  entnehmen.  Die
Annahme  von  Freiwilligen  zum  Dienst
als  O.,  die  Abschließung  von  Kapitulationen
  mit  ihnen  sowie  ihre  Ernennung

Offizieraspiranten  —  Ole.

zu  Gefreiten  ist  nicht  zulässig.  Zuschneider
  und  Meister  dürfen  ausnahmsweise
und  nur  mit  Genehmigung  des  Generalkommandos
  aus  ihnen  entnommen  und
dieselben  nach  Kapitulation  mit  ihnen  zu
Gefreiten  und  Unteroffizieren  ernannt
werden.  Nach  dreijähriger  Dienstzeit  werden
  die  O.  zur  Reserve  entlassen  und  haben,
wie  andre  Soldaten,  ihrer  weitern  gesetzlichen
  Dienstpfticht  zu  genügen.  Vor
ihrer  Einstellung  in  die  Kommmission  müssen
  sie  mindestens  drei  Wochen  militärisch,
doch  ohne  Gewehr,  ausgebildet  werden.
Sie  erhalten  die  Bekleidung  und  Ausrüstung
  der  unberittenen  Trainsoldaten  des
Truppenteils  (Seitengewehre  mit  Stichblatt
  aber  ohne  Tornister.

Ole  und  Fette  dienen  im  Waffenwesen
entweder  als  Schmiermittel  zur  Verminderung
  der  Reibung  zwischen  Metallflächen
  oder  als  Rostschutzmittel.  Die
zu  diesen  Zwecken  geeigueten  Ole  zerfallen
in  sette  Ole  und  in  Mineralöle.  Die
erstern  haben  die  Neigung,  aus  der  Luft
Sanuerstoff  anfzunehmen,  wobei  sie  sich

ersetzen  und  die  auf  Metalle  schädlich  wir
nende  freie  Fettsäure  bilden.  Bei  fortdauernder
  Einwirkung  der  Luft  ändert  die
fortschreitende  Zersetzung  die  Natur  der  Ole
gänzlich,  indem  diese  sich  in  eine  zähe,  harige
  Masse  verwandeln  und  ihre  Schmieriigren
  gänzlich  verlieren.  Es  werden
daher  diejenigen  Ole  als  Schmiermittel  die

eeignetsten  sein,  welche  die  physikalische
Eigenschaftder  Schmierfähigkeit  in  höherm
Maß  besitzen  und  dieselbe  am  längsten
behalten.  Die  im  Waffenwesen  gebräuchlichsten
  setten  Ole  sind:  das  Baumöl,
aus  der  Olivenfrucht  gewonnen,  neigt  weniger
  zum  Ranzigwerden  als  alle  andern
  fetten  Ole;  das  Rüböl,  aus  Rübsamen
  hergestellt,  kann  nie  als  Rostschutzmittel
  dienen,  da  es  selten  säurefrei  ist,  es
wird  mehr  bei  Moctallarbeiten  und  zur  Beleuchtung
  verwendet;  das  Knochenöl,
aus  Rinderklauen  gewonnen,  ist  das  beste
Schmieröl,  aber  in  wirklich  guter  Beschaffenheit
  schwer  zu  bekommen;  das  Leinöl
trocknet  leicht  u.  dient  mehr  zur  Bereitung
von  Olfarben;  das  Glycerin  (eigentlich
  kein  Ol)  wird  bei  der  Verseifung  von
Fetten  gewonnen,  es  verändert  sich  nicht