Onager  —  Ordre  de  bataille.

an  der  Luft  und  dient  zum  Einfetten  gegulter
  Geschütze  beim  Schießen,  um  den

ulverschleim  schlüpfrig  zu  erhalten  und
seine  spätere  Entfernung  zu  erleichtern.
Mineralöle  werden  vorzugsweise  beim
Rektiffzieren  des  Rohpetroleums  wie  der
aus  Stein-oder  Braunkohlenteer  2c.  durch
Destillation  dargestellten  Ole  gewonnen
und  kommen  unter  den  verschiedensten
Namen,  als  Petroleumrückstandsöl,
Vulkan-,  Don-,  Staröl,  Valvoline,
Baseline  2c.,  in  den  Handel;  alle  unterscheiden
  sich  fast  nur  durch  den  Grad  ihrer
Reinheit.  Sie  eignen  sich  sowohl  als
Schmier=  wie  namentlich  als  Rostschutzmittel,
  sie  sind  beständig,  dabei  billig  und
meist  leicht  und  gut  zu  beschaffen.  Ihre
Wirksamkeit  als  Rostschneentel  beruht
darauf,  daß  nach  Verdungtung  der  flüchsuden
  Bestandteile  auf  der  bestrichenen
Metallfläche  ein  dünnes  luftbeständiges
Häucchen  zurückbleibt,  das  den  Zutritt  der

uft  an  das  Metall,  also  auch  dessen  Orydation,
  verhindert.  Das  beste  der  bekannten
  Rostschutz=  und  Schmiermittel  zugleich
  ist  das  Belmontilöl,  das  durch
einen  eigentümlichen  Reinigungsprozeß
aus  dem  Baumöl  hergestellt  wird.  Es
kommt  vorzugsweise  bei  gezogenen  Geschützen
  zur  Verwendung.

Oniger,  Wurfmaschine  der  Römer,
s.  Geschütze  (S.  162).

Operation,  jede  Bewegung  größerer
Heereskörper  zum  Zweck  oder  in  Ausführung
  kriegerischer  Unternehmungen,
welche  auf  größere  Entscheidungen  hinzielen.
  Operationsarmee  ist  daher
der  im  freien  Feld  stehende  Teil  der  Armee,
im  Gegensatz  von  den  Teilen,  die  für  Bela-Prungen
  Besatzungen  2c.  n-  sind.

perationsplan  ist  der  der  O.  zu
Grunde  gelegte  Entwurf.  über  die  Ausdehnung
  eines  solchen  Entwurfs  sagt  das
Generalstabswerk  von  1870/71:  „Kein
Operationsplan  kann  mit  einiger  Sicherheit
  über  das  erste  Zusammentreffen  mit
der  feindlichen  Herrrsmackt  hinausreichen.
Nur  der  Laie  glaubt  in  dem  Verlauf  eines
Feldzugs  die  voraus  geregelte  Durchführung
  eines  in  allen  Einzelheiten  festgesiellten
  und  bis  an  das  Ende  eingehaltenen
  ursprünglichen  Plans  zu  erblicken.

269

Gewißwird  der  Feldherrseine  großen  Ziele
stetig  im  Auge  behalten,  unbeirrt  darin
durch  die  Wechselfälle  der  Begebenheiten;
aber  die  Wege,  auf  welchen  er  sie  zu  erreichen
  hofft,  lassen  sich  nie  weit  hinaus
mit  Sicherheit  verzeichnen.  —  Derjenige
Bezirk  oder  diejenigen  Festungen,  aus
denen  die  Operationsarmee  ihren  Nachschub
  an  Ersatzmannschaften,  Pferden,
Material,  Proviant,  Munition  2c.  bezieht,
bilden  ihre  Operationsbasis  und  das
Gebiet,  auf  dem  ihre  Operationen,  meist
in  einem  gewissen  Zeitraum,  zur  Ansführung
  kommen,  ihr  Operationsfeld.

Opoltschenie,  die  russische  Reichswehr,
s.  Rußland  (S.  310).

Optische  Telegraphie,  s.  Feldtelegraphie.


Ordonnanzdienst,  s.  Felddienst.
Ordonnanzen,  Militerpersonen  die
zu  Vorgesetzten  behufs  dienstlicher  Verrichtungen
  kommandiert  werden.  Höhern
Offizieren  werden  für  Dienstleistungen,
die  sich  mehr  der  Thätigkeit  der  Adjutanten
oder  Generalstabsoffiziere  nähern,  Ordonnanzoffiziere,
  für  andre  Zwecke
auch  Ordonnanzunteroffiziere  zugeteilt.
  Gemeine  sind  Kompanie-,  Büreau=
  2c.  O.  Offiziere  in  Generalsstellungen
  erhalten  Kavalleristen  als  Stabsordonnanzen
  permanent  überwiesen.
Sie  tragen  besondre  Uniform  (die  der
Gendarmen,  aber  Epauletten).  Zum  Ordonnanzanzug
  gehören  Helm,  Waffen-=rock,
  Seitengewehr.  —Ordonnanzheißt
auch  in  manchen  Leeen  das,  was  Vorschrift
  ist,  auch  die  Vorschrift  selbst,  und  ist
dann  ordonnan  zmäßiggleichbedeutend
mit  vorschriftsmäßig.  —  Zur  nähern
Bezeichnung  wird  das  Wort  Ordonnanz
auch  mit  andern  verbunden,  z.  B.  Ordonnanzgewehr,-Stutzen,
  -Hel  „Koffer  rc.
Ordennanzkompanien,  diedurch-Ordonnanze
  französischer  Könige  errichteten
Geschwader  schwerer  Reiter,  die  meist
nur  kurze  Dauer  hatten,  aus  denen  aber
Karl  VII.  1439  die  Keime  des  stehenden
Heers  in  Frankreich  schuf.
Ordonnanztruppen,  in  England  der
Gesamtname  für  Artillerie-,  Ingenieurund
  Transporttruppen.  Z„
Ordre  de  hataille  (pr.  .ta,  die  vor