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*  einer  eigenartigen  Entwickelung  eangt.
  Im  allgemeinen  ist  der  P.  in  iese-Richtung
  in  folgenden  Konstruktionen  zur
Anwendung  gekommen:  Mals  Panzer=(Scharte#
  Schild  an  der  hintern
Schartenöffnung  offener  Erdbrustwehren;
2)  als  Stirnpanzer  kasemattierter  Batterien
  oder  Geschützstände;  die  Panzerschilde
  sind  entweder  hinter  die  Stirn  der
Pfeiler  und  das  frei  tragende  Gewölbe
urückgezogen,  oder  *!„  decken  auch  die
seiler=  und  Gewölbestirnen,  wie  bei  3)
den  kasemattierten  Panzerbatterien,
den  Turm=  oder  Panzerforts;  4)  als
Panzerdrehtürme.  Die  P.  ad  1  und
2  finden  vorwiegend  bei  vom  Strand  zur
rückgezogenen  Werken  Anwendung,  während
  die  am  Strand  oder  in  der  See  erbauten
  mit  den  Panzerungen  ad  3  und  4
versehen  sind.  Die  Panzerforts  sind  geschlossene
  Werke  von  rundem  oder  ovalem
Grundriß.  Die  erstere  Form  haben  z.  B.
die  Spithead-Seeforts  bei  Portsmouthmit
  59,  m  äußerm  Durchmesser,
während  das  Plymouth-Breakwaterfort
auf  dem  Wellenbrecher  von  Plymouthsund
  in  Ellipsenform  47,  m  und  36,9
m  Achsenlänge  hat.  Diese  Forts  sind  auf
kasemattiertem,  nicht  verteidigungsfähigem
  Unterbau  mit  Granitbekleidung  von
etwa  6  m  Mauerstärke  in  der  See  erbaut.
ur  möglichsten  Ausnutzung  der  kostpieligen
  Fundamentierun  und  zur  Verstärkung
  der  Feuerwirkung  sind  sie  meist
in  zwei  verteidigungsfähigen  Stockwerken,
mit  einem  oder  mehreren  Panzerdre
türmen  auf  der  Plattform  erbaut.  Die
Spitheadforts  hatten  eine  Armierung
von  59  schweren  Geschützen  erhalten,  von
denen  zehn  35  Tonnenkanonen  in  den
fünf  Drehtürmen  Aufstellung  finden.  Die
Panzerung  dieser  Forts  liegt  an  der  Stirn
der  Mauerpfeiler  und  besteht  aus  drei
Panzerplatten  von  13  cm  Dicke,  zwischen
denen  je  ein  Zwischenraum  von  13  cm
mit  Eisenkonkret  (Beton)  ausgefüllt  ist,  so
daß  die  Panzerung  eine  Gesamtstärke  von
65  em  hat.  Inähnlicher  Weise  sind  alle  andern
  Panzerungen  konstruiert,  die  häufig
eine  noch  erheblich  größere  Stärke  haben.
Die  Panzerdrehtürme,  früher  nach  dem
Vorgang  des  Kapitens  Coles  ausschließlich

Panzer  (stehende  Panzer,  Panzerplatten).

kegel=  oder  kuppelförmig  erbaut  und  deshalb
  Panzerkuppeln  genannt,  sind  jetzt
meist  cylindrisch,  um  eine  senkrechte  Achse
durch  Hand=  oder  Dampfbetrieb  drehbar,
  wobei  niedrige  Räder  oder  Rollen
unter  der  Turmwand,  auf  einer  Gleitbahn
  laufend,  das  Drehen  erleichtern.
*  den  Turm  sind  in  der  Regel  zwei  Gechütze
  mit  ihren  Rabmen  parallel  fes
Lngebaut.  Während  der  Steigerung  der
Dicke  schwimmender  P.  durch  das  Gewicht
  insofern  eine  Grenze  gesteckt  wird,
als  die  Schwimmfähigkeit  und  Seetüchtigkeit
  des  Fahrzeugs  nur  bis  zu  einem  gewissen
  Grad  gcopfert  werden  kann,  ist
man  bei  der  Anlage  slehender  Panzerungen
  keinerlei  verartigen  Beschränkungen
unterworfen.  Die  Verwendung  der  so
kostspieligen  massiven  Platten  zur  Erreichung
  einer  gewissen  Widerstandsfähigkeit
  ist  deshalb  nicht  geboten,  und  werden
daher  diese  Panzerungen  in  der  Regel
durch  #r  usammensetzen  mehrerer  Platten
unter  Anwendung  von  Zwischenmitteln
hergestellt.  Die  Drehtürme  aber,  bei  denen
ähnliche  Rücksichten  wie  bei  den  schwimmenden
  Panzern  zu  nehmen  sind,  werden
auch  ähnlich  biesen  mit  Holzhinterlage  hinter
  den  Panzerplatten  und  einer  mehrere
Centimeter  starken  innern  Platte,  der  Innenhaut,
  hergestellt.  Die  Panzerplatten
  werden  aus  Packungen  von  Barren
zähesten  Eisens  im  Walzwerk  zusammengeschweißt,
  Krümmungen  in  hydraulischen
  Druckwerken  bewirkt.  Sie  sind  für
Schiffspanzer  1  —  1,5  m  breit  (hoch),  bis
7mlang,  in  Frankreich  meist  nur  1  m
breit  und  4  m  lang.  Für  siehende  fortifikatorische
  Panzerungen  werden  sie  bis
3  m  breit  und  8#m  lang  (größere  Abmessungen
  sind  noch  nicht  erreicht)  gefertigt.
Geschmiedete  Platten  werden  in  England
wegen  ihrer  Neigung  zu  Sprüngen  nicht
mehr  hergestellt.

Die  Befestigung  der  Panzerplatten
ist  von  ganz  besondrer  Wichtigkeit,  da  sie
den  durch  auftreffende  Geschosse  verursachten
  Erschütterungen  Widerstand  leisten
mus  sollen  nicht  beim  Brechen  der  Bolzen
.  die  Platten  herunterfallen.  In  Frankreich
  werden  sie  durch  Holzschrauben  mit
versenkten  Köpfen  auf  die  Holzhinterlage