Panzer  (Vefestigung,  Widerstand,  Hartgußpanzer).

aufgeschraubt,  in  England  wie  überall
son  durch  Palliserbolzen  mit  konischem
  versenkten  Kopf,  Mutter  mit  Gegenmutter
  und  elastischer  Unterlage  auf
der  Holzhinterlage  befestigt.  Für  stehende
Panzerungen  haben  sie  sich  indessen  nicht
bewährt,  und  für  diese  ist  der  vom  Leutnant
En  7r  nachdem  scup-and-ball-(Schale
und  Kopf-)  Prinzip-konstruierte  Bolwen
  angenommen.  Er  hat  an  beiden  Enen
  einen  aufgeschraubten  kugelförmigen
Kopf  in  entsprechenden  Lagern.  Durch
Spielraum  zwischen  Schaft  und  Bolzenloch
  sowie  eine  nach  eigentümlichem  Verfahren
  (Aufwickeln  von  dünnen  Stäben
und  Schweißen)  gefertigte  Unterlegscheibe
unter  dem  innern  Kopf  wird  dem  Abscheren
  und  Zerreißen  des  Bolzenschafts
vorgebeugt.  Die  Panzerplatten  stoßen
dicht  gefugt  mit  ausgefrästen  Falzen  übereinander.
  —  Die  besten  Platten  liefern:
„Atlas  Iron  Works,  Sir  John  Brown.
u.  Co.-,  und  -Cyclop  Iron  Works,  Mrs.
Cammel  u.  Co.«,  in  Sheffield,  von  denen
  auch  die  deutsche  Marine  ihren  Bedarf
  bezieht.  Frankreich  fertigt  alle  Panzerplatten
  selbst  im  Etablissement  national
  des  forges  de  la  Chaussade,
Nièvre  an  der  Loire,  wie  in  der  Usine  de
Guérigny  (Staatseigentum);  Schneider
in  Creuzot  hat  in  neuerer  Zeit  stahlhaltige
Eisenplatten  gefertigt,  die  sich  bei  italienischen
  in  Spezia  mit  der  100  Tonnenkanone
  (Armierung  der  Duilio  und  Dandolo)
  bewährt  haben  sollen.  Früher  von
Krupp  gelieferte  Gußstahlplatten  gingen
schnell  zu  Bruch.  Wilson  in  England
soll  es  gelungen  sein,  durch  Aussheden  von
Gußstahl  .  eine  rotglühende  Walzeisen-=platte
  eine  durchaus  innige  Verbindung
beider  Platten  herzustellen,  welche  nächstdem
  zu  beliebiger  Stärke  ausgewalzt  werden
  können.  Bei  Versuchen  zu  Portsmouth
sollen  sie  sich  vorzüglich  bewährt  haben.
Nur  unter  Verwendung  eines  widerstandsfähigern
  Materials  wird  der  P.
dem  Geschütz  gegenüber  den  Wettstreit
fortführen  können,  da  die  üÜberlegenheit
der  Geschütze  über  jeden  schwimmenden
Walzeisenpanzer  jetzt  erwiesen  ist.  Bei
rechtwinkeligem  Auftrefsen  der  Hartgußgranate
  werden  massive  Walzeisenplatten

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auf  entsprechender  Hinterlage  von  mittlerer
  Stärke  mit  Krafstüberschuß  durchschlagen
  auf:

lange  21  em  28  em

15  cem  Ring.  Ning

Plattenstärke  Rins·  kano#  kano

kanone  ne  ne

auf  Entfernung  von  m

4°  engl.  =  10,16  em  2400  —  —
5“  „  =  12,70  1300  —  —
6“  —  15,24  —-  500%200  —
7"  „  =  17.78  -  —  2000  —
8“  —  20,32  -  —  1200  7600
9.d22  6  —  400  5000
10“  —  25,10  -  —  —  3400
11“  —  27,94  -  —  —  2400
12“  =  30,4  —  —  1500
13.  —  33.02  —  —  hneoch
14“  .  -35,56  -  —  —  nicht
15“  2m  38.10  -  —  —  460enau
16“  Fr  40  —  —  bekannt
Die  Hinterlage  besteht  aus  sich  kreuzenden

Planken  möglichst  harten  und  zähen  Holes
  (Teakholz);  sie  vermehrt  den  Widerand
  sowohl  an  und  für  sich  als  dadurch,

daß  sie  der  Panzerung  eine  gewisse  Elasticit

  gen  sie  beträgt  beim  Inflexible  76,

beim  König  Wilhelm  52  cm.  Hierzu  muß

noch  bemerktwerden,  daß  7.  Aug.  1879  von

Krupp  mit  einer  24  cm  Kanone,  die  mit

75kg  Ladung  einer  160  kg  schweren  Hartgußgranate

  eine  Anfangsgeschwindigkeit

von  576,6  m  gab,  ein  Panzerziel  von  51

em  Plattenstärke  (zwei  Platten  aufeinauder

  gelegt)  glatt  durchschossen  wurde,  so  daß

die  Granate  noch  2200  m  weiter  flog.
Im  März  1873  fanden  auf  dem  Schießplatz

  bei  Tegel  (bei  Berlin)  Schießwersuche

#aeen  einen  von  Gruson  (in  Buckau  bei

agdeburg)  aus  Hartgußeisen  gefertigten
  Panzerdrehturm  statt.  Die  Fabrik
  wollte  hiermit  den  Beweis  liefern,
daß  ihr  Panzermaterial  dem  ausländischen
  Walzeisenpanzer  an  Widerstandsfähigkeit
  nicht  nachstehe.  Der  Versuch  entsprach
  zwar  nicht  den  Erwartungen,  die

Fabrik  aber  stellte  unter  Benutzung  der
ewonnenen  Erfahrungen  einen  zweiten

P#n-  erturm  zur  Verfügung,  dessen  Beschießung

  im  Sommer  1874  so  günstige

Ergebnisse  lieferte,  daß  die  Hartgußpanzerung

  für  die  an  den  Nordsceküsten,  Fluß-