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mündungen  sowie  in  einigen  Forts  von
Metz  2c.  zu  errichtenden  Panzerdrehtürme
und  Panzerbatterien  angenommen  wurde.
Die  außerordentliche  Härte  des  Hartgußeisens
  ist  nicht  allein  eine  Folge  der  energischen
  Abkühlung  der  in  eiserne  Schalen
gegossenen  Gußstücke,  sondern  auch  auf
ie  von  der  Fabrik  mit  größter  Sorgfalt
ausgewählten  Materialien  an  Rohstahl
und  grauem  Holzkohleneisen  von  sehr
seiner  Güte  zurückzuführen.  Außerdem
sind  der  Grad  und  die  Tiefe  der  Härtung
(Dicke  der  Hartschicht)  durch  Stärke  der
Gußschale  bestimmbar.  Die  Härte  aber
ist  so  groß,  daß  selbst  28  em  Hartgußgranaten,
  auf  750  m  gegen  eine  Schartenplatte
  verfeuert,  kaum  bemerkbare  Abschleifungen
  im  Treffpunkt  hinterließen.
Hieraus  W  herpor,  daß  die  ganze  Stoßkraft
  des  Geschosses  teils  von  der  ganzen
Masse  der  Panzerung  selbst,  teils  in  Nebenwirkungen,
  wie  Zertrümmern  der  Geschosse
  und  Weiterfliegen  der  Bruchstücke
2c.,  aufgebraucht  wird.  Dieses  Verteilen
der  Stoßkraft  des  Geschosses  anf  die  ganze
Panzerkuxpel  ist  das  Eigentümliche  derselben
  und  bedingt  durch  die  Härte  des
Materials  wie  die  Form  der  Kuppel,
denn  für  gerade  Plakten  ist  der  Hartguß
durchaus  ungeeignet.  Das  Verhalten  der
Walzeisenpanzer  ist  dem  gerade  entgegengeseht.
  Die  bei  ihnen  geltende  Verwendung
esweichsten  und  zähesten  Eisens  beschränkt
die  Geschoßwirkung  lediglich  auf  den  Treffpunkt.
  Die  Arbeitsleistung  des  Geschosses
besteht  hier  in  dem  Verdrängen  von  Eisenmasse.
  Je  größer  seine  Stoßkraft,  desto
mehr  Masse  wird  verdrängt  werden.  Ist
erstere  größer  als  der  Widerstand,  den
der  P.  zu  leisten  vermag,  so  öffnet  sich
das  Geschoß,  indem  es  ein  Loch  durch  die
Platte  stößt,  den  Weg  durch  dieselbe.  Ist
die  Stoßkraft  geringer,  so  bleibt  es  im  P.
stecken,  es  läuft  sich  sozusagen  tot  darin.
Die  Zerstörung  der  Hartgußpanzer  geht
in  der  Weise  vor  sich,  daß  durch  den
wiederholten  Anprall  von  Geschossen  in
naheliegenden  Punkten  Sprünge  und
Risse  zutstezen,  die  sich  nach  und  nach  erweitern.
  Fortgesetzte  Erschütterungen
lockern  die  Stücke  und  haben  schließlich
deren  Herausstürzen  zur  Folge.  Die  Pan-Panzerbatterie

  —  Panzerstecher.

zertürme  aus  Hartzuß  haben  die  Form
eines  flachen  Gewöldes  und  bestehen  aus
wenigen  Stücken,  deren  einzelne  bis  50,000
kg  wiegen.  Sie  erhalten  durch  bloßes
Aneinanderfügen  der  falzenartig  abgefräsien
  Stoßflächen  eng  schließende  Außensugen
  und  einen  vollkommen  sichern  Zusammenhalt
  ohne  jedwede  Anwendung
von  Bolzen,  Nicten  oder  Schranben.  Die
Platte,  in  der  sich  die  Scharte  für  Geschütze
in  Minimalschartenlaffeten  befindet,  erhält
  die  größte  Stärke,  die  bei  den  Schildplatten
  der  Küstenbatterien  bis  90  cm  beträgt.
  Da  Kuppeldecken  aus  Hartguß  bei
ihrer  flachen  Wölbung  gegen  Mörserseuer
nicht  widerstandsfähig  sind,  so  erhalten
die  Türme  der  Landbefestigungen  Walzeisendecken,
  die  der  Küstenwerke,  welche
Mörserfeuer  nicht  zu  erwarten  haben,
Hartgußdecken.  Das  Innere  des  Turms
wird  durch  Schartenblenden  aus  Stahlblech
  und  dahinter  aufgehängten  Taumatten
  gegen  Sprengstücke  geschützt.  Die
Hartgußkuppel  steht  auf  einem  Unterbau
aus  Walzeisen,  der  die  Plattform  mit  den
Geschützen  trägt  und  der  seinerseits  auf  den
Rollen  der  Drehvorrichtung  ruht.  Das
Drehen  geschieht  meist  durch  Handbetrieb.
Die  Panzerkuppel  für  zwei  28  cm  Kanonen
  wiegt  365,000,  das  Turmuntergestell
70,000,  zusammen  436,000  kg.  Dieses
bedemende  Gewicht  macht  die  Hartgußtürme
  zur  Verwendung  auf  Schiffen  un-Leignet.
  Bisher  haben  sie  auch  nur  in
eutschland  Aufstellung  gefunden.

Panzerbatterie  6

Panzerdrehturm  |  s.  Panzer.

Vanzerfort  (pr.  föhr))

Panzerhemd,  eine  Art  Jacke  aus  Leder
oder  gepolstertem  Stoff,  welche,  mit  Metallschuppen,
  Ringen  oder  Ketten  benäht,  später
  nur  aus  Drahtmaschen  gefertigt,  die
Rüstung  der  Schildknappen  und  die  unbemittelter
  Edelleute  ausmachte.

Panterkanter.  s.  Laffeten  (S.  228).

anzerkuppe

Hanzerplatte  K.anze

Panzerstecher,  bei  den  Ungarn  ein
zwei  und  mehrschneidiger,  1—1,5m  langer
Stoßdegen,  nach  welchem  auch  die  Reiter,
die  ihn  im  17.  Jahrh.  führten,  =  P.=  genannt
  wurden.