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Paßsperre,  s.  Thalsperren.

Patent,  die  Bestallung  der  Offiziere,
die  vom  Fauptmann  an  aufwärts  vom
Kaiser  eigenhändig  unterzeichnet  wird.
Datum  und  Buchstabe  des  Patents  bestimmen
  die  Anciennität  (s.  d.)  des  Inhabers.


Patrone,  die  zum  Laden  fertig  hergestellte
  Pulverladung  für  Handfeuerwaffen.
Ist  dieselbe  mit  dem  Geschoß  verbunden,
"  heißt  sie  scharfe  P.,  ohne  dasselbe

latzpatrone  oder  Manöverpatrone:
dient  sie  nur  zum  Exerziergebrauch  und
hat  deshalb  keine  Pulverladung,  Ererzier
  patrone;  enthält  sie  außer  Ladung
und  Geschoß  auch  das  Zündhütchen,  Einheitspatrone.
  Die  früher  gebräuchlichen
Patronen  bestanden  aus  einer  mit  der
Ladung  gefüllten  Papierhülse;  sie  werden
  deshalb  zum  Unterschied  von  den  Metallpatronen,
  deren  Hülse  (Patronenhülse)
  aus  Messingblech  gezogen
ist,  Papierpatronen  genannt.  Patronen
kommen  schon  im  16.  Jahrh.  vor,  aber
die  Einheitspatrone  wurde  zuerst  von
Dreyse  beim  Zündnadelgewehr  angewendet.
  Die  Metallpatronenhülsen  haben
neben  dem  Zweck,  Ladung,  Geschoß  und
Zündhütchen  aufzunehmen,  die  wesentliche
Aufgabe  der  Abdichtung  des  Verschlusses.
Nach  der  Wasse  werden  sie  Gewehr-,
Karabiner-,  Nevolver-,  Pistolenpatronen
  genannt.  Die  P.  MI/71  besteht
  aus  der  Hülse  mit  eingesetztem  Zündhütchen,
  der  Pulverladung,  auf  welcher
ein  Kartonplättchen  liegt,  darüber  ein  mit
einem  zweiten  Kartonplättchen  bedeckter
Wachspfropfen  (als  Schmiermittel);  auf
diesem  steht  dann  das  Geschoß.  Die  Patronen
  werden  in  den  Laboratorien  (s.  d.)
angefertigt  unter  Anwendung  vieler  Maschinen,
  namentlich  für  diejenigen  Verrichtungen,
  die  eine  besonders  genaue  Ausführung
  oder  bedeutende  Kraft  erfordern,
wie:  das  Einsetzen  der  Zündhütchen,  Abmessen
  und  Einfüllen  der  Ladungen,  Herunterdrücken
  der  Kartonplättchen,  Einseben
  der  Geschosse.  Die  Patronen  weren

  vor  dem  Gebrauch  in  einer  Mischung
von  Hammeltalg  und  Paraffin  gefettet,
werden  jedoch  ungefettet  aufbewahrt.  Sie
sind  in  Packschachteln  aus  Pappe  zu  20

Paßsperre  —  Peloton.

oder  10  Stück  und  mit  diesen  in  Patroneukasten
  ;  960  Stück  verpackt.  Die
Patrouenhülsen  und  Geschosse  werden  in
den  Munitionsfabriken  (Spandau,  Danzig,
  Erfurt),  die  Zündhütchen,  Wachspfropfen,
  Kartonplättchen  und  Papierstreifen
  im  Feuerwerkslaboratorium  zu
Spandau  gefertigt.  Die  Hülsen  können
mehrmals  verwendet,  müssen  aber  dazu
durch  besondres  Reinigen  und  Nachkalibrieren
  wiederhergestellt  werden.  —  Explosionspatronen
  hatten  den  Namen
nach  ihren  Geschossen  (s.  Explosions-=gelchol
  se).  —  In  Osterreich  werden  die
artuschen  (s.  d.)  Patronen=  genannt.

Patronenwagen,  s.  Munitions-=wagen.
  Z„

Patrontaschen,  die  von  den  Fußmannschaften
  am  Säbelkoppel,  bei  den  Reitern
am  Bandelier  (hier  Kartusche  genannt)
getragenen  Ledertaschen  zur  Aufnahme  von
je  eehn  Patronen.  Sie  wurden  von  Gustav
Adolf  eingeführt.

Patrouille  (#pr.Gkrullje),  kleine,  zum  Einholen
  von  Nachrichten  irgend  welcher  Art,
zur  Kontrolle  von  Posten  2c.  entsendete

bteilungen,  die  im  Frieden  häufig  von
Wachen  ausgehen,  um  Ruhe  und  Ordnung
herzustellen  2c.  Ihren  Zwecken  nach  nennt
man  sie:  Rekognoszierungs-,  Schleichs-,
Visitier-,  Wirtshauspatrouille.  —  Gefechtspatrouillen,
  zur  Aufklärung
umliegenden  Terrains  entsendet,  bestehen
aus  einem  Unteroffizier  und  zwei  Mann.
Patrouillen  aus  Einem  Mann  heißen
Patrouilleure.  Vgl.  Sicherungsdienst.


Peabody-Gewehr  (spr.  pihboddi.),  s.
Handfenerwaffen  (S.  178).

Peajacket  (spr.  pihdschäcket),  nur  bis  über
die  Hüften  reichender  Üüberzieher  der  Matrosen
  aus  blauem  Tuch  mit  zwei  Reihen
dunkler  Hornknöpfe.

Peilen,  das  Bestimmen  der  Richtungswinkel
  von  Gegenständen  mittelst  des
Kompasses,  also  auf  den  magnetischen  Norden
  bezogen.  Ebenso  werden  Tiefmessun-*ß
  die  nicht  mit  Loten,  sondern  mittelst

aßstange  (Peilstock)  gemessen  werden,
Peilungen  genannt.

Peloton  (spr.  kong),  die  takt  ische  Einteilung
  der  Bataillone  gegenüber  der  ad-