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tenpersonal  ist  stark:  238  Offiziere,  3237

Mann.  —  In  den  überseeischen  Kolonien

bat  P.  noch  9500  Mann,  die  im  Krieg  auf
1,.000  Mann  gebracht  werden  können.

Position  („Stellung),  der  zum  Gefecht
besetzte  Terrainabschnitt.  Man  wird  dieelbe
  in  Bezug  auf  das  umliegende  Terrain
so  zu  wählen  suchen,  daß  sie  die  Wirkung
der  einnen  Waffen  möglichst  begünstigt,  die
der  feindlichen  aber  abschwächt.  Zu  diesem
Zweck  wird  man  überhöhende  Punkte,  Ortschaften
  2c.  wählen  unddieselben  durch  fortifikatorische
  Anlagen  zu  einer  hartnäckigen
Verteidigung  einrichten.  Die  Art  und  Ausdehnun
  biestr  Positionsbefestigung
wird  sch  nach  der  Bedeutung  und  Ausdehnung
  der  P.  wie  nach  dem  Terrain  richten
und  aus  Feldschanzen,  Emplacements,
Schützengräben,  Schützenlöchern  und  sonsiigen
  Anlagen  bestehen,  wie  sie  durch  die

rtlichkeit  bedingt  werden.

Positionsgeschütze  nannte  man  früher
die  schweren  Feldkanonen  und  Haubitzen
(12pfünder  und  10  pfündige),  weil  sie
wegen  ihrer  geringen  Beweglichkeit  von
voruherein  auf  solchen  Punkten  aufgestellt
wurden,  auf  denen  sie  voraussichtlich  längere
  Zeit  während  des  Gefechts  in  Thätigkeit
  bleiben  konnten.

Posten,  s.  Schildwache  und  Sicherungsdienst.


Poterne,  überwölbter  Durchgang  durch
Festun  swaͤlle  meist  nur  für  militärischen
  Verkehr;  die  auch  für  den  bürgerlichen
  Verkehr  dienenden  großen  Poternen
heißen  Festungsthore.

Präcifionsgewehre  wurden  wegen
ihrer  größern  Trefssicherheit  die  1849  in
gezogene  Gewehre  nach  dem  Minit-System
umgewandelten  glatten  französischen  Gewehre
  genannt.  Später  ging  die  jetzt  mehr
und  mehr  außer  Gebrauch  kommende  Bezeichnung
  Präcisionswaffen  auf  alle
gezogenen  Waffen  über.

Prahm,  stark  gebautes,  flach  gehendes
Fahrzeug,  meist  ohne  Takelage,  zur  Aufnahme
  von  Lasten  dienend.

Präsenz,  s.  Dienstzeit.

Präsen  färke  „  die  Stärke  stehender
Frre  im  Fricden,  welche  in  Deutschland

Proz,  der  Bevölkerung  betragen  soll  und
durch  ein  Gesetz  festgestellt  wird.

Position  —  Preußen  (Entwickelung  des  Heers).

Preisschießen,  s.  Schießen  (S.322).

Preßspanboden,  s.  Liderung.

Preußen.  Heerwesen.  Der  eigentliche
Begründer  der  brandenburgisch-preußischen
  Armee  ist  der  Große  Kurfürst.  Er
fand  bei  seinem  Regierungsantritt  1640
den  Staat  in  Zerrüttung,  die  militärischen
Verhältnisse  in  Verwirrung.  Er  wollte  nun
ein  kriegstüchtiges,  siets  bereites  Heer  sich
schaffen,  dessen  Ersatz  aus  dem  Inland  entnommen
  werden  sollte.  So  sollte  das  Heer
eine  Pflanzstätte  der  Treue  gegen  den  Fürsten
  wie  der  Liebe  zum  Vaterland  werden.
Für  die  Reiterei  lag  die  Gestellungspflicht
auf  dem  Adel.  Die  Bestimmung,  daß  je
WBürger  einen  Berufssoldaten  stellen  sollten,
  hatte  wenig  Erfolg,  und  so  wurde  die
Bereitstellung  der  Mannschaft  durch  Werbung
  bewirkt.  Jedem  Obersten  wurde
ein  Werbebezirk  angewiesen,  und  wurden
hiernach  auch  die  Regimenter  zmärkische,
„  preußischee  2c.  benannt.  Reichte  die  inländische
  Werbung  nicht,  mußte  die
ausländische  aushelfen.  Reduktionen  des
Präsenzstands  erfolgten  durch  Auflösung
ganzer  Kompanien,  die  bleibenden  dienten
als  Stamm  für  Neuformationen  und
hießen  Garnison=  oder  Freikompanien,
  je  nachdem  sie  in  Festungen  oder
ofsenen  Orten  standen.  1655  wurde  durch
Graf  Waldeck  das  Landesdefensionswerk
  eingerichtet.  Bei  höchster  Gefahr
trat  allgemeine  Wehrpflicht  ein.  1693
wurde  ein  Rekrutierungsreglement  erlassen.
  Die  Errichtung  stehender  Truppen
schritt  voran,  neben  denen  1701—1703
ur  Hebung  der  nationalen  Wehrkraft  die
Landmiliz  errichtet  wurde.  Die  Waffenfähigen
  wurden  enrolliert-  (in  eine
Musterungsrolle  eingetragen;  1703  waren
es  19,000  Mann)  und  dies  170“.  auf  die
Altersklassen  von  18—40  Jahren  ausgedehnt.
  Das  Heer  zählte  in  den  Kriegen:
1656—57:22,000  Mann  zu  Fuß,
Reiter,  38  Geschütze,  1658—60:  25,000
Mann,  1673:  23,500  Mann,  1674—79:
38,200  Mann;  1688  bestand  es  aus  34
Bataillonen  13.Garnisonkompanien)  Iufanterie,
  außer  Trabantengarden  2c.  aus
9  Reiter=  und  2  Dragonerregimentern,
zusammen  29,000  Mann.  1713  bestanden
41  Bataillone  (18  Regimenter)  Infanterie,