Rikoschettieren  —  Rollen.

Dollen  Hhuf  dem  Dollbord,  s.  d.,  siehende
eiserne  o  rhöhterne  Pcke)  gelegt  werden-Nikoschettieren
  (abprallen)  bezeichnet
  eine  Schußart,  bei  der  das  Geschoß  nach
dem  ersten  Ausschlag  weiter  Lehen  sollte.
Man  wendete  dieselbe  zur  Bestreichung
langer  Festungslinien  au  und  erklärte  das
N.  so:  -eine  Festungslinie  in  der  Richtung
  ihrer  Länge  mit  einem  so  kleinen
Einfallwinkel  des  Geschosses  treffen,  daß
dieses  mit  seinem  ersten  Aufschlag  nicht
stecken  bleibte.  Die  Erklärung  Faßt  für
glatte,  nicht  aber  für  gezogene  Geschütze,
deren  Geschosse  beim  ersten  Ausschlag  krepieren;
  ihre  Wirkung  kann  also  nicht  etwaigem
  Springen  vorbehalten  bleiben,  sie
müssen  vielmehr  das  Ziel  gleich  mit  dem
ersten  Aufschlag  treffen.  Für  sic  paßt
die  Bezeichnung  R.  nicht  mehr,  doch  ist
eine  passendere  bis  jetzt  nicht  gefunden.
Die  Batterien,  denen  die  Ausgabe  des  Rikoschettierens
  zufällt,  heißen  Rikoschettbatterien.
  Siewerden  beim  Angriff  auf
eine  Festung  nach  dem  Bastionärsystem  so
angelegt,  daß  sie  jede  Face  der  Angriffsbastione
  und  Angriffsraveline  rikoschettieren,
  und  erhielten  früher  eine  Entfernung
von  250—400  m,  wobei  kurze  24  Pfünder
und  25pfündige  Haubitzen  die  Hauptrikoschettgeschütze
  waren.  Beim  Angriff  auf  eine
Festung  nach  dem  Polygonalsystem  und
mit  detachierten  Forts,  die  mit  gepogenen
Geschützen  armiert  sind,  ist  das  R.  in  dieser
  Weise  unausführbar,  da  die  Batterien,
in  der  Verlängerung  der  zu  rikoschettierenden
  Linien  angelegt,  meist  von  der
Festung  auf  naher  Entfernung  flankiert
werden  können.  Die  Rikoschettbatterien
sind  dann  überhaupt  nicht  anwendbar,
oder  sie  werden  nicht  in  der  Verlängerung
der  Linien,  sondern  so  angelegt,  daß  sie
den  Wallgang  mit  Schrägfeuer  treffen.
Sie  liegen  dann  auf  1200—2250  m  und
sind  in  der  Regel  mit  vier  kurzen  15  cm
Kanonen  armiert.  Zur  Abschwächung
der  Wirkung  des  Rikoschettfeuers  sind  die
Wallgänge  traversiert,  so  daß  zwischen  je
zwei  Traversen  immer  ein  oder  zwei  Geschütze
  stehen.  ·
Musetpfetde,i.DeutscheRe1ter.
Ninggranaten,  s.  Granaten.
Ninsten  s.  Harnisch.

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Ringkragen,  aus  dem  Halsberg  (s.  d.)
berreane  ein  kleiner  metallener,
albmondförmiger  Schild,  mit  dem  Landeswappen
  oder  dem  fürstlichen  Namenszug
  verziert,  wurde  von  Offizieren  als
Dienstauszeichnung  um  den  Hals  getragen-
  In  Bayern  trugen  ihn  die  Offiziere
is  1872,  seitdem  haben  sie  statt  seiner
die  Schärpe.  Die  französischen  Offiziere
tragen  ihn  noch  in  gleicher  Bedentung.
Der  R.  ist  Dienstabzeichen  der  Feldgendarmen.


Ringrohre,  die  nach  den  Grundsätzen
der  künstlichen  Metallkonstruktion  gesertigten
  Geschützrohre,  s.  Ge  sch  ũ  tze(S.  157).

Ringzünder,  s.  Zün  der  (S.  381).

Rippen,  diezur  Unterlage  der  Bettungsbohlen
  bei  Bettungen  gl.  d.)  dienenden
Kreuzhölzer.  Von  den  Pionieren  werden
die  Pfähle  in  den  Schanzkörben--und  Hurden
  auch  R.  genannt;  vgl.  Spanten.

Nitter,  s.  Ehrenzeichen.

Kockelor,  s.  Roquelor.

Ködeln,  das  Befestigen  der  Belagbretter
  auf  den  Streckbalken  der  Kriegsbrücken,
  für  welche  das  Material  in  den
Brückentrains  mitgeführt  wird,  mittelst
der  Rödelbalken  durch  Rödelbunde,
welche  aus  dem  Rödeltau  hergestellt  und
mittelst  des  Rödelknüppels  zusammengezogen
  werden.

Rodman-Apparat"espr.-män-),  s.  Gasdruckmesser.


Nöhrenlibelle,  s.
draut.  4

Nohrgeschütze  war  eine  früher  übliche
Bezeichnung  für  Kanonen  und  Haubitzen,
im  Gegensatz  zu  den  Mörsern.

Kollbomben,  Bomben,  die  mittelst
einer  Krücke  in  einer  über  die  Brustwehr
gelegten  Rinne  in  den  vorliegenden  Graben
  gestoßen  wurden,  nachdem  man  den
Zünder  vorher  entzündet  hatte.  Sie  dienten
  zur  Verteidigung  des  toten  Winkels
an  wichtigen  Punkten,  die  in  andrer
Weise  nicht  unter  Feuer  genommen  werden
  konnten.

Nollen,  eine  durch  den  Krieg  1870/71
neu  belebte  Bezeichnung  für  unerlaubles
Beutemachen.  Der  Ausdruck  soll  aus  dem
Krieg  1807—13  in  Spanien  und  Portugal,
  wo  französische  Offiziere  es  liebten,

Libellenqua-