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aus  den  Nahmen  gelöste  Bilder  »aufzurollene,
  herrühren.  —  In  der  Schiffssprache
s.  v.  w.  schlingern  (s.  d.).

Nollenbuch  enthält  eine  vom  Ersten
Hishier  auf  den  Kriegsschiffen  aufgestellte
Rollenverteilung  für  alle  an  Bord
vorkommenden  Mansver  mit  Segeln,
Booten  und  für  sonstige  Exerzitien  mit  den
Waffen,  Feerleschvorrichtungen  2c.  In
dem  R.  sind  gleichzeitig  kurz  die  Verrichtungen
  angegeben,  die  jedem  Einzelnen  in
der  Besatzung  in  der  betreffenden  Rolle
zufallen.  Solche  Rollen  sind  z.  B.  die
Klarschiffsrolle,  die  Feuermanöverrolle
  (Setzen,  Bergen  2c.  der  Segel),
die  Reinschiffsrolle  (das  Reinigen  des
ganzen  Schiffs  betreffend),  die  Wachrolle
  (s.  d.).

Kollkorb  (Wälzkorb),  ein  etwa  3  m
langer,  1  m  dicker  Korb  aus  starkem  Weidengeslecht,
  meist  mit  Faschinen  oder  anderm
  Material  gefüllt,  diente  als  Tetendeckung
  bei  Ausführung  der  völligen  Korbsappe
  und  wurde  beim  Vorschreiten  der
Sappe  weiter  gewälzt,  um  neue  Schanzkörbe
  setzen  zu  können.  Da  der  R.  gegen  die
neuern  Waffen  nicht  genügende  Deckung
gewährt,  ist  an  seine  Stelle  die  Erdwalze
getreten;  s.  Sappe.

Rollschuß,  eine  Schußart  glatter  Geschte,
  bei  welcher  der  Schuß  mit  geringer
  Erhöhung  abgegeben  wurde,  um  das
Ziel  erst  nach  mehreren  Ausschlägen,  deren
folgende  Sprünge  immer  niedriger  und
rasanter  wurden,  zu  treffen.  Um  wirklich
das  zu  leisten,  was  man  von  ihm  erwartete,
  bedurfte  der  R.  ein  durchaus
ebenes  und  festes  Terrain.  Bei  gezogenen
  Geschützen  ist  der  R.  nicht  anwendbar,
  weil  die  Langgeschosse  hierzu  nicht  geeignet
  sind,  selbst  wenn  sie  infolge  ihres
Perkussionszünders  nicht  nach  dem  ersten
Aufschlag  krepieren.

Nonde  (spr.  rongd#),  Subalternoffiziere,
  welche  zum  Revidieren  der  Wachen
und  Posten  während  der  Nacht,  also  vom
Zapfenstreich  bis  zur  Reveille,  täglich  kommandiert
  werden.  Sie  lassen  sich  in  der
Regel  von  einem  Gefreiten  und  zwei  Mann
begleiten.  Bis  1870  hieß  die  R.  für  den
Dienst  vor  Mitternacht  Haupt-,  für  den
spätern  Visitierronde.

Rollenbuch  —  Rotation.

Nondell,  s.  Rundell.

Rondengang  (spr.  rong.),  schmaler  gedeckter
  Gang,  hinter  freistehenden  Mauern
oder  an  Stelle  des  gedeckten  Wegs  bei  detachierten
  Forts  angelegt  und  als  Kommunikation
  für  Patrouillen  und  zur  Aufstellung
  von  Posten  und  Schützen  dienend.

oquelor  (Rockelor),  amtliche  Bezeichnung
  für  einen  im  18.  Jahrh.  in  der
preußischen  Armee  getragenen  Mantel  mit
Armeln  und  kleinem  Schulterkragen.

Noschiori,  Name  der  roten  Pofaren
Armee,  s.  Rumänien.

der  rumänischen  1
Militärveterinär-Koßarzt,

  s.
wesen.

Robschweif,  früher  in  der  türkischen
Armee  ein  Abzeichen  der  höhern  militärischen
  Würdenträger,  denen  er  im  Krieg
vorangetragen  und  vor  deren  Zelt  er  aufgepflanzt
  wurde.  Der  R.  hing  von  einem
vergoldetem  Halbmond  herab,  der  an  einer
Stange  getragen  wurde,  welche  oben  in  eine
vergoldete  Kugel  endigte.  Die  Zahl  der
Roßschweife  stieg  mit  der  Würde.  Der
Pascha  dritten  Grades  hatte  1,  der  zweiten
und  ersten  Grades  deren  2,  beziehentlich  3,
der  Sultan  6.  Mit  der  Einführung  der
regulären  Armee  kam  auch  der  R.  außer
Gebrauch.

Kotation  (Umdrehung,  Achsendrehung),
  die  Umdrehung  der  Geschosse
während  ihres  Flugs  und  zwar  bei
Rundgeschossen  um  ihre  Schwerachse  ((.
Ercentricität),  bei  Langgeschossen  um
ihre  Längenachse,  die  durch  den  Drall  der
Züge  hervorgerufen  wird.  Sie  hat  den
Zweck,  die  Drehachse  xfeste  zu  machen,
d.  h.  zu  verhindern,  daß  eine  Umdrehung
um  eine  andre  Achse  stattfinde,  also  ein
Überschlagen  eintreten  könne.  Je  schneller
die  Umdrehungsbewegung  desto  fester  bleibt
die  Achse,  desto  regelmäßiger  werden  das
Fortschreiten  des  Geschosses  und  die  Flugbahn
  (s.  d.).  Diese  Umdrehungsgeschwindigkeit
  bezeichnet  man  als  Winkelgeschwin
  dißreit  und  drückt  sie  aus  durch
die  Anzabl  der  Umdrehungen  des  Geschosses
in  einer  Sekunde.  Man  erhält  sie,  wenn
man  mit  der  Dralllänge  in  die  Anfangs-Reschwindigreit
  dividiert.  Die  Winkelgechwindigkeit
  ist  daher  abhängig  von  der
Stärke  des  Dralles  (dem  Drallwinkel)