Rundbomben  —  Rußland  (Organisation).

artillerie  60  hat.  —  Das  stehende  Heer
und  die  Territorialarmee  bilden  zusammen
  die  aktive  Armee,  welche  in  4  Territorialtruppendivisionen
  sormiert  ist.  Die
gesamte  Infanterie  (auch  Dorobanzen)  ist
mit  Henry-Martini-Gewehren  bewasfnet,
  welche  zum  großen  Teil  von  der  tür-807



ter  denen  der  Erdwall  angeschüttet  war,
hervorsprangen.  Aus  ihnen  gingen  die  Bastione
  hervor,  wie  das  R.  seinerseits  aus
den  Türmen  der  alten  Städtebefestigungen.
Die  Rundelle  kommen  namentlich  in  den
Entwürfen  Dürers  vor;  vgl.  Festung.

Kundkeilverschluß,  s.  Geschütze  (S.

kischen  Armee  im  letzten  Krieg  erbeutet  157)

wurden.  Die  dadurch  verfügbar  gewordenen
  Peabody-Gewehre  sind  an  die  Miliz
  übergegangen.  Auch  die  Kavallerie  hat
an  Stelle  der  Zündnadel=  den  Heury-Martini-Karabiner
  erhalten.  Von  der  Artillerie
  führen  je  4  Batterien  pro  Regiment
8  em,  je  2  Batterien  9  em  Kruppsche  Hinterladungskanonen.
  —  Die  Vermatton  der
Territorialarmee  gründet  sich  auf  die  Einteilung
  des  Landes  in  33  Distrikte,  die  auch
der  Organisation  der  Miliz  Grunde
gelegt  ist.  Die  Dienstzeit  in  der  Miliz  be-Finnt
  nach  beendeter  Dienstzeit  im  sehenden
  Heer  und  der  Territorialarmee  und
dauert  bis  zum  vollendeten  37.  Lebensjahr.
  Sie  formiert  33  Infanteriebataillone,
  33  Eskadrons.  Die  Milizen  exerzieren
  jeden  Sonntag  in  den  Gemeinden
und  werden  jährlich  zweimal  zu  14tägigen
Übungen  eingezogen.  Die  Bekleidung  stellt
jeder  selbst,  die  Wassen  der  Staat.  —
Nationalgarde  u.  Landsturm  stehen
in  keinem  Zusammenhang  mit  derübrigen
Streitmacht  ʒ,  zur  Nationalgarde  gehören
die  Waffenfähigen  vom  37.—46.  Lebensjahr
  in  den  Städten,  zum  Landsturm  die  auf
dem  Land.  —  Die  Regimentsschulen  (.  b.)
bei  den  Truppen  sind  den  preußischen  nachebildet.
  In  Jassy  besteht  eine  für  die  Kattenschule
  in  Bukarest  vorbereitende  Militärschule.
  Hier  besteht  auch  eine  höhere
Akademie  für  Offiziere  aller  Waffen.  —
Mit  Ausnahme  der  Geschützrohre  und  Gewehre
  wird  das  gesamte  Armeematerial,
um  Teil  von  weüglicher  Güte  (wie  die
agen),  im  Land  selbst  gefertigt.  Eine
Pulverfabrik  besteht  in  Tarshora  bei  Plojescht,
  eine  Geschoßfabrik  zu  Bukarest.
Rundbomben  werden  in  Osterreich  die
Granaten  der  glatten  Hinterladmörser
genannt;  vgl.  Spitzbomben.
RKundell,  gemauerte  runde  Türme  zur
flankierenden  Grabenverteidigung  durch
Geschütze,  welche  aus  den  Mauern,  hinkürzt

  er  die  aktive  Dien

57).
Kundtartsche,  s.  Tartsche  u.  Schild.
Nußland.  kre  en.  Die  gegenwärtige
  Organisation  der  russischen  Armee
beruht  auf  dem  Gesetz  vom  1./13.  Jan.
1874,  betreffs  der  Infanterie  auf  dem  Prikas
Nr.  75  von  1879.  Die  bewaffnete  Macht
besteht  aus  dem  stehenden  Heer  und  der
Reichswehr  (Opoltschenie),  ersteres  aus
Land=  und  Seetruppen.  Die  Landarmee
umfaßt:  1)  diedurchjährliche  Aushebungen
aus  dem  ganzen  Reich  zu  ergänzenden
regulären  Truppen;  2)  die  aus  Urlaubern
sich  zusammensetzende  Reserve  zur  Ergänzung
  der  Armee  auf  den  Keiggsfut,  3)  die
irregulären  Truppen.  Die  Reichswehr
ergänzt  sich  aus  der  übrigen  männlichen
Bevölkerung  vom  20.—40.  Jahr.  Die
erste  Kategorie  derselben  ist  außer  zur
Bildung  von  Reichswehrabteilungen  zur
Ergänzung  des  mobilen  stehenden  Heers
bei  nicht  ausreichender  Reserve  bestimmt.
Mit  Ausnahme  für  die  Kosaken,  für
Transkaukasien,  Turkistan  und  mehrere
Bezirke  in  Sibirien  ist  jeder  russische  Unterthan
  vom  21.  Jahr  an  wehrpflichtig.
Von  der  Militärpflicht  befreien:  körperliche
  Untauglichkeit,  gewisse  Familienverkältnisse
  der  Beruf  eineschristlichen  Geistichen,
  Arztes,  Apothekers,  Tierarztes,
Lehrers  2c.  Die  Dienstzeit  beträgt  im  europäischen
  R.  15  Jahre,  davon  5  Jahre
aktiv,  10  Jahre  Reserve;  im  asiatischen
R.  10  Jahre,  davon  7  aktiv,  3  Reserve.
ür  die  Zukunft  is  eine  dreijährige  Präenzzeit
  (und  zwoölfjährige  Reserve)  in
Aussicht  genommen.  Ein  gewisser  Bildungsgrad
  verkürzt  bei  freiwilligem  Eintritt
  auf  10½  Jahre,  beziehentlich  2  Jahre
aktiv;  bei  nicht  freiwilligem  Eintritt  verserir
  auf  ½,  be-Rehentlich
  1½,  3  oder  4  Jahre  (in
sien  6)  bei  voller  Gesamtdienstzeit.  Das
jährlich  einzustellende  Kontingent  beträgt
213,087  Mann.
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