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Säbel  —  Sandsäcke.

S.

Säbel,  die  Hiebwaffe  der  Reiter,  deren
Klinge  mehr  oder  weniger  gekrümmt  ist.
Die  Kavallerie  (ausgenommen  die  Dragoner)
  führen  den  Kavalleriesäbel  M/52
mit  Stahlkorb  ohne  Scheide  1,12,  mit
Scheide  1,5  kg  schwer.  Der  S.  der  Artillerie
  und  des  Trains  hat  eine  ähnliche
Klinge,  aber  keinen  Korb.

Sabelbajonett,  s.  Bajonett.

E  el,  s.  Bandelier.

Säbeltasche,  Ledertasche  der  Husaren
mit  verziertem  Deckel  (Namenszug),  mit
drei  Schwungriemen  am  Säbelkoppel  getragen,
  diente  früher  zur  Aufbewahrung
kleiner  Bedürfnisse,  jetzt  lediglih  Paradezwecken.
  Enstefreich  istdie  S.  abgeschafft.

Söbeltroddel,  Säbelquast  der  Unteroffiziere
  und  Mannschaften,  dessen  Band
bei  den  berittenen  aus  Leder,  bei  den  Fußtruppen
  aus  Wolle  besteht.  Die  eigentliche
  Troddel  ist  für  Mannschaften  nach
den  Kompanien  verschiedenfarbig,  für
Unteroffiziere  weiß,  mit  schwarzen  Fäden
durchwirkt;  s.  Portepee.

Sedlung,  s,  v.  w.  Sahling.

Sögenförmig,  s.  Cremeillere.

Sahlius  (Sadlung),  Querhölzer  am
Topp  der  Untermasten  und  der  Marsstengen
  zum  Spreizen  der  Stenge  und  der
Bramwanten.  Die  Sahlings  der  Untermasten
  tragen  zugleich  die  den  Mars  (im
Binnenland  gewöhnlich  Mastkorb  genannt)
  bildende  Plattform;  s.  Mast.

Saillant  (lpr.  fajang),  s.  v.  w.  ausspringender
  Winkel.  —  Saillantkaponniere,
  s.  Kaponnieren.

Salutieren,  begrüßen,  das  Erweisen
vorgeschriebener  militärischer  Ehrenbezeigungen
  (s.  Honneurs).  —  Salutch
  üsse  werden  aus  Geschützen  mit  Manöverkartuschen
  abgegeben  am  Geburtstag
des  Landesherrn  oder  bei  besondern  Anlässen,
  z.  B.  offiziellen  Reisen  der  Fürsten  2c.
Am  Geburtstag  des  Kaisers  werden  101,
zur  Begrüßung  des  Kaisers  beim  Besuch
in  Festungen  von  diesen  33,  des  Kronprinzen,
  auswärtiger  Fürsten  und  Prinzen
21  oder  12,  der  Feldmarschälle  9  Salutschüsse
  abgegeben.  Bei  Trauerpara-=den

  werden  aus  jedem  bei  der  Parade  befindlichen
  Geschütz  oder  Gewehr  3  Schuß
abgegeben.  In  der  Marine  besteht  für
das  S.  ein  internationaler  Brauch:  Jeder
Salut  wird  mit  ebensoviel  Schüssen  erwidert,
  ausgenommender  vordem  Landeserrn
  und  dem  eignen  Befehlshaber.  Beim
inlaufen  in  fremde  Häfen  werden  sowohl
für  die  dortige  Nationalflagge  als  auch
für  Admirale,  wenn  deren  Plagee  auf
einem  Kriegsschiff  weht,  Salutschüsse  gefeuert,
  ebenso  beim  Besuch  fürstlicher  und
beber  Personen.  Während  des  Salutchießens
  wird  die  Kriegsflagge  derjenigen
Nation  gehißt,  welcher  der  Salut  gilt.  Der
Salut  beträgt  33  Schuß  für  den  Landesherrn
  und  die  Landesherrin,  21  für  Prinen
  und  Prinzessinnen  und  auswärtige
Fürsen,  für  Präsidenten  von  Republiken
und  fremde  Kriegsflaggen,  19  Schuß  für
Generalfeldmarschälle  und  Botschafter,  17
für  Admirale,  Marineminister  und  Generale,
  15  für  Viceadmirale,  Generalleutnants,
  außerordentliche  Gesandte,  13  für
Kontreadmirale,  Generalmajors  und  Ministerresidenten,
  11  Schuß  für  Kommodoren
  u.  Geschäftsträger,  9  für  Generalkonsuln,
  7  für  Konsuln  und  5  für  Vicekonsuln.
Salbe,  das  gleichzeitige  Feuern  eines
Truppenteils  auf  Kommando.  Es  gewährt
  zwar  neben  andern  auch  den  Vorteil
  der  leichtern  Aufrechterhaltung  der
Feuerdisciplin  und  beugt  so  dem  Verschießen
  vor,  geht  aber  meist  bald  in  Schnellfeuer
  über,  weil  der  Lärm  des  Gefechts
das  Kommando  unhörbar  macht.  Besonders
  wird  man,  wenn  es  sich  ermöglichen
läßt,  in  der  Schützenlinie  Schwarmsalven
  abgeben.  Die  Artillerie  feuert
grundsätzlich  nicht  in  Salven;  nur  dann,
wenn  im  Geschützkampf  das  Einschlagen
einzelner  Granaten  nicht  zu  beobachten
ist,  kann  Salvenfeuer  zum  Ermitteln  der
Entfernung  angewendet  werden.
Sammelstation,  s.  Etappenwesen.
Sandsäcke,  aus  grober  Leinwand  gefertigte
  und  mit  Erde  gefüllte  Säcke,  dic
ungefüllt  O,  o  m  breit,  Odäöm  lang,  gefüllt
O0,#2o  mn  dich,  0,4o  m  lang  und  15  kg  schwer