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auf  eine  vom  Verteidiger  ungesehene  Ausführung
  nicht  mehr  rechnen  kann.  Sie
wird  in  der  Weise  ausgeführt,  daß  der
Graben  durch  einen  Sappeurtrupp  schrittweise
  nach  vorn  hin  verlängert  und  hierbei
  der  ausgehobene  Boden  nach  vorn  und
einer  oder  beiden  Seiten  als  Deckung  aufeworfen
  wird.  Bei  der  Deckung  nach  einer
ite  hat  man  die  einfache,  nach  beiden
Seiten  die  doppelte  Erdwalze;  welches
der  beiden  Verfahren  anzuwenden  ist,  müssen
  das  zu  erwartende  Feuer  und  die  Richtung
  der  Erdwalze  entscheiden.  Mit  dem
Vorschreiten  der  S.  istder  zur  Tetendeckung
aufgeworfene  Boden  weiter  vorzuwersen,
gleichsam  v  orzuwäl  zen.  Die  völlige
Ausarbeitung  der  S.  geschieht  nächstdem
durch  andre  Arbeiter.  Diese  S.  kann,  je
nach  der  Richtung  und  Art  des  zu  erwartenden
  Feuers,  als  Traversen=  oder
Würfelsappe  oder  als  bedeckte  S.
erbaut  werden.  Im  erstern  Fall  erhalten.
die  Traversen  nur  nach  der  einen  Seite
einen  Umgang  und  hängen  nach  der  andern
  mit  der  Brustwehr  zusammen,  bei
der  Würfelsappe  aber  werden  sie  nach  beiden
  Seiten  mit  Umgängen  versehen.  Ist
auch  eine  Deckung  gegen  Wurffeuer  geboten,
  so  wird  die  bedeckte  S.  angewendet,
bei  welcher  an  den  Grabenböschungen  aufestellte
  Rahmen  mit  Kreuzhölzern,  Jashinen
  und  Erde  eingedeckt  werden.  Treibt
man  die  S.  in  kurzen  Bogen  vor,  welche
abwechselnd  nach  rechts  und  links  gewendet
  sind,  so  erhält  man  die  Schlangensappe.
  —  Außer  gewöhnlichen  Spaten,
Hacken,  Sägen,  Arten,  Beilen,  gewöhnlichen
  Schlägeln  werden  noch  Stichmaße
zur  Prüfung  der  Abmessungen  der  Sappeugräben,
  Erdkratzen  zurgleichmäßigen
Verteilung  des  Bodens  der  Brustwehr,
Sappengabelnzum  Legende-Faschinen
auf  die  Sappenkörbe,  Sappenschlägel
zum  Auftreiben  der  Faschinen  auf  die
Korbspitzen  und  Erdkr  ücken  zum  Verzieben
  des  Bodens  angewendet.
Sappenbündel,  nach  Art  der  Faschineu
  gefertigte  dünne  Strauchbündel,  deren
Länge  der  Höhe  der  Sappenkörbe  entspricht.
  Sie  werden  in  die  Zwischenräume
zweier  Körbe  gesetzt  und  durch  einen  hindurchgeschlagenen
  Pfahl  gehalten.

Sappenbündel  —  Sattel.

Sappengabel,  s.  Sappe.

Sappenkörbe,  chylindrische  Geflechte
aus  biegsamen  Ruten  von  Laubholz,  meist
Weiden  oder  Hasel,  von  0,so  m  Höhe  und
0/60  m  äußerm  Durchmesser,  die  über
7  Pfählen  oder  Rippen  von  1  m  Längehergestellt
  werden.  Ein  Sappenkorb  wiegt  20
bis  30kg.  Die  S.  werden  namentlich  beim
Bau  der  flüchtigen  Korbsappe,  außerdein
aber  zu  vielen  Sappenarbeiten  verwendet.

Sappenschlägel,  s.  Sappe.

Sappeure  (sPr.  pöhrè,  die  in  der  Tete
der  Erdwalze  arbeitenden  Mannschaften,
die  besonders  hierfür  geschult  sind.  In
einigen  Armeen  werden  auch  die  zu  allgemeinen
  technischen  Verrichtungen  im  Belagerungs=
  und  Festungskrieg  bestimmten
Truppen  „S.=  genannt.

Sappieren,  s.  Sappe.

Sattel  besteht  aus  dem  Sattelgestell
  und  der  Bekleidung;  ersteres  soll
dem  S.  eine  bestimmte  feste  Form  geben,
letztere  das  Pferd  vor  Satteldruck
schützen  wie  dem  Reiter  einen  bequemen
und  sichern  Sitz  geben,  der  auch  ihn  bei
längerm  Reiten  gegen  das  -Durchreitenschützt.
  In  der  Armee  sind  der  deutsche
und  der  ungarische  oder  Bocksattel
gebräuchlich.  Ersterer  besteht  aus  dem  hölzernen
  Sattelbaum,  dessen  Vorder=  und
Hintergestell,  quer  über  dem  Rücken
des  Pferdes  liegend  und  hiernach  gebogen,
durch  die  Stege  verbunden  sind,  die  zu
beiden  Seiten  des  Rückgrats  quer  über
den  Rippen  liegen.  Zur  Erlangung  einer
großen,  gegen  Druck  schützenden  Auflagefläche
  ist  die  Jnnenfläche  des  Sattels  mit
einer  Polsterung  versehen,  die  über  dem
Rückgrat  des  Pferdes  eine  breite  Offnung,
die  Kammer,  zur  Lüftung  und  zum
Schutz  der  Wirbelsäule  gegen  Druck  bildet.
  Die  Lederbekleidung  des  Sattelbaums
  bildet  den  Sitz,  zu  beiden  Seiten
desselben  sind  die  Satteltaschen,  über
dem  Hintergestell  eine  runde  Polsterung,
die  Pausche.  Durch  die  Stege  sind  die
Steigbügelriemen  gezogen.  Durch  den
Sattelgurt,  welcher  um  den  Bauch  des
Pferdes  geht,  wird  der  S.  auf  dem  Rücken
des  letztern  festgehalten.  Der  Bocksattel
besteht  aus  dem  Bockgestell,  dessen  hoch
gewölbte  Vorder=  und  Hinterzwiesel,