Schärenflotte

Geräte,  wie  Schippen,  Hacken,  Ate,
Beile,  Sägen,  Setzwage,  Richtscheit,
Schlägel,  Stampfen  2c.  Infanterie  und
Kavallerie  sind  mit  tragbarem  S.  (Spaten
  mit  kurzem  Stiel,  Beilen  und  Hacken)
ausgerüstet,  das  von  einem  Teil  der
Mannschaft  in  Lederfutteralen  an  Riemen
  getragen  wird  und  zur  Herstellung
von  Schützengräben,  Arbeiten  im  Biwak  cc.
dient.  —  Schanzzeugdepot,  s.  Belagerungspark.


Schärenflotte,  der  meist  aus  Kanonenbooten
  bestehende  Teil  der  schwedischen
Flotte,  welcher  zur  Verteidigung  der  klippenreichen
  Küsie  mit  ihren  tiefen  und
schmalen,  den  großen  Schiffen  nicht  zugänglichen
  Fahrrinnen  bestimmt  ist.

Hherll  ützen,  s.  v.  w.  Jäger  (s.  d.).

Scharmützel,  unbedeutendes  Gefecht
zwischen  Plänklern,  Patrouillen,  sich  nahe
gegenüberstehenden  Vorposten  2c.

Scharnierverschluß,  s.  Handfeuerwaffen
  (S.  178).

Scharoche,  1876  aus  der  russ.  Feldartillerie
  ausgeschiedenes  Geschoß  gezogener
  Geschütze,  welches  als  Spitze  der  Granate
  eine  mit  Zünder  versehene  Rundkugel
trug,  die  beim  Krepieren  der  mit  Perkussionszünder
  versehenen  Granate  abgestoßen
  werden  und  gleich  der  Rundkugel
glatter  Geschütze  nlleschechieren.  sollte.  Die

eringe  Wirkung  der  S.  war  Ursache  ihres
Ausscheidens.

Schärpe,  Dienstatichen  der  Ofsiziere,
ein  aus  Silber=  und  Seidenfäden  in  den
Landesfarben  gewebtes  Band  mit  ebensolchen
  Quasten.  Sie  wird  um  den  Leib,  von
den  Adjutanten  von  der  rechten  Schulter
jur  linken  Hüfte  getragen;  das  Band  der

etztern  ist  breiter  als  das  der  erstern  (der

Bauchschärpe).  Husarenoffiziere  tragen
eine  geflochtene  S.  (Susarenschärpe),
die  Adjutanten  außer  dieser  noch  die  gewöhnliche
  Adjutantenschärpe.

Scharten  (Schießscharten),  Offnungen
  in  Brustwehren,  Mauern,  Eisenund
  Holzwänden  oder  sonstigen  Deckunen,

  um  mit  Geschützen  oder  Gewehren
HEinzunchfeuern  zu  können.  Ihre  Seitenwände
  heißen  Schartenbacken  oder
Scerte  nwangen,  die  untere  Fläche
Schartensohle,  die  obere  Scharten-—

  Scharten.

decke,  die  dem  Verteidiger  zunächstliegende
Offn#ung  die  innere  oder  hintere,  die
entgegengesetzte  die  vordere  Schartenöffnung:
  die  Mittellinie  der  Scharte  heißt
ihre  Directrice,  die  2  der  Schartensohle
  in  der  hintern  Osfnung  die  Kniehöhe
  für  Geschütze,  Anschlaghöhe  für
Schützen.  Je  nachder  Richtung  der  Schartenmittellinie
  unterscheidet  man  gerade
oder  schräge  S.  Je  größer  die  Geschützscharten
  sind,  desto  michr  schwächen  sie  die
Brustwehr  und  vermindern  die  Deckung,
einen  desto  bessern  Zielpunkt  bieten  sie
dem  Feind;  sie  werden  deshalb  grundsätzlich
  so  klein  wie  möglich  gemacht,  und
ist  man  diesem  Grundsatz  durch  entsprechende
  Laffetenkonstruktionen  entgegengekommen
  ((.  Minlmolscharienh  Die
früher  gebräuchlichen  Bela  frungs-  und
Festuns  slaffeten  mit  durchschnittlich  1  m
Heuery  he  bedingten  tiefe  S.  von  etwa

„5  m  Tiefe  und  O0,9  m  Kniehöhe.  Die
Vergrößerung  der  Lagerhöhe  der  Laffeten

estattete  flache  S.  von  etwa  1,6  m

eniehöhe  und  0,6  m  Tiefe,  welche  man  in
neuerer  Zeit,  um  jeden  in  der  Brustwehr
sichhervorhebenden  Zielpunktzu  be.  eitigen,
in  Muldenscharten  verwandelte,  nur
mit  der  Erdkratze  hergestellte  rundliche
Rinnen,  die  in  der  Brustwehrkrone  münden.
  Tiefe  S.  kommen  nur  noch  auf  den
Flanken  in  Festungen  für  diejenigen  Geschütze
  zur  Anwendung,  welche  zur  Grae
  i  Kartätschen  dienen,

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meist  frühere  Feldgeschütze.  Die  Schartenbacken
  derselben  müssen  entweder  mit
Schanzkörben  oder  doch  mit  Rasenbekleidet
sein.  Bei  Mauerscharten  liegt  die
kleinste  Offnung  nicht  in  der  hintern
Mauersläche,  sondern  etwa  0,25  m  vor
derselben,  der  Schartenbruch  oder  die
Schartenenge  genannt;  von  ihr  erweitert
  sich  die  Scharte  nach  vorn  und
hinten.  Im  allgemeinen  soll  die  hintere
Schartenöffnung  nur  so  groß  sein,  wie  es
der  Gebrauch  der  Geschütze  und  Gewehre
erfordert.  Die  Gewehrscharten  werden
deshalb  nach  ihrer  Form  auch  Schießspalten,
  Schießschlitze  und  Schieflöcher
  genannt.  Ihre  Anschlaghöhe  beträgt
  1,30  m;  ihre  größte  Ausbehnung
kann  sowohl  senkrecht  wie  wagerechtliegen,