Schießen  (Schießplätze,

Bronzerohren  und  kleinen  Ladungen;  2)
ungleiche  Beschaffenheit  der  Ladungen  und
Gcsche  e:  3)  ungleiche  Bedicnung  beim
Richten  des  Geschützes  und  Gewehrs;
die  Witterung,  Temperatur  und  Dichtigkeit
  der  Luft,  der  Wind  2c.,  welche  auf  die
Schußweite,  letzterer  auch  auf  die  Seitenabweichung,
  von  Einfluß  sind;  5)  mangelbafte
  tandfestigkeit  der  Laffete  und

A6aGeschützstands;  6)  Art  und  Bewegung
des  Ziels  2c.  Diese  Einflüsse  vermindern
die  Treffwahrscheinlichkeit,  sobald  sie  fortdauernd
  wechseln;  bleiben  sie  ebendieselben,
  so  können  sie  in  Rechnung  gezogen
und  die  aus  ihnen  hervorgehenden  Fehler
ganz  oder  teilweise  beseitigt  werden.  Die
Kunst  des  Schießens  liegt  nun  darin,
diese  Ursachen  sofort  zu  erkennen  und  die
Anwendung  der  richtigen  Mittel  zu  ihrer
Aufhebung  zu  verstehen.  Hier  müssen
Theorie  und  Praris  Hand  in  Hand  gehen.
Die  Theoriedes  Schießens,  die  Kenntnis
  der  Ballistik  2c.,  wird  die  Grundlage  für
das  Erkennen  und  das  Handeln  beim  S.
auf  dem  Gefechtsfeld  bilden  müssen.  Die
Grundlage  für  das  S.  bildet  die  Beobachtung
  der  Schüsse,  weil  nur  nach  der
beobachteten  Abweichung  des  Treffpunkts
vom  giel  sich  die  erforderliche  Korrektur  bestimmenläßt.
  Die  Ausbildung  im  Beobachten
  ist  deshalb  eine  Hauptaufgabe  bei  der
Schießausbildung  und  den  Schießübunen
  der  Artillerie.  Das  richtige  Schätzen

r  Entsernungen  ist  hierbei  insofern  von
Wert,  als  es  zum  schnellen  Einschießen
beiträgt;  da  aber  die  das  Geschoß  ablenkenden
  Einflüsse  auch  bei  richtig  geschätzter
oder  gemessener  Entfernung  zur  Geltung
kommen,  so  ist  die  auf  Grund  der  Beobachtung
  als  richtig  erschossene  Entfernung
  der  wirkli  4  en  Entfernung  keineswegs
  immergleich,  woraus  die  Notwendigkeit
  der  Beobachtung  und  der  bedingungsweise
  Wert  der  Distanzmesser  (s.  d.)  hervorgehen.
  Für  die  Praris  der  Artillerie
sind  Schießregeln  aufgestellt,  die  in  einsfachster
  Form  angeben,  wie  man  zu  verfahren
  hat,  um  sich  zunächst  für  die  Beurteilung
  der  Lage  der  Treffpunkte  zum  Ziel
einen  möglichst  sichern  Anhalt  zu  verschafsen:
  dann  aber  sollen  dieselben  auf  Grund

der  Gesetze  über  die  Wahrscheinlichkeit  des
Militär-Lexikon.

Schießübungen,  Ziele).  321
Treffens  lehren,  wie  man  aus  den  Beobachtungen
  folgern  kann,  ob  man  richtig
schießt,  beziehentlich  welche  Anderungen

4)  man  zu  treffen  hat,  um  zu  diesem  Resultat

zu  gelangen.
Schiebrlätze,  Schießübungen,  Ziele.
Zur  Ausbildung  dieser  Schießfertigkeiten
  werden  von  der  Artillerie  jährlich  im
Sommer  Schießübungen  auf  besondern
  Artilleriesch  ie  hplätzen  abgehalten,
auf  welchen  das  S.  unter  Verhältnissen
zur  Ausführung  kommen  kann,  die  den
auf  dem  Gesechtsfeld  sich  bietenden  möglichst
  nahekommen.  Solche  Schießplätze  bestehen
  bei  Königsberg  i.  Pr.,  Berlin
bei  Tegel),  Krekow  (7  km  westlich  von
tettin),  Jüterbogk,  Glogau  (sein
Aufgeben  wird  keaischand  Falkenberg
  in  Oberschlesien  (30  km  nordöstlich
von  Neiße),  Wesel,  Wahn  (13  km  südöstlich
  von  Köln  an  der  Bahn  Deutz-Gießen),
  Lockstedt  (35  km  südlich  von
Rendsburg,  5  km  nordöstlich  von  Itzehoe),
annover,  Darmstadt  (Griesheim),
agenau,  Zeithain  v  km  nördlich  von
Riesa),  Lechfeld  (bei  Augsburg).  Diese
Schießplätze  sollen  3700  m  lang,  an  der
Nulllinie  (da,  we  die  Feldgeschütze  zum
S.  Stellung  nehmen)  1000  m  breit  fein,
sich  von  hier  bis  2000  m  auf  600  m  Breite
verjüngen  und  diese  bis  zum  Ende  behalten.
  In  der  Höhe  der  Fiete  muß  noch  zu
beiden  Seiten  ein  Sicherheitsrayon  von
je  700  m  Breite  liegen,  der  bis  7500  m
von  der  Nulllinie  reicht.  Diese  Abmessungen
  genügen  aber  für  die  Ringkanonen
r  Fußartillerie  nicht  mehr,  und  es  ist
im  Werk,  mehrere  zu  kleine  Plätze  zu  erweitern.
  Diese  Schießplätze  haben,  mit
wenigen  Ausnahmen,  Barackenlager  (.
Lager),  welche  zum  Teil  1870  als  Lager
für  Gefangene  errichtet  wurden,  in  denen
#mtiiche  Offiziere,  Mannschaften  und
ferde  der  übenden  Truppen  Unterkunft
erhalten.  Die  Schießübung  der  Feldartillerieregimenter
  dauert  19—20,  die  der
Fußartillerieregimenter  27—28  Tage.
Das  S.  findet  n  ach  Zielen  statt,  die  in
ihrer  Ausdehnu  ag  den  in  Wirklichkeit  am
häufigsten  vorkommenden  Zielen  entsprechen,
  soweit  eben  nicht  besondre  Unterrichtszwecke
  audre  Ziele  bedingen.  Ziel
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