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sind:  a)  Für  Feldartillerie:  Anschußscheiben,
  Quadrate  von  ôm  Seitenlänge;

Schützenscheiben,O,mbreit,  1  #smhoch,
mit  Zwischenräumen  von  2  m  aufgestellt:
Infanteriescheiben,  12  m  lang,  1,8  m
hoch;  Artilleriescheiben,  2  m  breit,
1,6  m  hoch,  mit  7,5  m  Abstand  hintereinander
  und  mindestens  2  Paar  mit  15  m
Zwischenraum  austesellt:  neben  und  hinter
  denselben  werden  durch  Bretter  die
Bespannung  und  die  Bedienung  markiert.
b)  Fũr  Fußartillerie:  ein  Festungswerk
(Polygon)  in  Ravelinform,  aus  einem
Hauptwall  mit  traversiertem  Wällgang
EN  +4  bis  7,5  m),  Hauptgraben

—6,6  m),  gedecktem  Weg  und  Glacis

bestehend;  eine  Belagerungsbatterie  von  Sch

deutscher  oder  fremdländischer  Bauart  für
4—6  Geschütze  als  Zielbatterie;  eine
Feldschanze;  Sappenteten  der  einfachen
und  doppelten  Erdwalze:  Rednitscheiben,
7,5  m  lang,  4  m  hoch;  Kaponnierescheiben,
9,5  mlang,,4  hoch;  Arbeiterscheiben,  0.5
m  breit,  0/9  m  hoch,  sowie  alle  Scheiben
der  Feldartillerie.  Von  dieser  werden  zur
Darstellung  eines  schnell  auftauchenden
Feindes  sich  plötzlich  über  die  Erdoberfläche
erhebende  und  unter  dieselbe  sich  wieder
versenkende  Klappscheiben  (fahrbare
Scheiben,  die  sich  mit  gewisser  Geschwindigkeit
  senkrecht  oder  parallel  zur  Schußrichtung
  bewegen)  verwendet.  Die  Scheiben
  werden  aus  Brettern  hergestellt,  nur
ausnahmsweise  aus  Leinwand  oder  Dachpappe,
  weil  die  Geschosse  beim  Hindurchgehen
  durch  diese  in  der  Regel  nicht  krepieren.


An  der  Herbeiführung  guter  Treffergebnisse
  beim  S.  sind  nicht  nur  alle
Chargen  der  Truppe,  sondern  auch  die  Bedienungsmannschaften
  der  Geschütze  beteiligt;
  von  erstern  wird  eine  nicht  unerbebliche
  geistige  Thätigkeit  bei  vollster  Anstrengung
  von  Ange  und  Ohr,  von  letztern
  eine  rege  Aufmerksamkeit  und  große
Sicherheit  in  allen  Verrichtungen  gefordert.
  Die  Ausbildung  dieser  Fertigkeiten  ist
Zweck  der  Schießübungen,  die  deshalb
  in  systematischer  Weise  von  den  einfachsten
  bis  zu  den  gefechtsmäßigen  Übungen
  fortzuschreiten  haben.  Sie  beginnen
mit  einem  Elementarbelehrungs=Schießen

  (Beobachtungen,  Einschießen).

schießen  nach  Anschußscheiben  auf  kleine
Entfernungen  (bis  1000m  sind  kleine,  bis
2000  m  mittlere,  darüber  große  Entfernungen),
  um  den  Mannschaften  zu  zeigen,
wie  das  Geschütz  den  Korrekturen  und  sonstigen
  Einflüssen  (schiefer  Räderstand  2c.)
selg  und  die  Schießregeln  zu  verwerten
sind.  Das  sich  anschließende  Unterrichtsschießen
  der  Batterien  und  Kompanien
dient  zur  Belehrung  der  Chargen  sowohl
im  Kommandieren  eines  oder  mehrerer
Geschütze  wie  in  der  Anwendung  der  Schießregeln
  auf  Grund  eigner  Beobachtungen.
Hierauf  folgt  das  kriegsmäßige  S.:
1)  in  Batterien  und  Kompanien,  2)  in
Abteilungen,  3)  im  Regiment.  Bei  diesen
ießübungen  übernehmen,  nach  vorhergegangener
  Ausbildung  der  untern  Chargen,
  der  Batterie-,  beziehentlich  Kompaniechef,
  der  Abteilungs-,  beziehentlich  Bataillons=
  und  der  Regimentskommandeur
die  Feuerleitung.  Das  nachfolgende  Prüfungsschießen
  seil  dem  Inhpikerenden
Kenntnis  von  der  Ausbildung  der  Truppe
verschaffen.  Den  Beschluß  macht  das
Preisschießen,  das  den  Zweck  hat,  den
Wetteifer  für  weitere  Ausbildung  anzuregen.
  Es  werden  dazu  pro  Batterie  und
Kompaniedie  vier  besten  Unteroffiziere  und
acht  besten  Obergefreiten,  Gefreiten  und  Kanoniere
  ausgesucht.  Die  Unteroffiziere  erhalten
  ein  Schützenabzeichen  und  vier
Mannschaften  Geldpreise  von  6—3  Mark
oder  gleichwertige  silberne  Denkmünzen.
Beobeachtungen,  Einschießen.

Umdie  kriegsmäßigen  Verhältnisse  beim
S.  annähernd  zur  Anschauung  zu  bringen
und  die  Beobachtung  zu  erleichtern,
wird  die  Stellung  der  feindlichen  Artillerie
durch  Kanonen-,  die  der  Infanterie  durch
Gewehrschläge,  die  ein  andauerndes  Feuer
unterhalten,  markiert.  Zur  Ausbildung
im  Beobachten  ist  die  Anfertigung  von
Beobachtungslisten  durch  den  Beobachtenden
  und  zu  deren  Kontrolle  die
von  Schießlisten,  in  welche  die  wirklichen
  Treffpunkte  der  einzelnen  Schüsse  am
Ziel  eingetragen  werden,  erforderlich.  Der
das  Feuer  Leitende  bestimmt  auf  Grund  seiner
  Beobachtungsliste  die  Korrektur.  Als
Grundsatz  gilt,  daß  der  erste  Schuß  vor
dem  Ziel  liegen  muß,  weil  ein  dahinter-