324  Schießgrube
S  seßhrne,  s.  Küraß.
Schießklasse,  s.  Schießen  E  323).
Schießlager,  s.  Laffeten  (S.  227).
Schießlisten,  s.  Schießen  (S.  *

Schießplatz,  s.  Schießen  (S.  321).

Schiebprügel,  ein  Morgenstern  (s.  d.)
mit  kurzem  Feuerrohr.

Schießpulver,  s.  Pulver  (S.  r*ärW‚  v

Seteeen  chießen  (S.321  ff.

t  —,

Schießspalten  |  s.  Scha  rten.

Schießübung,  s.  Schießen  (S.  321).

Schießwollbatterien,  mit  Schießbaumwolle,
  statt  Pulver,  seuerude  12pfünder
nach  Konstruktion  des  Barous  (Major
Lenk,  1853  in  Osterreich  eingeführt.  1
wurden  20  vier-,  10  acht=  und  mehrere  dreipfünder
  Schießwollbatterien  in  Preußen
eingeführt,  aber  schon  1863  ihr  Ausscheiden
  befohlen.

Schiffsjungen.  In  Kiel  besteht  eine
Schiffsinnsenabteilunß,  mitder  desümmung
  atrosen  und  Unteroffiziere
für  die  kaiserliche  Marine  auszubilden.
Während  —  dreijährigen  Ausbildung
werden  die  S.  an  Bord  der  Schiffsjun--genschulschiffe
  nicht  als  Personen  des
Soldatenstands  angesehen,  sondern  als
Zöglinge,  welche  zu  ihren  Berufspflichten
angelernt  werden  sollen.  Erst  nach  Ablauf
des  dritten  Jahrs  erfolgt  ihre  Vereidigung
und  Einstellung  in  die  Matrosen=  oder
Werftdivision,  und  stehen  sie  von  da
ab  gleich  den  Soldaten  des  Dienststands.
Jeder  Schifssjunge  muß  sich  bei  seinem
Eintritt  in  die  Schiffsjungenabteilung  zu
einer  neunjährigen  Dienstzeit  (drei  Jahre
Dienstpflicht  und  für  *mzQ  Schuljahr  zwei
Jahre)  verpflichten.  Wer  die  Aufnahme  in
die  Schiffsjungenabteilung  wünscht,  hat
sich  persönlich  bei  dem  Bezirkskommandeur
  des  Landwehrbataillons  seines  Heimatorts
  oder  bei  dem  Kommando  der
Schiffsjungenabteilung  in  Kiel  selbst  zu
melden  und  hierzu  folgende  Papiere  mitzubringen:
  den  Geburtsschein,  den  Konfirmationsschein,
  dieschriftliche  Einwilligung
des  Vaters  oder  Vormunds,  in  welcher  ausgesprochen
  sein  muß,  daß  der  Aussteller  mit
den  Aufnahmebedingungen  vollständig  bekanut
  ist  und  dem  Sohn  oder  Mündel  erlanbt,
  sich  zur  Aufnahme  in  die  Schisfs-—

  Schild.

jungenabteilung  einschreiben  zu  lassen,  beglaubigt
  durch  die  Ortsbehörde;  ein  von
der  Ortsobrigkeit  ausgestelltes  Führungsattest
  sowie  einen  von  der  Ortsbehörde
attestierten  Revers,  daß  die  Reisekosten
von  den  Angehörigen  des  S.  werden  getragen
  werden,  falls  derselbe  die  Einstellung
in  Kiel  verweigern  sollte.  Der  Einzustellende
soll  15—17  Jahrealt,  vollkommen  gesund

nrund  kräftig,  mindestens  1/17  m  groß  sein,

scharfes  Auge  und  Ohr  haben  und  darf
nicht  stottern;  er  muß  leserlich  und  ziemlich
  richtig  schreiben,  ohne  Anstoß  lesen
und  die  vier  Species  rechnen  können.
Vor  der  Inmarschsetzung  nach  Kiel  müssen
  dem  Landwehrbatai  on  6  Mark  zur
Beschaffung  von  Putzmaterial  bei  der
Schifseiungemabteilung  übergeden  sein.
Schiffssignale,  s.  Signale.
Schiffswerft,.  s.  Werft.

Sthhild,  bis  zur  Annahme  der  Feuerwaffen
  von  jedem  Krieger  9  eführte  Schutzwaffe,
  deren  Gräße  und  Pormr  nach  den
einzelnen  Völkern  und  Truppengattungen,
welche  den  S.  trugen,  sehr  verschieden
waren  und  im  Lauf  der  Zeit  vielfach  wechselten.
  Die  Schilde  des  schweren  griechischen
  und  römischen  Fußvolks  waren  1025  m
hoch  und  0,s  m  breit,  aus  mehreren  Lagen
Rindsleder  und  Metallbelag  gefertigt  und
mit  Randschienen  beschlagen.  Statt  des
Leders  wurden  auch  Holz  oder  Flechtwerk
verwendet.  Bei  den  Römern  kamen  schon
Metallschilde  zur  Verwendung,  die  bei
den  Deutschen  Rittern  ausschließlich  im  Gebrauch
  waren.  —  Der  S.  wurde  in  Form
und  Farbe  Erkennungszeichen  für  Völkerschaften,
  schließlich  durch  bestimmte  Verzierung
  ein  solches  für  Familien  und  Personen
  und  ginsso“  in  das  Wappen  über.  Er
war  bei  den  Deutschen  im  6.  und  7.  dahr.
viereckig,  dann  rund,  vom  11.—13.  Jahrh.
dreieckig  und  nahm  dann  alle  Formen
an.  Im  15.  und  16.  Jahrh.  begegnet
man  sowohl  den  kleinen  Würn  den
(Rundtartschen)  wie  den  großen,  mit
Spitzen  versehenen  Setztartschen,  die,
dicht  aneinander  mit  den  Spitzen  in  die
Erde  gesteckt,  den  Schützen  als  Brustwehr,
namentlich  gegen  Reiterangriffe,  dienten.
Buckelförmige  Erhöhungen  in  der  Mitte
des  Schildes  dienten  zur  Ableitung  der