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eingeführt.  Elektrische  S.,  s.  Zün  der
11  6  ch  s.  3

Schlagseite,  diejenige  Seite  eines
Schiffs,  nach  der  es  infolge  unFkiicher
Belastung  durch  Gewichte  oder  Kohlenverbrauch
  überliegt.

Sblangen,  vom  15.—18.  Jahrh.  30—
40  Kaliber  lange  Geschütze,  von  denen
die  kleinern  zu  den  Feldgeschützen  zählten
und  deshalb  Feldschlaugen  hießen:
vgl  Kartaune  u.  Geschütze  (S.  163).
Schlapfermenetat,  soldatische  Beeichnung
  für  den  31.  eines  Monats,  insosern
  es  für  diesen  Tag  keine  Löhnunggibt.

Schleifen  heißen  in  Osterreich  die  Mörserlasseten.
  Man  unterscheidet  Blockschleifen
  und  Wandschleifenz;  erstere
sind  den  deutschen  Mörserlafseten  ähnlich,
nur  liegen  die  Wände  mit  Verdiebelun
aneinander;  letztere  sind  aus  Eisenblech
für  die  gezogenen  (17  und  21  cm)  Hinterladungsmörser
  gefertigt.

Schleppbaum  dient  als  Ersatz  eines
Rades  bei  Fahrzeugen,  entspricht  in  seiner
Stärke  der  Schwere  der  letztern  und  wird
mit  einem  Ende,  schräg  nach  hinten  auf  der
Erde  liegend,  unter  dem  freien  Achsschenkel
so  am  Fahrzeug  befestigt,  daß  er  die  Achse
beim  Fahren  möglichst  wagerecht  trägt.

Schleppen,  s.  Bugsieren.

Schleppschacht,  s.  Minen  (S.  256).
Schlepptan,  s.  Langkette.
Schleppwagen,  Fahrzeuge  der  Belagerungs=
  u.  Festungsartillerie,  zum  Transport
  schwerer  Kanonenrohre  und  glatter
Mörser  in  ihren  Lasseten  dienend,  welche
unter  der  Achse  des  Hinterwagens  aufgehängt
  werden,  zu  welchem  8  die
ältern  S.  C/1820  (Trique  balh  und  der
eiserne  S.  C/51  für  120  Ctr.  Last  2,  2mhohe
Räder  haben;  der  S.  C/67  für  60  Ctr.  Last
hat  gewöhnliche  Räder,  aber  eine  nach  oben
gebogene  Achse.  Hebelwerke  mit  Kette  an
der  Hinterachse  dienen  zum  Heben  der  Last.

chleuder,  eine  der  verbreitetsten  Wafsen
  während  des  Altertums  und  Mittelalters,
  besiand  aus  einem  in  der  Mitte
netzartig  verbreiterten  Strick,  mittelst  dessen
  man  fanstgroße  Steine  und  rautenförmige
  oder  ovale  Bleigeschosse  (Schleuderbleie)
  warf;  mit  der  achäischen  S.
wurden  auch  Pfeile  geworsen.  Die  Stab-Schlagseite

  —  Schlüsselmajor.

schleuder  hatte  ciuen  1.235  m  langen
Stiel,  die  S.  selbst  war  meist  aus  Leder.
Ihre  Geschosse  sollen  noch  auf  500  Schritt

elm  und  Schild  zerschmettert  haben.  Im

.  Jahrh.  bediente  man  sich  auch  der
Stabschleuder  zum  Werfen  von  Handgranaten.
  Zum  Schleudern  wurde  das  Geschoß
  auf  den  breiten  Teil  gelegt,  die  Enden
  erfaßt,  die  S.  einigemal  über  dem
Kopf  geschwungen  und,  wenn  das  Ziel
erfaßt  war,  das  eine  Ende  losgelassen.
Berühmte  Schleuderer  des  Altertums  waren
  die  Balearen,  Akarnanen  und  Achier.
—  Schleudermaschine  (lfundibbla),
s.  Geschütze  (S.  162).

leuse,  s.  Batardeau.

Schleusenspiel,  s.  Wassermanöver.

Schlieben,  Seitwärtsbewegung  ohne
Frontveränderung  auf  ganz  kurse  Entfernungen.
  Das  Aufrückenhinterer  Abteilungen
  auf  vordere  heißt  Aufschließen.

Schlingerkoje,  s.  Koje.

Schlingern  (Rollen),  das  überholen
des  Schisss  nach  einer  Seite,  also  gewissermaßen
  ein  Rollen  um  die  Längenachse
  infolge  des  Seegangs  von  der  Seite.

Echlipssrn,  das  kße  desAnkersvon  der
Kette,  ohne  ihn  vom  Grund  aufzuheben,
wenn  keine  Zeit  bleibt,  ihn  zu  lichten.

Schlitten,  Gerüst,  auf  welchem  das
S  während  des  Baues  steht;  s.  Abaufen.



Schloßgardekompanie,  durch  Kabinettsordre
  vom  30.  März  1829  als  -Gardeunteroffizierkompanie=
  zur  Beaussichtigung
  von  königlichen  Schlössern  und
Gärten  und  zum  Wachtdienst  bei  feierlichen
  Gelegenheiten  bestimmt.  Sie  ergänzt
  sich  aus  zwölf  Jahre  gedienten,  halbinvaliden
  Unteroffizieren  der  Infanterie,
welche  möglichst  Feldzüge  mitgemacht

ben  und  dekoriert  sind.  Sie  zählt  einen

eldwebelleutnant,  2  Feldwebelsergeanten,
  5  Feldwebelunteroffiziere  und  62
Unteroffiziere  und  steht  unter  Führung
eines  Flügeladjutanten.  Ihren  jetzigen
Namen  führt  sie  seit  3.  Okt.  1861.  Die
25  Jahre  gedienten  Unteroffiziere  erhalten
einen  Degen  mit  Krone  (°Krongardisten).


Schlüsselmajor,  früher  der  mit  dem
Schließen  und  Offnen  der  Thore  einer