Schlüsselpunkte

F#  beauftragte  Unterofsizier,  der  die
chlüssel  vom  Kommandanten  abholte
und  ihm  zurückbrachte.

Schlässelpunkte,  taktisch  oder  strategisch
  wichtige,  meist  hoch  gelegene,  die  Umgegend
  beherrschende  Punkte  oder  Gegenden,
  deren  Besitz  von  Vorteil  für  die  weitern
  Operationen  ist  oder  diese  überhaupt
erst  möglich  macht,  den  Zugang  zu  einer
Stellung  2c.  erschließt.

Sctapoe  s.  Armbrust  5).

Schnapphahnschloß,  s.  Handfeuerwaffen
  (S.  175).

Schnarrposten,  s.  Sicherungsienst.


Schnellfeuer,  die  Feuerart  der  in  geschlossener
  oder  zerstreuter  Ordnung  steenden
  Infanterie,  bei  der  jeder  einzelne

ann  ehne  Kommando  schießt;  es  steht
also  der  Salve  (s.  d.)  gegenüber.

Schnellzündschnur  HZündschnur
und  Minen  (S.  255).

Schoner,  s.  Kriegsschiff.

Schoten  heißen  die  untern  Ecken  aller
obern  Segel,  deren  obere  Ecken  Nocken
heißen.  Bei  den  untern  Segeln  heißt
nur  die  Ecke  Schot,  die  nach  hinten  gezogen
  wird,  die  Lach  vorn  Lchoene  Hals.

Schout  by  Nacht,  in  Holland  Titel

des  Kontreadmirals.

Schrägfeuer,  Abgabe  des  Feuers  in
einer  zur  Front  bis  zu  einem  Winkel  von
450  schrägen  Richtung.

Schralen,  Andern  des  Windes  in  eine
für  das  Segeln  ungünstige  Richtung.

Schraubenfregatte,  s.  Kriegsschiff.

Schrapnell,  s.  Sbrapnel-Schraubeurichtmaschine,

  s.  Laffeten.

Schraubenverschluß,  das  für  sämtliche
  französische  Geschütze  eingeführte  Verschlußsystem,
  dessen  Verschlußkolben  aus
einem  Schraubenchlinder  mit  unterbrocheuen
  Schraubengängen  besteht;  d.  h.  das
Gewinde  ist  in  drei  Sertanten  so  weit  fortgenommen,

  daß  die  Gewindesertanten  im  sch

ohr  sich  in  ihnen  glatt  vor  und  zurück
bewegen.  Durch  ein  Drehen  der  Schraube
nach  rechts  um  600  ist  der  feste  Verschluß
im  Rohr  bewirkt.  Die  Verschlußschraube
trägt  eine  Liderung  aus  Metall,  die  in
ihrer  Form  dem  Preßspanboden  ähnlich
  ist.  In  Deutschland  ist  für  den  9

—  Schußtafeln.  327

und  15  em  gezogenen  Mörser  ein  ähnlicher
  S.  angenommen,  bei  welchem  jedoch
der  gewöhnliche  Liderungsring  zur  Verwendung
  kommt.  —-SchkitwarbiözurEiuführungdeö


Metermaßes  in  seiner  Länge  auf  2  Decimalfuß
  oder  5  S.  auf  die  Rute  festgesetzt.
Dem  entsprechend  wird  der  S.  vielsach  zu
75  cm  angenommen,  ist  aber  für  die  Infanterie
  durch  das  Ererzierreglement  auf
80  em  festgesetzt  worden;  vgl.  Tempo.
Schubleere,  s.  Kalibermaßstab.
Schulterklappen,  s.  Achselklappen.
Schulterpunkt,  Schnittpunkt  von  Face
und  Flanke  bei  Bastionen  (s.  d.);  Schulterwinkel,
  der  von  diesen  Linlen  eingeschlossene
  Winkel.

Schulterwehr,  s.  Epaulement.

Schulterwinkel,  s.  Schulterpunkt.

Schultheiß,  auch  Regimentsschultheiß,
  s.  v.  w.  Auditeur;  s.  Landsknechte.

Schultzesches  Palver,  mit  Schwefelund
  Salpetersäure  behandelte  Hollörnchen,
  die  sodann  noch  mit  einer  Salpeter-=lösung
  getränkt  sind.  Es  wirkt  ungleichmißig
  und  sehr  heftig  zum  Schießen,  ist
deshalbhierzu  nicht  geeignet.  Als  Sprengpulver
  steht  es  aber  weit  hinter  Dynamit
und  Schießbaumwolle  zurück.

Schuppenhemd,  s.  Harnisch.

Schurz  hing  als  Vorder=  und  Hinterschurz
  zum  Schutz  des  Unterleibs  am
—  s.  d.

Schuß,  entweder  das  Geschoß  mit  Ladung
  oder  das  abgefeuerte  Geschoß.  Bei
glatten  Haubitzen  und  Mörsern  gebrauchte
man  statt  S.  den  Ausdruck  Wurf  und  bezog
  S.  nur  auf  Kanonen.  Ist  der  S.  zum
Einsetzen  in  das  Rohr  bereit,  so  heißt
er  ein  fertiger  S.  —  Schußarten
sind  je  nach  dem  Geschoß:  Kugel-,  Bomben-,
  Granat-,  Shrapnel-,  Kartätschschuß;
  nach  der  Richtung  der  Seelenachse:
erhöhter,  gesenkter,  Aufia=  oder  Visleruß;
  nach  dem  Zweck:  Demontier-,  Enfilier-,
  Rikoschett-,  Demolier-,  Brescheschuß,
  ein  direkter  oder  indirekter  S.  2c.—
Schußebene  ist  die  durch  die  Seelenachse
gedachte  lotrechte  Ebene,  und  die  Linie,
in  der  diese  die  Erdoberfläche  schneidet,  die
Schußlinie.  —  Vgl.  Bogenschuß.

Schußtafeln,  Tabellen,  welche  die  Be-