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ziehungen  zwischen  Ladung,  Schußweite,

Erhöhung,  Seitenverschiebung,  Fallwinkel,

  Flugzeit  und  Endgeschwindigkeit  für

die  verschiedenen  Geschütze  und  Geschosse
enthalten.  Die  allgemeinen  S.  enthalten
  alle  bei  einem  Geschütz  möglichen

Gebrauchsfälle,  auch  noch  Angaben  über

Trefffähigkeit  und  ballistische  Vorbemerkungen.

  Die  abgekürzten  S.  sind  Auszüge

  aus  jenen.  Beide  steigen  in  den

Schußweiten  von  50  zu  50  m.  Die  S.

sind  durch  Schießversuche  unter  möglichst

normalen  Verhältnissen  festgestellt  worden.

Schutterijen,  in  den  Niederlanden  (s.d.)
Name  der  Landwehr.

Schützen,  die  in  aufgelöster  oder
Einzelordnung  kämpfenden  Teile  der
Infanterie,  die  heute  die  eigentlichen  Trä-Fer
  des  Feuergefechts  sind.  Man  bezeichnet
daher  die  heutige  Taktik  der  Infanterie  als
Schützentaktik,  gegenüber  der  frühern
Linear=  und  Kolonnentaktik.

Schützengräben,  leichte  Erddeckungen
für  Infanterie  gegen  Gewehrfeuer,  welche
mittelst  des  selbst  mitgeführten  tragbaren
Schanzzeugs  in  kürzester  Frist  hergestellt
werdenkönnen,  deren  Anlage  nie  versäumt
werden  darf,  wo  es  sich  um  die  Verteidigung
von  Stellungen  handelt.  Brustwehrhöhe
und  Grabentiefe  der  S.  sind  verschieden,
je  nachdem  diese  für  liegende,  knieende
oder  stehende  Schützen  bestimmt  sind.  Man
wird  sich  hierbei  nach  dem  Boden  und  der
zum  Aufwerfen  gestatteten  Zeit  richten;
erstere  können  in  15—40  Minuten,  letztere
  in  1—21,  Stunden  fertig  gestellt  werden,
  wobei  die  S.  so  angelegt  sind,  daß  der
im  Graben  stehende  Schütze  sein  Gewehr
über  die  Brustwehrkrone  anschlagen  kann.

Schützenlinie,  s.  v.  w.  Schwarmlinie,
s.  Schwärmen.

Schützenloch,  s.  Eingraben.
Schutzwasfen,  Gal#ugrisfiswaffen.
Schuwalow-Haubitzen  (Schuwalowo),

  in  Rußland  während  des  Siebenjährigen

  Kriegs  nach  Graf  Schuwaloweingeführte
  Geschütze,  deren  Seele  im  Querschnitt
  die  Form  eines  Rechtecks  mit  abgerundeten
  kurzen  Seiten  hatte  und  sich  nach
der  Mündung  zu  trichterförmigerweiterte.

Diese  Konstruktion  sollte  die  Ausbreitung

der  Kartätschkugeln  begünstigen.  Gegen

Schutterijen  —  Schweden  u.  Norwegen.

Ende  des  Siebenjährigen  Kriegs  schieden
sie  wieder  aus.

Schwadron,  s.  v.  w.  Eskadron  (s.  d.)

Schwalbennester,  Abzeichen  der  Musiker,
  Trompeter  und  Spielleute  an  der
Schulter  auf  den  Waffenröcken.  Sie  sind
bei  den  erstern  mit  silbernen  oder  goldnen
  Tressen  und  zwar  bei  der  Kavallerie
schräg,  bei  allen  übrigen  Truppen  gerat-=von
  oben  nach  unten,  bei  den  Spielleuten
mit  wollenen  Borten,  die  S.  der  Kapellmeister,
  Stabstrompeter,  Bataillonstambours
  am  untern  Rand  mit  silbernen  oder
goldnen  Fransen  besetzt.

Schwärmattaken  werden  von  der  Kavallerie
  in  schnellster  Gangart  gegen  Kavallerie
  oder  Artillerie  namentlich  beim
Rückzug  ausgeführt.

Schwärmen  (Tiraillieren),  das
Auflösen  einer  Infanterieabteilung  zum
Gesecht  in  zerstreuter  Ordnung.  Der  Abstand
  der  einzelnen  Leute  voneinander  in
der  Schwarm=  oder  Schützenlinie  beträgt
  2—6  Schritt.  Mit  dieser  Formation
wird  die  Verringerung  der  Verlusle  durch
feindliches  Feuer  und  bessere  Ausnutzung
des  Gewehrs  bezweckt.

Schwarmsalde,  s.  Salve.

Schwarzkohle,  s.  Pulver  (S.  288).

Schweden  u.  Norwezen.  In  Schweden
  zerfällt  das  Heer  in  zwei  Teile,  wel
zusammen  den  Stamm  bilden,  in  den  die
Bewehrung  ((Bevsering  5),  welche  aus
der  gesamten  wehrpflichtigen  Mannschaft
im  Alter  von  21—25  Jahren  besteht,  im
Fall  eines  Kriegs  eingefügt  werden  soll.
Der  kleinere  Teil  des  Siammes  besteht  aus
den  von  der  Krone  geworbenen  Truppen,
der  größere  aber,  der  eigentliche  Kern  der
Armee,  aus  den  eingeteilten  Truppen
(s.  Indelningsverk).  Die  geworbenen
Truppen  bestehen  aus  2  Gardeinfanterieregimentern,
  1  Jägerregiment  zu  2  Bataillonen
  und  4  Kompanien,  1  Gardekavallerie-,
  1  Husarenregiment,  3  Artillerieregimentern
  und  2  Geniebataillonen.
Jedes  Artillerieregiment  hat  6  Batterien
àg8#eschütze,  eindtegiment  außerdem  noch
eine  Fußbatterie  zu  6  Geschützen.  Stärke
der  geworbenen  Truppen  5—  Mann,
der  Indelta-Armee  etwa  2,000  Mann.
Die  beiden  ersten  Jahrgänge  ber  Beväring