Schwimmende  Batterien  —  Seeoffiziere.

auch  zweischneidig,  ein-  und  zwelhäd
zu  gebrauchen,  wie  der  Flamberg  (s.  d.)
chwimmende  Batterien,  s.  Panzer.
Schwimmende  Scheiben  dienen  als
Ziele  bei  den  Schießübungen  der  Schiffsund
  Küstenartillerie.  Sie  sind  floßartig
gebaut  und  entweder  verankert,  oder  werden
  von  einem  audern  Schiff  geschleppt.
Seeartillerie.  Die  aus  3  Kompanien
bestehende  Seeartillerieabteilungist
1.  April  1877  unter  dieser  Benennung  aufgehoben

  und  in  Matrosenartillerie--  ch

abteilungen,  je  eine  in  Kiel  und  Wilhelmshaven,
  umgewandelt  und  den  Werstdivisionen
  unterstellt  worden.  Die  früher
von  der  Landartillerie  zur  S.  kommandierten
  Offiziere  sind  zurückgezogen.  Die
Offiziere  der  Matrosenartillerie  sind  jetzt
Speostzier
Seehataillon  heißt  das  aus  6  Kompanien
  bestehende  Marine-Infanteriebataillon,
  von  dem  4  Kompauien  in  Kiel,  2  in
Wilhelmshaven  stehen.
Seekadett.  Zum  Eintritt  in  die  Marine,
  um  auf  Besörderung  zum  Offizier
u  dienen,  erfolgt  die  Einstellung  entweer
  als  Kadett,  oder  aus  der  Haudelsmarine
  als  Matrose.  Die  Anmeldung
zum  Eintritt  als  Kadett  geschieht  bei  der
Admiralität  unter  Beifügung  eines  Nationales,
  Lebenslaufs,  Schulzeugnisses,
Gesundheitsattestes  2c.  Die  Einstellung
erfolgt  nach  bestandener  Prüfung  bei  der
Marineschule  in  Kiel,  zu  welcher  Abiturienten
  noch  bis  zum  19.,  alle  übrigen
Bewerber  vor  vollendetem  17.  Lebensjahr
zugelassen  werden.  Mitte  Mai  erfolgt  die
Einschiffung  an  Bord  des  Kadettenschiffs,
welches  etwa  fünf  Monate  in  der  Ost=  und
Nordsee  kreuzt.  Anfang  Oktober  beginnt
der  sechsmonatliche  Kadettencötus  auf  der
Marineschule,  um  die  Kadetten  zur  Seekadettenprüfung
  vorzubereiten,  welche  Anfang
  April  abzulegen  ist,  worauf  die  Bestandenen
  durch  den  Kaiser  zu  Seekadetten
  ernannt  werden;  deren  weitere
Ausbildung,  s.  Marineschule.  Die  aus
der  Handelsmarine  auf  Beförderung  eintretenden
  Seeleute  müssen  außer  vorgenanuten
  Papieren  bei  ihrer  Anmeldung
sich  noch  durch  Zeugnisse  ihrer  Schiffskapitäne
  über  eine  Fahrzeit  von  36  Monaten,

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ihre  Führung,  Keuntnisse  und  Leistungen
ausweisen.  Nachbestandener  Eintrittsprüfung,
  welche  vor  vollendetem  22.  Lebensjahr
  stattfinden  muß,  werden  sie  als  Matrosen
  zweiter  Klasse  eingestellt.  Sie  werden
  hauptsächlich  im  Artilleriedienst  ausgbildet
  und  bei  ihrer  Einschiffung  an
ord  des  Kadettenschiffs  Matrosen  erster
Klasse,  worauf  ihr  weiterer  Ausbildungsgaug
  sich  dem  der  Kadetten  anschließt.
eekadettenprüfung,  s.  Marineule.


Seeklar  ist  ein  Schiff,  das  bereit  ist,
See  zu  gehen.

Seele,  die  Bohrung  der  Feuerwaffen,
Raketen  2c.  Die  Bezeichnung  soll  von  den
Chinesen  zuerst  gebraucht  worden  sein,  als
sie  den  Rakcten  eine  Bohrung  gaben.
die  sich  nun  nach  ihrem  Entzünden  fortbewegten,
  als  ob  sie  Leben  (reine  S.-)  erhalen
  brtten,  Vgl.  Geschütze.

Sielsahe  gi  Gechübe(.00

Seemannschaft  ist  die  Kenntnis  von
der  Handhabung  der  Schiffe  unter  Dampf
oder  mit  Segeln  und  bei  allen  Witterungsverhältnissen,
  ohne  jedoch  Rücksicht  auf  den
sichern  Weg  durch  das  Wasser  zu  nehmen,
dessen  Aufsuchen  Sache  der  Navigation
ist.  Die  S.  ist  daher  der  praktische,  die
Navigation  der  theoretische  Teil  der  Seewissenschaften
  (s.  d.).

eemeile,  der  sechzigste  Teil  eines  mittlern
  Meridiangrads,  also  eine  mittlere
Meridianminute  =  1852  m.

Seeminen,  s.  Torpedos  (S.  353).

Seeoffiziere,  diejenigen  Offiziere
einer  Marine,  denen  die  Führung  der
Schiffe  und  Einübung  der  Mannschaften
obliegt.  Die  Bezeichnung  der  Offizierchargen
  und  deren  Rangverhältnis  ist  fast
in  allen  Marinen  gleich  (s.  Cha  38
Die  S.  ergänzen  sich  fast  ausschließlich
aus  den  Seekadetten,  die  bis  zur  bestaudenen
  Prüsung  zum  Seekadetten  nur  Kadetten
  heißen  (s.  Marineschule).  Für
die  Beförderung  zu  den  obern  Chargen  ist
eine  gewisse  Seefahrtszeit  in  der  nächst
niedern  Charge  Bedingung.  Die  Zeit,  die
sie  an  Bord  außerhalb  der  Linie  Dover-Calais
  länger  als  13  Monate  hintereinander
zubringen,  wird  ihnen  doxpelt  gerechnet.

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