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Seesoldeten  (oder  Marinesolbaten)
  heißen  die  Gemeinen  des  Seebataillens
  (.  d.).

Sertaktik.  Die  Wassen  des  Seekriegs
sind  die  Ramme,  die  Artillerie  und
der  Torpedo.  Je  nachdem  eine  dieser  drei
Waffen  ausschließlich  oder  doch  vorzugsweise
  zur  Anwendung  kommen  soll,  werden
  die  Bewegungen,  das  Verhalten  der
Schiffe  verschieden  sein;  man  spricht  deshalb
  wohl  von  einer  Ramm-.  Artillerie=
  und  Torpedotaktik.  Die  Rammtaktik
  bezweckt,  den  Gegner  in  der  Seite
mit  dem  Bug  anzurennen;  sie  beruht  also
vornehmlich  auf  der  Mansvrierkunst.  Die
Artillerie  wird  nur  dann  auf  Erfolg  rechnen
  können,  wenn  sie  stark  genug  ist,  die
Bordwand  des  feindlichen  iffs  durchschießen
  zu  können.  Entsprechend  der
günstigern  Wirkung  bei  senkrechtem  Auftressen
  der  Geschosse,  wird  man  das  seindliche
  Schiff  möglichst  senkrecht  in  der  Seite
und  zwar  unter  Wasser  zu  treffen  suchen
und  zu  diesem  Zweck,  so  nahe  es  geht,  dem
Feind  auf  den  Leib  rücken.  Dies  wird
sedoch  auch  davon  abhängen,  ob  und  in
welcher  Weise  dieser  Torpedos  anwendet.
Unter  diesen  komplizierten  Verhältnissen,

u  denen  noch  der  starke  Pulverdampf
hinginritt,  während  dessen  sich  bei  der
schnellen  Bewegung  der  Gegner  die  Stellung
  zu  einander  gänzlich  verändert,  wird
zwar  der  Angriff  nach  allgemeinen  Regeln
geschehen  können,  die  Führung  des  Kampfes
  aber  mehr  in  die  Hand  der  Schiffsführer
  als  in  die  der  obern  Leitung  des  Geschwaderchefs
  gegebrn  ein.  Zur  Zeit  der
Segeltaktik  folgteu  die  Schlachtschiffe  in  der
Kiellinie-  dicht  aufgeschlo  en,  also  eine
Linie  bildend  (daher  -  Linienschiffe-);  diese
Formation  ist  heute  nicht  mehr  anwendbar;
  man  wird  2,  3  oder  4  Schifse  unter
  gemeinsame  Leitung  stellen,  die  sich
gegenseitig  unterstützen,  namentlich  um

en  Gegner,  welcher  rammen  will,  durch
die  andern  Schiffe  der  Gruppe  in  die  Gefahr
  des  Gerammtwerdens  zuversetzen  und
ihn  dadurch  von  der  Ausfühmng  seiner
Absicht  abzuhalten.  Welche  Angrihsfor
mation  zu  wählen  ist,  ob  die  Keilstellung
  zu  drei  oder  die  im  Quadrat  zu
vier  Schissen,  darüber  gehen  die  Ansichten

Seefoldaten  —  Segel.

auseinander.  Selbstverständlich  müssen
die  Schiffe  einer  Gruppe  möglichst  die
gleiche  Schnelligkeit  und  gleiche  Drehfähigkeit
  besitzen.

Seewehr  entspricht  der  Landwehr
der  Armee;  wie  hier  die  Offtziere  nur  bis
zum  Hauptmann,  können  sie  in  der  S.
nur  bis  Rt  Kapitänleutnant  aufrücken.

Seerwissenschaften  sind  im  allgemeinen
  die  Wissenschaften,  deren  Kenntnis
zur  Schiffsführung  und  für  die  Seeschififahrt
  überhaupt  erforderlich  ist.  Seemannschaft,
  Navigation  und  Taktik
  nehmen  die  ersten  Stellen  ein,  denen
  als  Fachwissenschaften  Artillerie,
Waffenlehre,  Torpedo=  und  Minenwesen
  sich  anschließen.  Schiffbau
  und  Maschinenkunde,  Mathematik,
  Phoysik,  Geographie  x.  sind
Hülsswissenschaften.

Seezeichen  dienen  zur  Bezeichnung  des
Fahrwassers  zwischen  Untiesen,  an  der
Nähe  von  Küsten  oder  in  Hafeneinfahrten
oder  zur  Kennzeichnung  einzelner  Untiesen,
Sandbänke  r.  Zur  Bezeichnung  des  Fahrwassers
  werden  neben  denselben  an  einer
oder  beiden  Seiten  Tonnen  oder  kegelförmige
  Blechgefäße  (Bojen)  verankert,
die  durch  einen  grellen  Anstrich  und  aufgesetzte
  Stangen,  Besen  2c.  weithin  sichtbar
gemacht,  Rufig  durch  Zahlen  bezeichuet
werden.  Am  Land  werden  häufig  zur
Orientierung  oder  zur  Bezeichnung  der
Richtung  Landmarken  (Baken)  autgestellt,
  die  während  der  Fahrt  mit  dahinterliegenden
  hohen  Gegenständen,  wie  Türmen,
  Windmühlen  2c.,  in  einer  Linie  bleiben
  müssen.  An  wichtigen  Stellen  werden
Leuchtfeuer,  Leuchttürme  errichtet.
In  ähnlicher  Weise  werden  auch  Untiefen
in  der  See  bezeichnet.  Häufig  werden
Feuerschiffe,  Schiffe  mit  einem  Mast,
der  des  Nachts  oben  ein  Fuerzeichen  trägt,
verankert.  Alle  S.  sind  in  den  Seekarten
verzeichnet.

Segel  dienen  sowohl  zur  Fortbeweung

  der  Schiffe  als  dazu,  ihnen  Stetigeit
  in  der  Bewegung  und  cine  bestimmte
Lage  zur  Richtung  des  Windes  und  zur
rollenden  See  zu  geben.  Man  unterscheidet
  Raa=  und  Schratsegel;  erstere
werden  durch  Raaen,  letztere  durch  Gaf-