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sind,  eine  auf  dem  Marsch  besindliche
Truppe  gegen  überraschende  feindliche
Angriffe  zu  sichern  und  ihr  Zeit  zu
schcheen  sich  in  Gefechtsbereitschaft  zu
setzen.  Größere  Truppenkörper  bestimmen
zu  diesem  Zweck  Abteilungen  aller  Wafsen,
welche,  je  nachdem  sie  den  Truppen  voranzeen
  oder  ihnen  folgen,  Avantgarde
(s.  d.)  und  Arrieregarde  (s.  d.)  genannt
werden.  Die  Avantgarde  schiebt,  wieder
zu  ihrer  Sicherheit,  eine  kleinere  Abteilung
(die  Vorhut  oder  den  Vortrab)vor,  die,
wenn  es  das  Terrain  irgend  gestattet,  aus
Kavallerie  in  Stärke  von  einer  bis  zwei
Eskadrons  gebildet  wird.  Zweck  der  Vorhut
  ist,  das  Terrain  vorwärts  aufzuklären
und  möglichst  frühzeitig  Nachrichten  vom
Feind  einzubringen.  Oft  erhält  sie  noch
besondre  Austräge,  wie  die  Zerstörung
von  Wegen,  Eisenbahnen,  Telegraphen  2c.
Wegnahme  von  Waffen,  Kassen,  Briefen
  2c.  Ein  möglichst  weites  Vorgreifen
der  Vorhut  ist  daher  zweckmäßig,  immer
aber  muß  sie  ununterbrochene  Verbindung
mit  dem  Gros  unterhalten.  Sie  wird  wiedereingeteilt
  in:  den  Haupttrupp,  Vortrupp,
  die  Seitenpatrouillenunddie
Spitze.  Letztere  ist  dem  Feind  zunächst
und  besteht  aus  zwei  Mann  und  einem

ührer,  welche  auf  oder  dicht  neben  der

traße  marschieren.  Der  Spitze  folgt  der
Vortrupp  in  etwa  einem  Viertel  der  Stärke
des  Haupttrupps.  Um  auch  das  seitwärts
liegende  Terrain  aufzuklären,  werden  vom
Vortrupp  Seitenpatrouillen  nach  rechts
und  links  in  Stärke  von  einem  Führer
und  zwei  bis  vier  Mann  abgeteilt,  die  jedoch
  nur  dann  abgeschickt  werden,  wenn
Terrainbedeckungen  dies  nötig  machen.  In
sehr  unübersichtlichem  Terrain  werden
Seitentrupps  in  Stärke  von  einem
Führer  und  sechs  bis  acht  Mann  entsendet.
  Alle  Meldungen  gehen  an  den  Kommandeur
  der  Vorhut.  Geht  der  Marsch
durch  eine  Ortschaft,  Gehölz  2c.,  so  soll  das
Gros  dieselben  nicht  eher  passieren,  bis  die
Vorhut  sie  abgesucht  und  festgestellt  hat,
daß  sie  vom  Feind  unbesetzt  sind.  Die
Spitze  durcheilt  daher  den  Ort  im  Trab
und  stellt  sich  am  jenseitigen  Ausgang  beobachtend
  auf,  die  Seitenpatrouillen  umgehen
  und  Mannschaften  der  Vorhut  durch-Signale.



suchen  ihn,  dann  erst  folgt  der  Haupttrupp.
Befindet  man  sich  auf  dem  Rückzug,  so
fällt  der  Arrieregarde  die  ähnliche  taktische
Aufgabe  zu  wie  der  Avantgarde  beim  Vormalch
  on  ihr  wird  ebenso  eine  Nachhut
  (oder  ein  Nachtrab)  aus  einer  bis
zwei  Eskadronsgebildet,  die  nicht  weiter  zurückweicht,
  als  sie  genringt  wird.  Sie  besetzt
  vorübergehend  kleine  Abschnitte  zu
Fuß,  verschafft  so  der  Kolonne  Vorsprung
und  ist  immer  noch  imstande,  wenn  sie
den  Feind  ur  Entfaltung  größerer  Streitkräfte
  genötigt  hat,  oder  wenn  eine  Umgehung
  droht,  rasch  der  Kolonne  nachzueilen.
  Man  teilt  die  Nachhut  in  den
Haupttrupp,  Nachtrupp,  Seiten-=patrouillen
  und  Spitze,  welche  den
ähnlich  bezeichneten  Abteilungen  der  Vorhut
  entsprechend  formiert  und  verwendet
werden.

Signale  dienen,  mit  der  Trompete,
Trommel  oder  dem  Signalhorn  gegeben,
an  Stelle  der  Kommandos  zur  Ausführung
  irgend  welcher  Verrichtungen  oder
um  -  Avertieren-,  daß  solche  folgen  wern.

  Über  die  S.  als  Zeichen  in  der  Telegrorhe
  s.  Feldtelegraphie.  —  In  der

arine  benutzt  man  bunte  (blau,  weiß,
rot,  gelb)  Flaggen  von  verschicdener  Form
(rechteckig,  dreieckig,  gezackt,  geschweift),
welche  ahtst  werden  und  in  ihren  Zusammenstellungen
  gewisse  Sätze  bedeuten,  die
in  einem  stets  geheim  gehaltenen  Si  *s0.  lbuch
  vorgeschrieben  sind.  Fürdie  Fi  e,  daß
Mitteilungen  gemacht  werden  müssen,  die
im  Signalbuch  nicht  enthalten  sind,  wird
mit  gewissen  Flaggen  das  Morse-Alphabet
(s.  Feldtelegraphie)signalisiert.  In  derselben
  Weise  können  auch  Flaggen,  Handscheiben
  oder  Semaphoren  wie  in  der  Feldtelegraphie
  auf  Schiefen  zur  Anwendung
kommen.  Bei  Nebel  dienen  akustische  S.
ur  Zeichengebung.  Als  Nebelsignalehan

  internationale  Geltung:  Dampfschifse
in  Fahrt  müssen  mindestens  alle  fünf  Minuten
  die  Dampfpfeife,  Segelschiffedas  Nebelhorn,
  Dampf=  und  Segelschiffe,  die  in  Fahrt
sind,  die  Glocken  gebrauchen.  Bei  Nacht
werden  die  Nachtsignale  benutzt  und
war:Laternen,  in  verf  chiedenen  Farben  zuammengestellt;
  verschiedenfarbige  Kunstseuer
  (Signallichte,  Coston-Lichte,  s.  d.),  in